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Pressemitteilung vom 06.02.2026    

Rheinland-Pfalz testet Taser für Justizwachtmeister am Gericht in Koblenz

In Rheinland-Pfalz startet ein Pilotprojekt zur Ausstattung von Justizwachtmeistern mit Tasern. Dies soll die Sicherheit an Gerichten weiter erhöhen.

Sicherheit an Gerichten. (Foto: Hannes P. Albert/dpa)

Mainz/Koblenz. Justizminister Philipp Fernis (FDP) hat in Mainz angekündigt, dass Justizwachtmeister an rheinland-pfälzischen Gerichten möglicherweise bald mit Distanz-Elektroimpulsgeräten - sogenannten Tasern - ausgestattet werden könnten. In einer geplanten Pilotphase wird getestet, ob der Einsatz solcher Geräte sinnvoll ist und wie entsprechende Leitlinien gestaltet werden müssen.

Zunächst sollen zwei mobile Einsatzteams, bestehend aus jeweils acht Wachtmeistern, die Taser erhalten. Das erste Team wird am Oberlandesgericht in Koblenz stationiert. das zweite in Zweibrücken. Bei voraussichtlich konfliktträchtigen Verfahren vor Gericht können diese Teams dann als Verstärkung angefordert werden.



Verrohung der Gesellschaft
Justizminister Fernis äußerte, dass er eine zunehmende Verrohung in der Gesellschaft beobachte, auf die auch die Justiz reagieren müsse. Bereits seit Längerem sind Justizwachtmeister in Rheinland-Pfalz mit Schlagstöcken und Pfefferspray ausgestattet. Zudem werden aktuell neue, stichfeste Unterzieh-Schutzwesten an die Wachtmeister ausgeliefert.
(dpa/bearbeitet durch Red)


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