Stadtratssitzung in Wissen: Verkehrsplanung sorgte im Vorfeld für Diskussionen
Von Klaus Köhnen
Einer der wichtigsten Punkte war ein zusätzlicher Tagesordnungspunkt, den die Verwaltung angestoßen hatte. Hierbei handelte es sich um die "Verkehrsplanung" für die Rathausstraße. Die im Stadtrat vertretenen Fraktionen hatten bereits im Vorfeld eigene Vorstellungen entwickelt. Der Erweiterung der Tagesordnung wurde zugestimmt.
Wissen. Die Tagesordnung der Stadtratssitzung, die am Donnerstag (5. Februar) stattfand, hatte zunächst einen überschaubaren Umfang. So standen die Beratungen zum Hochwasser- und Starkregenkonzept zur Debatte. Jörn Reißig vom Ingenieurbüro Brendebach stellte das Konzept vor, das aus 55 Lageplänen, einer Maßnahmenliste, jeweils einem Erläuterungsbericht für jede Ortsgemeinde sowie fünf Erläuterungsberichten für die Stadt Wissen besteht. Bereits seit Oktober 2022 wurden verschiedene Themenbereiche abgearbeitet. Neben öffentlichen Informationsveranstaltungen zählten zahlreiche Gespräche mit weiteren Beteiligten, wie Forstamt, Fischerei, EAM, und LBM und anderen, um die erforderlichen baulichen Maßnahmen abstimmen zu können, zu den Vorbereitungen. Am 30. Oktober 2025 wurde das Konzept in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Bauen und Zukunft der Verbandsgemeinde vorgestellt und beschlossen. Entsprechend dem Beschluss des Ausschusses sollen nun in jeder Ortsgemeinde und in der Stadt Wissen die Maßnahmen beraten und beschlossen werden. Der Stadtrat stimmte nach der ausführlichen Darstellung dem Konzept zu. Es folgte die Abstimmung zum Straßenausbauprogramm der Stadtstraße "Am Steimel". Auch hier stimmten die Mitglieder des Stadtrates einstimmig zu.
Verkehrssituation in der Rathausstraße ist unbefriedigend
Bürgermeister Berno Neuhoff stellte dann die Problematik im Bereich der Rathausstraße vor. Es seien zu viele Fahrzeuge, die die Rathausstraße als Verbindung zur B 62 nutzten. Hier sei der sogenannte Durchfahrtsverkehr das Problem. Die bisherigen Maßnahmen hätten nicht zum gewünschten Erfolg geführt, so Neuhoff. Der Bürgermeister machte deutlich, dass es sicher keinen "Königsweg" zur Verbesserung gebe.
Die Fraktionen hatten hierzu eigene Anträge formuliert und leider auch öffentlich über die Frage diskutiert. Nach langer Diskussion über die unterschiedlichen Ansätze wurde die Verwaltung beauftragt, eine Begutachtung der Situation, in Verbindung mit dem LBM, durch eine Bachelorarbeit durchführen zu lassen. Diesem Antrag wurde mit großer Mehrheit zugestimmt. Ferner stimmte der Stadtrat einem Budget in Höhe von bis zu 15.000 Euro für dieses Gutachten zu. Neuhoff wies darauf hin, dass nicht kurzfristig mit Ergebnissen zu rechnen sei. Die Komplexität der Fragen würde sicher mehrere Monate in Anspruch nehmen, so Neuhoff.
Neuhoff betonte zum Abschluss des öffentlichen Teils der Sitzung, dass er sich sehr freue, dass die Bürger so zahlreich wie selten zu dieser Versammlung des Stadtrates erschienen seien. Dies mache deutlich, dass die Entwicklung der Stadt vielen wichtig sei, wofür er auch im Namen der Verwaltung den Erschienenen danke.
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