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Pressemitteilung vom 04.02.2026    

Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz: Forderung nach mehr Schutz und Investitionen

Die Krankenhausgesellschaft in Rheinland-Pfalz betont die Notwendigkeit, den Schutz und die Vorsorge für Krankenhäuser zu verbessern. Als Teil der kritischen Infrastruktur müssen diese Einrichtungen besonders geschützt werden.

Notaufnahmen. Foto: Jan Woitas/dpa

Mainz. Die Krankenhausgesellschaft in Rheinland-Pfalz fordert umfassendere Schutzmaßnahmen und eine verbesserte Krisenvorsorge für die Krankenhäuser im Bundesland. "Krankenhausplanung und Krisenvorsorge müssen gemeinsam gedacht werden", erklärte Geschäftsführer Andreas Wermter gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Bund, Land und Kommunen sollten ihre Planungen offenlegen, den Investitionsbedarf klar benennen und zügig die erforderlichen Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser als kritische Infrastruktur schaffen. Dabei sei auch die veränderte geopolitische Lage zu berücksichtigen.

Die künftige Landesregierung wird von der Krankenhausgesellschaft aufgefordert, die Fördermittel für Neubauten und Umbauten von Krankenhäusern weiter zu erhöhen. Zusätzlich sei ein Inflationsausgleich notwendig, um die stark gestiegenen Baukosten im Krankenhausbereich auszugleichen.

Mehr als 60 Prozent der Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz arbeiten seit Jahren defizitär. "Die Menschen in Rheinland-Pfalz erwarten, dass das Land seiner Verantwortung für gute bauliche Strukturen für die Behandlung der Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern nachkommt", mahnte Wermter. Die Eigenbeteiligung der Krankenhäuser an den Investitionskosten, die derzeit bei mindestens zehn Prozent liegt, stelle einen wesentlichen Hemmschuh für notwendige Modernisierungsmaßnahmen dar und müsse sofort entfallen.



Im Jahr 2025 hatte das Krankenhausinvestitionsprogramm ein Volumen von 145,5 Millionen Euro. Gelder flossen laut früheren Angaben des Gesundheitsministeriums in 39 Krankenhausstandorte und Tageskliniken sowie in 51 Einzelmaßnahmen. Für das laufende Jahr plant das Land, sechs Förderschwerpunkte zu setzen. Dazu gehören Investitionen in Neu- und Anbauten, die Förderung von Ausbildungsstätten sowie die Psychiatrie.

Generell äußern sich die Krankenkassenverbände besorgt über die finanzielle Lage und fordern das Land auf, seiner Verantwortung gerecht zu werden. Trotz zusätzlicher Mittel aus dem Transformationsfonds sehen sie die Finanzierung als unzureichend an. (dpa/PM/bearbeitet durch Red)


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