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Nachricht vom 06.02.2026    

Stadtratssitzung in Wissen: Verkehrsplanung sorgte im Vorfeld für Diskussionen

Von Klaus Köhnen

Einer der wichtigsten Punkte war ein zusätzlicher Tagesordnungspunkt, den die Verwaltung angestoßen hatte. Hierbei handelte es sich um die "Verkehrsplanung" für die Rathausstraße. Die im Stadtrat vertretenen Fraktionen hatten bereits im Vorfeld eigene Vorstellungen entwickelt. Der Erweiterung der Tagesordnung wurde zugestimmt.

Das Hochwasserschutzkonzept wurde ausführlich dargestellt (Foto: kkö)

Wissen. Die Tagesordnung der Stadtratssitzung, die am Donnerstag (5. Februar) stattfand, hatte zunächst einen überschaubaren Umfang. So standen die Beratungen zum Hochwasser- und Starkregenkonzept zur Debatte. Jörn Reißig vom Ingenieurbüro Brendebach stellte das Konzept vor, das aus 55 Lageplänen, einer Maßnahmenliste, jeweils einem Erläuterungsbericht für jede Ortsgemeinde sowie fünf Erläuterungsberichten für die Stadt Wissen besteht. Bereits seit Oktober 2022 wurden verschiedene Themenbereiche abgearbeitet. Neben öffentlichen Informationsveranstaltungen zählten zahlreiche Gespräche mit weiteren Beteiligten, wie Forstamt, Fischerei, EAM, und LBM und anderen, um die erforderlichen baulichen Maßnahmen abstimmen zu können, zu den Vorbereitungen. Am 30. Oktober 2025 wurde das Konzept in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Bauen und Zukunft der Verbandsgemeinde vorgestellt und beschlossen. Entsprechend dem Beschluss des Ausschusses sollen nun in jeder Ortsgemeinde und in der Stadt Wissen die Maßnahmen beraten und beschlossen werden. Der Stadtrat stimmte nach der ausführlichen Darstellung dem Konzept zu. Es folgte die Abstimmung zum Straßenausbauprogramm der Stadtstraße "Am Steimel". Auch hier stimmten die Mitglieder des Stadtrates einstimmig zu. Dieser wird im vorderen Teil im Rahmen der wiederkehrenden Beiträge abgerechnet und im hinteren Teil als erstmalige Erschließung, bei der die Anwohner 90 Prozent der Kosten zahlen.

Verkehrssituation in der Rathausstraße ist unbefriedigend; Fahrbahnverengungen werden entfernt, Verkehrskonzept wird erarbeitet
Bürgermeister Berno Neuhoff stellte dann die Problematik im Bereich der Rathausstraße/"Im Kreuztal" vor. Es seien zu viele Fahrzeuge, die die Rathausstraße als Verbindung zur B 62 nutzten. Hier sei der sogenannte Durchfahrtsverkehr das Problem (60.000 Autos im Monat). Die bisherigen Maßnahmen hätten nicht zum gewünschten Erfolg geführt, so Neuhoff. Der Bürgermeister machte deutlich, dass es sicher keinen "Königsweg" zur Verbesserung gebe. Daher schlug er dem Stadtrat vor, die beiden Fahrbahnverengungen im Kreuztal zu entfernen, weil sie nach einer Testphase von einem halben Jahr nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Die aufgeklebten Bordsteine können an anderer Stelle weiterverwendet werden.

Die Fraktionen hatten zur Lösung der Verkehrsproblematik Vorschläge zur Verbesserung der innerstädtischen Verkehrssicherheit vorgelegt und leider auch öffentlich über die Frage diskutiert.



Nach langer Diskussion wurde einstimmig beschlossen, zunächst die beiden Fahrbahnverengungen im Kreuztal entfernen zu lassen und die Aufstellung eines Verkehrskonzeptes von Experten/Verkehrsplanern für die Rathausstraße/Im Kreuztal zu beauftragen. Die Vorschläge der verschiedenen Fraktionen sollen unabhängig davon ebenfalls von Experten geprüft und abgewogen werden. Ferner stimmte der Stadtrat einem Budget in Höhe von bis zu 15.000 Euro für dieses Konzept zu. Neuhoff wies darauf hin, dass nicht kurzfristig mit Ergebnissen zu rechnen sei. Die Komplexität der Fragen würde bei der Bearbeitung sicher mehrere Monate in Anspruch nehmen, so Neuhoff. Abschließend soll das Konzept im Stadtrat entschieden werden.

Zur Verkehrsführung wurde weiter mitgeteilt, dass das Thema "Einmündung Wiesenstraße/B 62", welches durch den gewünschten Durchgangsverkehr über die West- und Wiesenstraße auch an Bedeutung gewinnt, durch eine Studentin der Uni Siegen in einer Bachelorarbeit betrachtet wird, um Lösungen aufzuzeigen, wie bei erhöhtem Verkehrsaufkommen ein Rückstau beim Einbiegen auf die B 62 verhindert werden kann. Hier wird neben der Uni Siegen auch der Landesbetrieb Mobilität beteiligt sein.


Neuhoff betonte zum Abschluss des öffentlichen Teils der Sitzung, dass er sich sehr freue, dass die Bürger so zahlreich wie selten zu dieser Versammlung des Stadtrates erschienen seien. Dies mache deutlich, dass die Entwicklung der Stadt vielen wichtig sei, wofür er auch im Namen der Verwaltung den Erschienenen danke.


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