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Pressemitteilung vom 11.02.2026    

Rheinland-pfälzische Wirtschaft: Ein kleiner Hoffnungsschimmer trotz Negativsaldo

Laut IHK zeigt die rheinland-pfälzische Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2026 erste Anzeichen einer leichten Erholung. Doch wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und hohe Arbeitskosten bremsen die Entwicklung. Die bevorstehende Landtagswahl könnte entscheidend sein.

Logo der IHK

Koblenz. Am 11. Februar veröffentlichte die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz ihre Konjunkturumfrage, die eine leichte Stabilisierung der Wirtschaft im Land anzeigt. Der IHK-Konjunkturklimaindex stieg von 88 Punkten im Herbst 2025 auf aktuell 93 Punkte. Trotz dieser Verbesserung bleibt der Index unter der Marke von 100 Punkten, ab der von einer positiven Gesamtstimmung gesprochen werden kann. Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, äußerte sich dazu: "Es ist eine von der Industrie getragene leichte Erholungstendenz zu erkennen. Das ist ein kleiner Hoffnungsschimmer. Von einer nachhaltigen Trendwende kann jedoch nicht gesprochen werden - die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt."

Geschäftslage und Erwartungen
Die aktuelle Geschäftslage wird von 22 Prozent der Unternehmen als gut bewertet, während 51 Prozent sie als befriedigend und 27 Prozent als schlecht einschätzen. Der daraus resultierende Saldo von minus 5 Prozentpunkten bleibt negativ. Für die kommenden zwölf Monate erwarten 55 Prozent der Unternehmen eine weitgehend gleichbleibende Entwicklung. Rund ein Viertel rechnet mit einer Verschlechterung, während nur 20 Prozent von einem spürbaren Aufschwung ausgehen.

Wirtschaftspolitische Risiken
Die größten Geschäftsrisiken sehen die Unternehmen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (62 Prozent) und den hohen Arbeitskosten (61 Prozent). Auch der Inlandsabsatz bereitet mit 59 Prozent der Nennungen weiterhin große Sorgen. Rössel betont: "Schlechte Rahmenbedingungen, hohe Arbeitskosten und ein stockender Inlandabsatz sind ein gefährlicher Risikomix und bremsen die Konjunktur. Hier muss die Politik Vertrauen zurückgewinnen und dringend handeln."



Investitionen und Beschäftigung
Die Investitions- und Beschäftigungspläne der Unternehmen bleiben im Saldo negativ. Während ein Viertel der Betriebe höhere Investitionen plant, rechnet knapp ein Drittel mit sinkenden Ausgaben. 11 Prozent planen einen Aufbau, 25 Prozent einen Abbau von Beschäftigung. 64 Prozent der Unternehmen erwarten eine stabile Beschäftigtenzahl. In der Industrie verbessert sich das Geschäftsklima spürbar, wobei der IHK-Konjunkturklimaindex auf 96 Punkte steigt. Größtes Risiko bleiben die Arbeitskosten. Die Dienstleistungsbranche erreicht mit 98 Punkten den höchsten Branchenwert, während der Handel trotz leichter Verbesserung mit 79 Punkten deutlich unter dem Durchschnitt liegt. Rössel fasst zusammen: "Die Ergebnisse zeigen, dass die Unternehmen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen stehen. Für mehr Vertrauen, Beschäftigung und Investitionen braucht es jetzt auf allen politischen Ebenen verlässliche, wachstumsfreundliche Rahmenbedingungen."

Die Konjunkturumfrage fand vom 2. Januar bis zum 23. Januar statt und umfasste 1.046 Unternehmen aller Größen und Branchen mit rund 208.000 Beschäftigten. (PM/Red)


Mehr dazu:   Wirtschaft  
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