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Pressemitteilung vom 29.01.2026    

Verkehrsberuhigung in Wissen: Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit

Die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Bereich "Im Kreuztal" und Rathausstraße zeigen Wirkung bei der Geschwindigkeit, nicht jedoch beim Durchgangsverkehr. Nach anhaltender Kritik aus der Bevölkerung schlägt die Stadt Wissen nun Anpassungen vor. Der Stadtrat berät darüber am 5. Februar.

Fotos: Verwaltung/Regina Schmidt

Wissen. Die Umwandlung der Rathausstraße in einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit Tempo 20 sollte vor allem dem Quell- und Zielverkehr dienen und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Mit der Herabstufung von der Bundes- zur Gemeindestraße verlor sie ihren Charakter als Durchgangsstraße. Dennoch bleibt der Durchgangsverkehr hoch, insbesondere aus Richtung „Im Kreuztal“, wo weit über 10.000 Fahrzeuge pro Woche gezählt werden, die den Weg durch die Stadt als Abkürzung zur B 62 nutzen.

Um die Verkehrssituation zu verbessern, wurden im vergangenen Jahr verschiedene Maßnahmen eingeführt. Dazu zählten Markierungen, neue Beschilderungen sowie testweise zwei Fahrbahnverengungen „Im Kreuztal“ mittels aufgeklebter Borde. Ziel war es, den Verkehr zu verlangsamen und die Nutzung der Umfahrung über die West- und Wiesenstraße zu fördern. Die Maßnahmen wurden in enger Abstimmung mit der Polizei umgesetzt, auch um ausfahrenden Bussen der Grundschule Vorrang zu geben.

Geschwindigkeit sinkt, Verkehr bleibt
Nach Auswertung der bisherigen Messungen wird im Bereich Rathausstraße und Kreuztal insgesamt langsamer gefahren, die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer hat zugenommen. Die Anzahl der durchfahrenden Fahrzeuge blieb jedoch unverändert. Zudem kam es mittags vereinzelt zu Rückstaus, unter anderem durch Busse bis zur West- und Wiesenstraße. Die zuvor abknickende Vorfahrt und die Umfahrung werden weiterhin zu wenig genutzt.

Vorschlag der Verwaltung: Rückbau und neue Lösung
Vor diesem Hintergrund schlägt Stadtbürgermeister Neuhoff dem Stadtrat vor, die Fahrbahnverengung „Im Kreuztal“ in Höhe der Firma Kölschbach zeitnah zu entfernen. Sie habe sich nicht bewährt und sei auf erhebliche Kritik in der Bevölkerung gestoßen. Stattdessen soll geprüft werden, die Einmündung „Im Kreuztal“ durch einen Fahrbahnteiler mit Überquerungshilfe sowie angepasste Geh- und Radwege umzugestalten. Das könne insbesondere für Schüler und Fußgänger Vorteile bringen. Dazu sind weitere Gespräche mit Polizei und dem Busunternehmen notwendig.




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Unabhängig vom Rückbau bleibt das Grundproblem bestehen. Viele Fahrzeuge nutzen die Rathausstraße und den Buschkamp weiterhin als Abkürzung, ohne die Geschäfte aufzusuchen. Die hohe Verkehrsbelastung senkt nach Einschätzung der Verwaltung die Aufenthaltsqualität und beeinträchtigt die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern. Ziel bleibt es, den Durchgangsverkehr stärker über die West- und Wiesenstraße abzuleiten, um Einkaufen und Verweilen in der Innenstadt zu fördern.

Weitere Prüfungen und Ausblick
Parallel steht die Stadt in Gesprächen mit dem Landesbetrieb Mobilität Diez. Geprüft werden eine Anpassung der Ampelschaltung sowie eine mögliche Einfädelspur auf die Bundesstraße im Bereich der Stadtwerke. Kurzfristige Lösungen sind dabei nicht zu erwarten; umfassende bauliche Maßnahmen würden mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Der Stadtrat der Stadt Wissen befasst sich in seiner Sitzung am 5. Februar mit den vorgeschlagenen Optimierungen. Die Verwaltung betont, dass der Verkehrsversuch von Beginn an zeitlich begrenzt angelegt war. Wenn sich Maßnahmen nicht bewähren und viele Beschwerden eingehen, können sie zurückgenommen werden. PM/Red


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