Altenkirchener Frauen-Tennisturnier: Zwei gesetzte Spielerinnen schon raus
Es liegt in der Natur der Sache, dass gesetzte Tennisspielerinnen bei Turnieren schon in der ersten Runde ausscheiden. Da bilden die „Rewe Petz Ladies Open“ in Altenkirchen keine Ausnahme. Nach ihren Auftaktniederlagen schauten die an Nummer zwei gesetzte Kathinka von Deichmann (Liechtenstein) und Dalila Spiteri (Italien/6) jeweils in die Röhre.
Altenkirchen. Der erste Hauptfeldtag bei den „Rewe Petz Ladies Open“ in Altenkirchen, dem mit 60.000 US-Dollar dotierten Turnier um Weltranglistenpunkte, ist absolviert und brachte am Dienstag (17. Februar) zunächst eine ungewohnte Situation mit sich. Bevor Titelverteidigerin Julia Avdeeva (Russland/Nummer 1) und Eva Bennemann, ein Talent des Deutschen Tennis Bundes, ab 19 Uhr zur Night-Session auf dem Center Court begrüßt wurden, gab es dort zunächst einmal eine Stunde Pause. Die vier Matches zuvor waren relativ schnell entschieden. Nur Noma Noha Akugue, als Nummer fünf der Setzliste die am höchsten eingestufte deutsche Akteurin, musste im Burg-Wächter-Matchpoint auf der Glockenspitze gegen Landsfrau Josy Daems über drei Sätze gehen. An Überraschungen mangelte es nicht. Direkt im ersten Einzel warf Mina Hodzic die Italienerin Dalila Spiteri aus dem Rennen – die erste Gesetzte (Nummer 6) hatte keine Chance mehr auf 75 Weltranglistenpunkte, die die Turniersiegerin erhält. Die zweite folgte an gleicher Stelle. Kathinka von Deichmann aus Liechtenstein (Nummer 2) hatte gegen Valentina Ryser (Schweiz) das Nachsehen, die nach der Auslosung nicht gerade glücklich über ihre bestimmte Widersacherin gewesen war. Aber bekanntlich wächst man hin und wieder an seiner Aufgabe ...
Titelverteidigerin mit Mühe
Ein besonderer Ort bleibt Altenkirchen für Julia Avdeeva. Die Russin, die 2024 und 2025 das Turnier gewann, hat auch ihr elftes Spiel im Westerwald für sich entschieden – in drei hochklassigen Sätzen gegen Eva Bennemann, die der Titelverteidigerin länger als zwei Stunden lang Paroli bot, beim Stand von 5:6 im dritten Satz jedoch das entscheidende Break kassierte. Am Mittwoch, 18. Februar, wird die erste Runde komplettiert. Acht weitere Einzel stehen von 10 Uhr an auf den Spielplänen der beiden Courts. Mit Nastasja Schunk, Christina Bednarczyk, Mariella Thamm und Ida Wobker kämpfen auch vier deutsche Spielerinnen ums Weiterkommen. Schunk erwartet auf dem Papier ein offenes Duell gegen Martyna Kubka (Polen), Wobker, mit erst 15 Jahren das Küken im Turnier-Hauptfeld, kommt in der Night-Session ab 19 Uhr auf ihre Kosten. Sie hofft gegen Vendula Valdmannova (Tschechien) auf eine Überraschung. (vh/PM)
Die Ergebnisse von Dienstag
Einzel, 1. Runde: Mina Hodzic (Deutschland) – Dalila Spiteri (Italien/6) 7:6 (7:5), 6:4; Valentina Ryser (Schweiz) – Kathinka von Deichmann (Liechtenstein) 7:6, 6:2; Amelia Rajecki (Großbritannien) – Julia Stusek (Deutschland) 4:6, 2:6; Noma Noha Akugue (Deutschland/5) – Josy Daems (Deutschland) 4:6, 6:1, 6:1; Aneta Laboutkova (Tschechien) – Aneta Kucmova (Tschechien) 6:1, 2:1 Aufgabe Kucmova; Alina Granwehr (Schweiz) – Elena Malygina (Estland) 6:4, 2:6, 6:3; Julie Struplova (Tschechien) – Jana Otzipka (Belgien) 3:6, 7:6, 6:3; Julia Avdeeva (Russland/1) – Eva Bennemann (Deutschland) 6:4, 3:6, 7:5.
Doppel, 1. Runde: Lian Tran/Ksenia Zaytseva (Niederlande/Russland) – Mariana Drazic/Oana Georgeta Simion (Kroatien/Rumänien) 6:3, 6:2; Tessa Brockmann/Nastasja Schunk (Deutschland) – Laura Böhner/Sofia Shapatava (Deutschland/Georgien) 7:6 (7:5), 5:7, 10:8; Martyna Kubka/Justina Mikulskyte (Polen/Litauen) – Jana Otzipka/Karolina Vlckova (Belgien/Tschechien) 6:4, 6:2; Susan Bandecchi/Elena Malygina (Schweiz/Estland) – Martina Colmegna/Julie Struplova (Italien/Tschechien) 6:4, 6:2.
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