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Nachricht vom 01.02.2026    

Katastrophenschutz im Einsatz: Erfolgreiche Großübung an ICE-Strecke im Kreis Neuwied

Am 31. Januar 2026 fand eine umfangreiche Großübung entlang der ICE-Strecke im Landkreis Neuwied statt. Fast 300 Einsatzkräfte aus verschiedenen Organisationen nahmen daran teil, um ihre Zusammenarbeit und Abläufe für den Ernstfall zu trainieren.

Fotos: Uwe Schumann

Urbach. Am Samstag, dem 31. Januar 2026, führten die Polizeidirektion Neuwied, der Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis Neuwied, das Technische Hilfswerk, die Deutsche Bahn sowie weitere Behörden und Organisationen eine umfassende Übung zur Bewältigung einer Großschadenslage durch. Ziel war es, die Kooperation aller Beteiligten zu stärken und realitätsnahe Abläufe für den Notfall zu trainieren.

Insgesamt waren rund 250 Einsatzkräfte beteiligt, darunter etwa 50 von Landes- und Bundespolizei und rund 200 vom Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Neuwied sowie Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Altenkirchen. Zusätzlich wirkten rund 40 Statisten mit, die betroffene Fahrgäste darstellten.

Übungsszenario orientiert an Realereignis im Jahr 2018
Kurz nach 11 Uhr am Samstag wurden viele Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Altenkirchen, Dierdorf, Puderbach und Rengsdorf-Waldbreitbach alarmiert. Das angenommene Szenario stellte einen Brand in einem ICE mit etwa 400 Fahrgästen dar, wobei der Zug auf freier Strecke im Bereich der Verbandsgemeinde Puderbach zum Stehen kommen sollte. Die Übung orientierte sich an einem realen Einsatz aus dem Jahr 2018 bei Dierdorf. Um die ICE-Strecke Köln-Frankfurt nicht zu beeinträchtigen, wurde das Szenario verlagert: Ein Bus auf einem Feldweg diente als Ersatz für den ICE, während Statisten die Fahrgäste darstellten.



Das Notfallmanagement und die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn begleiteten die Übungsplanung eng und stellten sicher, dass interne Abläufe korrekt eingebunden waren.

Meldewege und Betreuung

Um die Abläufe praxisnah darzustellen, wurde auch der Meldeweg simuliert. Mehrere Statisten bemerkten die Rauchentwicklung am fiktiven Zug und setzten über ihr Mobiltelefon einen Notruf ab. Nach Eintreffen der ersten Kräfte wurden die Statisten erfasst und aus dem Gefahrenbereich geführt. Während die Feuerwehr mit der Brandbekämpfung begann, wurden die betroffenen Personen registriert und zur Betreuungsstelle in der Mehrzweckhalle Urbach transportiert.

Koordination und eingesetzte Strukturen
Zur Koordination der Einsatzkräfte wurden mehrere Bereitstellungsräume eingerichtet. Die Technische Einsatzleitung (TEL) war im Dorfgemeinschaftshaus "Haus an den Buchen" in Dernbach untergebracht. Durch die Live-Übertragung von Drohnenbildern bot sich dort ein reales Bild der Einsatzstelle.

Bedeutung der Übung
Die Übung zeigte die Wichtigkeit eines abgestimmten, organisationsübergreifenden Vorgehens. Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Holger Kurz sowie der Leiter der Polizeidirektion Neuwied, Thorsten Runkel, betonten die Notwendigkeit regelmäßiger Übungen, um Einsatzkräfte optimal auf reale Situationen vorzubereiten. Landrat Achim Hallerbach lobte das Engagement und dankte für den Einsatz der fast 300 beteiligten Personen.

Hinweis zur Verkehrslage
Die Bundesautobahn A3 sowie die ICE-Strecke blieben frei von Beeinträchtigungen durch die Übung. Red


Mehr dazu:   Blaulicht  
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