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Nachricht vom 11.02.2026    

Kinder- und Jugendpsychiatrie Altenkirchen: Maßnahmenbündel soll Versorgung sichern

Mit neuem Personal, funktionierender IT-Struktur und einer verbesserten Kommunikation will die Diakonie in Südwestfalen als neue Trägerin die Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie auf ein solides Fundament stellen. Dort hatte zuletzt die Kündigung zweier Ärzte für Unsicherheit gesorgt.

(Symbolbild: Pixabay)

Altenkirchen. Im Januar war bekannt geworden, dass Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) in Altenkirchen und sein Stellvertreter gekündigt haben, Hauptgrund soll eine Arbeitsüberlastung gewesen sein. Das sorgte für Unsicherheit im Hinblick auf die Versorgung der jungen Patienten aus den Kreisen Altenkirchen und Westerwald. Hier hat die KJP in Altenkirchen einen Sicherstellungsauftrag des Landes zur Wahrnehmung des medizinischen Angebots. Jetzt haben sich die Landräte der Kreise, Achim Schickert und Dr. Peter Enders, zu Wort gemeldet und berichten von einer "neuen Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der KJP", zu der etwa neues ärztliches Personal, eine funktionierende IT-Struktur, Vor-Ort-Unterstützung in der Verwaltungsarbeit und eine transparente Kommunikation mit den Mitarbeitern gehören sollen.

"Wir sehen damit den Sicherstellungsauftrag auch künftig ohne jedwede Einschränkungen erfüllt. Mit diesem schlüssigen Konzept werden die Grundlagen dafür geschaffen, dass die Versorgung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien in den Landkreisen Altenkirchen und im Westerwaldkreis in vollem Umfang aufrechterhalten bleibt", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Landräte Dr. Peter Enders und Achim Schwickert.

Zeitnah eine Lösung finden
Die KJP, mit zwei vollstationären Stationen, einer Akutstation sowie einer Tagesklinik, war im August 2025 im Zuge der Insolvenz der bisherigen DRK-Trägergesellschaft von der Diakonie Südwestfalen übernommen worden. In den darauf folgenden Monaten wurden Probleme durch Arbeitsbelastung bekannt. Zuletzt geriet die KJP in die Schlagzeilen, nachdem durchgesickert war, dass leitende Ärzte ihre Kündigung eingereicht hatten. Bereits unmittelbar nach dem Jahreswechsel hatten die beiden Landkreise gemeinsam mit der Diakonie und dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium Gespräche aufgenommen. Alle Beteiligten einte nach Aussage der Landräte das Bestreben, im Sinne der jungen Patienten zeitnah eine tragfähige Lösung zu finden. "Diese Gespräche sind von Anfang an mit großer Offenheit und Klarheit geführt worden - auch unter Einbeziehung des Chefarztes", betont Landrat Enders.




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Ein Knackpunkt für einen reibungslosen Betrieb der KJP war in den vergangenen Monaten die Umstellung auf neue IT-Strukturen nach dem Trägerwechsel. So musste zum Beispiel aufgrund einer fehlenden Datenleitung Anfang Januar die Institutsambulanz von Hachenburg nach Altenkirchen verlegt werden. "Wir haben es letztlich an allen ehemaligen DRK-Standorten feststellen müssen: Die Schwierigkeiten nach der Insolvenz waren für die neuen Träger viel größer als erwartet, davon war auch die KJP betroffen", erläutert Landrat Schwickert.

Neue Ärzte sollen eingestellt werden
Folgende Maßnahmen sind nun seitens der Diakonie konkret in Altenkirchen geplant:
• Einstellung von drei neuen Ärztinnen und Ärzten (darunter eine Fachärztin und eine Medizinerin, deren Prüfung zur Fachärztin unmittelbar bevorsteht)
• Die Wiedereröffnung der Ambulanz in Hachenburg zum 1. März
• Der Zugriff im IT-Bereich auf iMedOne für alle Beschäftigten ab Anfang März
• Verstärkte Präsenz der Verwaltungsleitung des Krankenhauses Kirchen einmal pro Woche in Altenkirchen

Über diese Schritte wurden die Beschäftigten der KJP von der Geschäftsleitung der Diakonie im Beisein der beiden Landräte in einer Mitarbeiterversammlung am Montag dieser Woche informiert. Für Enders und Schwickert geht damit das Signal - und auch die Erwartungshaltung - einher, dass der Träger den aufgenommenen Dialog weiter fortsetzt. "Unser Eindruck war der, dass die KJP von einem hochmotivierten und engagierten Team getragen wird", berichtet Enders.

"Selbstverständlich können wir im Rückblick die entstandene Unruhe unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachvollziehen. Ebenso sehen wir aber jetzt den Aufbau verlässlicher Strukturen und ein mehr als deutliches Bekenntnis zum Erhalt des Standorts. Wir würden uns daher wünschen, dass diese Chance genutzt wird und wieder diejenigen in den Fokus rücken, auf die es tatsächlich ankommt: die psychisch erkrankten Kinder und Jugendlichen mitsamt deren Eltern", betonen Enders und Schwickert abschließend. (PM/red)


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