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Nachricht vom 19.02.2026    

Kandidat für die Landtagswahl 2026: Placido Grigoli (Bündnis 90/Die Grünen)

Am Sonntag, 22. März, stehen die rheinland-pfälzischen Landtagswahlen 2026 an. Doch wer sind die Direktkandidierenden, denen wir unsere Stimme geben sollen, was sind ihre Vorstellungen und Ziele für unsere Region? Die Kuriere haben nachgefragt und allen die gleichen Fragen geschickt. Hier die Antworten von Placido Grigoli (Bündnis 90/Die Grünen)

Placido Grigoli (Foto: Placido Grigoli (Bündnis 90/Die Grünen))

Wahlkreis Altenkirchen. Unverfälscht und echt sollen die Antworten der Kandidierenden zur Landtagswahl sein. Deshalb sind alle Antworten original zitiert, ohne Bewertung, ohne Kommentar, ohne Kürzung oder Anmerkung. Die Aussagen der Politiker spiegeln nicht die Meinung der Kuriere wider, sondern ausschließlich die des Kandidierenden. Hier sind die Antworten von Placido Grigoli (Bündnis 90/Die Grünen).

Wofür haben Sie sich bisher politisch engagiert – und wieso?
Ich habe mich vor allem für den Ausbau erneuerbarer Energien und der E-Mobilität eingesetzt, weil wir unabhängiger von fossilen Energieträgern werden müssen. Mir geht es darum, Klima und Umwelt zu schützen und gleichzeitig unsere Energieversorgung sicherer zu machen. Langfristig profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger durch stabile Preise und geringere Kosten im Alltag.

Was muss sich in Rheinland-Pfalz dringend verändern?
Wir müssen Bildung und Fachkräfte sichern, mit verlässlichem Unterricht und starker frühkindlicher Förderung. Gleichzeitig treiben wir Klimaschutz, erneuerbare Energien und Digitalisierung konsequent voran, um Wirtschaft und Wohlstand zu stärken. Und wir sichern die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, damit gute Medizin überall erreichbar bleibt.

Was sollte sich ändern, damit die Gesundheitsversorgung im Wahlkreis stabil und zuverlässig bleibt?
Die Hauptprobleme im Landkreis Altenkirchen sind Personalmangel - besonders bei Haus- und Fachärzten im ländlichen Raum -, wirtschaftlicher Druck bei kleinen Fallzahlen und Unsicherheit durch die Reform.

Realistisch sind eine gezielte Gewinnung und Bindung von Ärztinnen und Ärzten für die Region, Spezialisierung statt Vollversorgung an jedem Standort, stärkere Kooperationen sowie der Ausbau ambulanter Strukturen.

Zugleich sollten vorhandene Strukturen und medizinische Expertise im Landkreis konsequent weiterentwickelt, besser vernetzt und durch verlässliche Investitionen des Landes abgesichert werden, während die Träger wirtschaftlich tragfähige Konzepte umsetzen.

Was sind aus Ihrer Sicht die dringendsten Infrastrukturprobleme in Ihrem Wahlkreis (Straßen, Brücken, ÖPNV, digitale Netze) – und welche drei Projekte würden Sie in der nächsten Legislaturperiode priorisieren?
Für den Landkreis Altenkirchen will ich Klimaschutz und wirtschaftliche Vernunft zusammenbringen: Ich setze mich für die Sanierung unserer Straßen und Brücken nach dem Prinzip "Erhalt vor Neubau" ein, damit Pendler und Unternehmen verlässliche Bedingungen haben. Gleichzeitig möchte ich Bahn, Bus und flexible Rufsysteme stärken, damit klimafreundliche Mobilität im ländlichen Raum wirklich funktioniert. Und mit flächendeckendem Glasfaser und stabilem Mobilfunk schaffen wir die Basis für Innovation, Homeoffice und neue Arbeitsplätze direkt hier bei uns.

Wo sehen Sie die Grenzen der Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung, und unter welchen Bedingungen befürworten Sie die Entnahme einzelner Tiere? Wie sollte das Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Tierwohl, Wolfsvorkommen und der Sicherung der Weidetierhaltung in Rheinland-Pfalz künftig politisch ausbalanciert werden?
Ich halte die Wolfsdebatte für zu emotional geführt - wir brauchen in Rheinland-Pfalz einen sachlichen, mehrheitsfähigen Konsens, der Naturschutz und Weidetierhaltung zusammen denkt. Vorrang haben für mich wirksamer Herdenschutz, gute Beratung sowie schnelle und unbürokratische Entschädigungen, damit Weidetierhalter Planungssicherheit haben. Wenn trotz Schutzmaßnahmen wiederholt erhebliche Schäden auftreten, kann im Einzelfall auch die Entnahme eines problematischen Tieres notwendig sein - eine pauschale Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht lehne ich jedoch ab.

Welche drei wirtschaftspolitischen Schwerpunkte wollen Sie in Rheinland-Pfalz setzen, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, insbesondere im industriellen Mittelstand und bei Start-ups?
Erstens will ich den industriellen Mittelstand durch Investitionen in Klimaneutralität, Energieeffizienz und Zukunftstechnologien stärken - wer früh auf erneuerbare Energien und ressourcenschonende Produktion setzt, sichert Arbeitsplätze langfristig.

Zweitens braucht es starke Innovationsnetzwerke zwischen Wirtschaft und Hochschulen sowie bessere Unterstützung für Start-ups, damit neue Ideen schneller in marktfähige Produkte übergehen.

Drittens setze ich auf Fachkräftesicherung durch Qualifizierung, Weiterbildung und eine aktive Gründungs- und Nachfolgeförderung, damit Wertschöpfung und gute Jobs nachhaltig in der Region bleiben.

Was ist Ihr Konzept, damit der Strukturwandel (Klimaschutz, Digitalisierung, Fachkräftemangel) nicht zulasten der ländlichen Räume geht?
Strukturwandel darf kein Stadtprojekt sein - er muss gerade im ländlichen Raum Chancen schaffen. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien, guter digitaler Infrastruktur und gezielter Fachkräfteförderung können neue Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung direkt vor Ort entstehen. Entscheidend ist, Investitionen bewusst in die Fläche zu lenken, damit Klimaschutz und Digitalisierung das Land stärken, statt es abzuhängen.



Wie wollen Sie die Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz in den kommenden fünf Jahren gestalten – insbesondere mit Blick auf Unterrichtsqualität, Lehrkräftegewinnung, Inklusion, Digitalisierung der Schulen und Entlastung von Schülern und Lehrkräften?
Wir brauchen mehr Nachwuchs durch bessere Begleitung im Studium, einen qualifizierten Quereinstieg, Entlastung durch Verwaltungskräfte und eine transparente Bedarfsplanung; gleichzeitig stärken wir Sprachförderung ab der Kita, Mathe/MINT und einen verlässlichen Ganztag. Inklusion muss durch zusätzliche Förderkräfte und multiprofessionelle Teams praxisnah unterstützt werden, und Digitalisierung soll mit verlässlicher Technik, Fortbildungen und klarer pädagogischer Ausrichtung den Unterricht verbessern, statt zusätzliche Belastung zu schaffen.

Deshalb sind Sie in die Partei eingetreten, für die Sie als Kandidat antreten:
Ich bin bei den Grünen, weil hier meine persönliche Lebenshaltung und politische Überzeugung am stärksten zusammenkommen. Wir stehen für Vielfalt, Offenheit und den festen Glauben daran, dass unsere Gesellschaft stärker ist, wenn wir Menschen nicht ausgrenzen, sondern einbinden - und genau das ist für mich gelebte Demokratie. Klimaschutz, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit dürfen keine Randthemen sein, sondern die Grundlage für Freiheit, Sicherheit und echte Zukunftschancen für alle.

Worüber können Sie lachen?
Über gute Satire kann ich herzhaft lachen - wer Politik macht, sollte Humor haben und auch über sich selbst schmunzeln können. Und im Alltag zeigen einem die kleinen Absurditäten schnell, dass man trotz aller Ernsthaftigkeit nicht alles zu verbissen sehen darf.

Was löst bei Ihnen Frust aus oder macht Sie sogar wütend?
Wütend werde ich selten - das ist kein guter Ratgeber. Enttäuschend finde ich eher, wenn komplexe Probleme mit einfachen Parolen beantwortet werden und Schuldzuweisungen Lösungen ersetzen. Gerade das bestärkt mich aber darin, für sachliche, ehrliche und konstruktive Politik zu kämpfen, die Zusammenhänge erklärt und echte Lösungen anbietet, statt nur Stimmung zu machen.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal lesen?
Mut zur Zukunft zahlt sich aus: Demokratie gefestigt, Klimaneutralität erreicht, Wirtschaft nachhaltig erneuert

Was betrachten Sie als Ihre größte Fehleinschätzung bezogen auf Ihre eigene politische Arbeit und/oder Partei?
Persönlich hatte ich bislang keine politische Verantwortung, in der ich eine eigene Fehlentscheidung treffen musste. Mit Blick auf Bündnis 90/Die Grünen sehe ich vor allem die Aufgabe, unsere politischen Ziele noch verständlicher und näher am Alltag der Menschen zu vermitteln. Denn je mehr Bürgerinnen und Bürger wir von grünen Ideen überzeugen, desto besser können wir sie auch erfolgreich umsetzen.

Deshalb sollten die Wähler mir ihre Stimme geben:
Sie sollten mir Ihre Stimme geben, weil ich Politik mit klaren Werten, Respekt und Verantwortung verbinde. Ich stehe für eine offene, vielfältige und friedliche Gesellschaft, in der Zusammenhalt stärker ist als Spaltung und in der jeder Mensch die Chance bekommt, seine Stärken einzubringen. Mit wirtschaftlicher Kompetenz, Innovationskraft und einem lösungsorientierten Blick setze ich mich dafür ein, Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Erfolg zusammenzudenken - bodenständig, empathisch und mit dem festen Ziel, unsere Region gerecht und zukunftsfähig zu gestalten.

________________________

Kurzer Steckbrief

Placido Grigoli, 48 Jahre, verheiratet, drei Kinder. Betriebswirt und tätig als Prokurist sowie Abteilungsleiter. Seit März 2021 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen, Sprecher des Kreisverbands Altenkirchen und Schriftführer im Ortsverband Betzdorf-Gebhardshain/Kirchen. In mehreren Ausschüssen engagiere ich mich für Abfallwirtschaft, kommunale Betriebe und Bildung.

Darüber hinaus bin ich im Pfarrgemeinderat St. Franziskus und St. Klara Trierer Insel aktiv und unterstütze ehrenamtlich den Förderverein einer Kita und einer Grundschule. In meiner Freizeit gärtnere, koche und laufe ich. Gerne bin ich in Wissen, wo ich aufgewachsen bin, und meine Familie lebt. Auch die Kirchenhäuser im Landkreis schätze ich als ruhige Orte. Erholung finde ich außerdem auf den Wanderwegen im Landkreis.


Wohnort:
Geburtsdatum:
Familienstand:

Beruflicher Lebenslauf/Ausbildung:
Politischer Werdegang:
Gesellschaftliches Engagement und Vereinsaktivitäten:

Hobbys:
Drei Lieblingsorte im Wahlkreis:
Vorbilder:
Kontaktdaten zur Veröffentlichung: grigoli@gmx.de

Eine kurze Übersicht aller Direktkandidierenden für den Kreis Altenkirchen finden Sie hier. (Red)


Mehr dazu:   Bündnis 90/Die Grünen   Landtagswahl 2026   Politik & Wahlen  
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