Bürgerinitiative Wippetal stellt sich geplantem Windpark entgegen
Von Niklas Hövelmann
Die Bürgerinitiative Wippetal wehrt sich gegen den geplanten Windpark Sechsmorgen im Wippetal. Am Freitagabend fand in Birken-Honigsessen eine erste Infoveranstaltung der Bürgerinitiative statt. Dabei wurde deutlich: Die Beweggründe der Windpark-Gegner könnten unterschiedlicher gar nicht sein.
Birken-Honigsessen. Sie sind groß, klobig und in ihrem bevorzugten Habitat ein starker Gegensatz zu der sie umgebenden Natur: Windräder. Während sie allenthalben aus dem Boden schießen wie Pilze, regt sich grade im beschaulichen Wippetal nun entschiedener Widerstand gegen die Stromerzeuger. Hintergrund ist ein geplanter Windpark, der den Initiatoren der Bürgerinitiative doch sehr aufs Gemüt schlägt. Am Freitag, dem 13. Februar, lud die Initiative daher zur Auftaktveranstaltung ihres Protests ins Pfarrheim nach Birken-Honigsessen.
Unparteilich und gemischt
Eröffnet wurde die Infoveranstaltung von Wolfgang Pohontsch. Der pensionierte Biologielehrer fungiert als ein Sprecher der BI Wippetal und stellte gleich zu Beginn klar, dass der Protest gegen den Windpark überparteilich sei und man sich keiner politischen Strömung zuordne. Schließlich bestünde das Bündnis aus verschiedenen Charakteren aus diversen Altersklassen und Kontexten. Er formulierte die Ziele der Bewegung und warb um die Unterstützung der anwesenden Gäste, die den Saal gut ausfüllten. So wolle man friedlich in einen Dialog mit den Entscheidungsträgern treten und eine Lösung finden, die den geplanten Windpark doch noch verhindere.
Vorträge, wie sie unterschiedlicher kaum sein können
Auf seine kurze Einführung folgte ein Grußwort von Anne Koch. Sie lebt abgeschieden und naturnah mit ihrer Familie im Wippetal und wäre von dem Windpark persönlich direkt betroffen. Koch erzählte sehr lebhaft aus ihrem Alltag, den Herausforderungen, die sie täglich zu meistern hat, wie sie hin kam, wo sie nun lebt, und was die Windräder für sie und ihre Familie bedeuten würden.
Anschließend sollten Udo Otterbach und Christoph Gehrke von der befreundeten BI Wildenburger Land, die das gleiche Ziel verfolgt, jeweils ein kurzes Grußwort mit einem kleinen Vortrag halten, wobei Otterbach aber so überzog, dass Gehrke nicht mehr recht etwas Ungesagtes zu sagen wusste. Otterbach fokussierte sich in seinem Vortrag vor allem auf die ästhetischen Defizite der Windräder, zeigte viele Vorher/Nachher-Bilder und wies das Publikum wiederholt an, sich doch selbst vor Ort ein Bild von der "Verschandelung" zu machen. Auch auf die Folgen für die Wirtschaft, die Immobilienpreise und die Risiken für Tiere machte er aufmerksam.
Der Höhepunkt des Abends sollte dann der Vortrag ‚Windkraft, Wunsch und Wirklichkeit‘ von Dr. Detlef Ahlborn sein. Der 65-Jährige ist 2. Vorsitzender der Initiative ‚Vernunftkraft‘, die sich gegen Windenergie im Allgemeinen ausspricht. In seinem Beitrag schoss Ahlborn scharf gegen alle Aspekte der Windenergie, zwar oft polemisch, aber dennoch mit solider Datenbasis. Die Standpunkte aller genannten Initiativen, sowie weiterführende Informationen lassen sich auf ihren jeweiligen Webseiten nachvollziehen.
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