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Nachricht vom 28.01.2026    

Tierschutz Siebengebirge: Wie Tierpatenschaften Tieren ein würdevolles Leben ermöglichen

Für manche Tiere wird der Tierschutz zu dem Ort, an dem sie einfach bleiben dürfen. Alter, Krankheit oder besondere Bedürfnisse setzen diesen Tieren enge Grenzen. Ein weiterer Neuanfang ist selten realistisch. Umso wichtiger werden ein fester Ort, verlässliche Versorgung und vertraute Menschen.

Foto: Tierschutz Siebengebirge, Beate Ditscheid

Bad Honnef. Ein vertrauter Ort, der Halt gibt, und ein Alltag, in dem individuelle Fürsorge und medizinische Betreuung selbstverständlich sind. Beim Tier-, Natur- und Artenschutz Siebengebirge e.V. gehört genau das zur täglichen Verantwortung. Wenn absehbar ist, dass ein Tier aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen oder hohen Alters kaum noch Chancen auf Vermittlung hat, darf es bis an sein Lebensende in seiner Pflegestelle bleiben.

Viele dieser Tiere entsprechen nicht dem Bild, das sich Menschen von einem zukünftigen Haustier machen. Sie sind alt, chronisch krank oder benötigen regelmäßige medizinische Versorgung. Das bedeutet zusätzliche Kosten, mehr Zeitaufwand und langfristige Verantwortung. Nicht jeder Lebensalltag bietet dafür den passenden Rahmen - und genau deshalb bleiben diese Tiere im Tierschutz. Damit sie dennoch gut versorgt leben können, braucht es Menschen, die Verantwortung auf andere Weise übernehmen: durch eine Patenschaft.

Stellvertretend für viele: Frau Lampes Weg in ein sicheres Leben
Kaninchen-Dame Frau Lampe steht stellvertretend für viele dieser Tiere. 2019 kam sie als Fundtier zum Verein - in einem Zustand, der sofortiges Handeln erforderte. Ihre Schneidezähne waren so stark überwachsen, dass sie unter die Nase reichten. Fressen war kaum möglich. Die Zähne mussten operativ entfernt werden. Doch auch ihre Backenzähne bereiten bis heute Probleme und müssen regelmäßig unter Narkose tierärztlich behandelt werden, damit sie Nahrung aufnehmen kann.

Gerade Tiere mit komplexem Pflegebedarf wie Frau Lampe zeigen, warum dieses Modell so wichtig ist. Regelmäßige Zahnbehandlungen unter Narkose, eine angepasste Fütterung und kontinuierliche tierärztliche Betreuung bringen einen Aufwand mit sich, den viele Halter im Alltag nicht leisten können. In ihrer Pflegestelle ist diese Versorgung gesichert - ermöglicht durch Unterstützung von außen.



Für Frau Lampe bedeutet das Lebensqualität. Ihr Futter wird in feine Streifen geschnitten, sie wird aufmerksam beobachtet und genießt die Zuwendung in ihrer vertrauten Umgebung. Es sind kleine, sorgfältige Handgriffe, die ihr ein stabiles und sicheres Leben ermöglichen.

Patenschaften als Brücke zwischen Mensch und Tier
Tierpatenschaften ermöglichen genau diese Form der Fürsorge. Paten helfen, die laufenden Kosten für Futter, tierärztliche Behandlungen und Pflege zu tragen. Gleichzeitig bleiben sie über "ihr" Tier informiert und erhalten Einblicke in dessen Alltag. So entsteht eine Verbindung - auch ohne gemeinsames Zuhause.

Aktuell gehören zwei alte Pferde, zwei Hunde, elf Katzen, zwei Kaninchen sowie das Bad Honnefer Tauben-Projekt zum Patentier-Programm des Vereins. Jedes dieser Tiere hat seine eigene Geschichte, doch sie alle verbindet eines: Sie dürfen bleiben und werden versorgt.

So kann man Teil dieser Hilfe werden
Wer eine Patenschaft übernehmen möchte, findet weitere Informationen auf der Website des Vereins. Fragen beantwortet der Verein telefonisch unter der Rufnummer 02224-9803216 oder per E-Mail an paten@tierschutz-siebengebirge.de.

Nicht jedes Tier kann vermittelt werden. Aber jedes Tier kann Sicherheit, Fürsorge und Zuwendung erfahren. Eine Patenschaft macht genau das möglich. (Red)


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