Altenkirchener Frauen-Tennisturnier: Nur noch drei gesetzte Spielerinnen dabei
Die „Rewe Petz Ladies Open“ in Altenkirchen biegen langsam, aber sicher auf die Zielgerade ein. Die Zahl der gesetzten Spielerinnen hat sich von acht auf drei reduziert. Überstehen sie auch die Hürden, die sich im Viertelfinale vor ihnen aufgebaut haben? Die Antworten werden am Freitag, 20. Februar, gegeben.
Altenkirchen. Recht überschaubar ist das Feld im Einzel bei den „Rewe Petz Ladies Open“ in Altenkirchen, dem mit 60.000 US-Dollar dotierten Weltranglisten-Tennisturnier im Burg-Wächter-Matchpoint auf der Glockenspitze, geworden. Waren 32 Akteurinnen gestartet, sind nur noch die acht Viertelfinalistinnen übrig geblieben, die am Freitag, 20. Februar, das Quartett ausspielen, das am Samstag, 21. Februar, die beiden Vorschlussrundenspiele bestreitet. Auch der Deutsche Tennis Bund (DTB) ist in der Runde der letzten Acht mit einem Trio vertreten (Noma Noha Akugue, Julia Stusek und Mariella Thamm). Den Wettbewerb im Hauptfeld aufgenommen hatten immerhin zehn Spielerinnen, die die Farben des DTB vertreten. Nach wie vor das Recht auf den Aufenthalt in „ihrem“ Wohnzimmer hat die Gewinnerin der Jahre 2024 und 2025, Julia Avdeeva (Russland). Sie bastelt weiter daran, dass nach dem durchaus möglichen dritten Triumph in Folge die Konkurrenz vielleicht in „Rewe Petz Avdeeva Open“ umbenannt werden muss. In einem Match der zweiten Runde schaltete sie die Tschechin Aneta Laboutkova mit 6:3, 7:6 (7:3) aus und ließ hin und wieder ihr Powertennis aufblitzen, das von immens schnellen Aufschlägen mit bis zu 180 km/h unterstützt wurde. Avdeeva, an Nummer eins gesetzt, nutzte den ersten Breakball des Spiels überhaupt, um auf 5:3 im ersten Durchgang davonzuziehen. Das 6:3 bei eigenem Aufschlag war nur noch Formsache. Das Break zum 2:0 im zweiten Satz konnte Laboutkova als Qualifikantin nicht bis zu einem möglichen Satzgewinn transportieren, sie kassierte das Rebreak zum 2:2. Im Tie-Break blieb Avdeeva immer Frau des Geschehens und verdiente sich das Weiterkommen letztendlich nach gut 90 Minuten mit ihrem zehnten Ass.
16-Jährige überzeugte
Qualifikantin Stusek, die gegen Mina Hodzic gewann, bestätigte einmal mehr das, was sich Frauen-Bundestrainer Torben Beltz schon während der Qualifikation erhofft hatte: „Julia hat schon während unseren Trainingstagen hier in Altenkirchen sehr gut gespielt. Ich traue ihr zu, weit zu kommen.“ Die Nummer sieben der Juniorinnen-Weltrangliste blieb auch gegen Hodzic ohne Satzverlust – wie schon in der ersten Runde und in den beiden Qualifikationsspielen. Noch jünger als Stusek mit ihren 17 Lenzen ist Thamm. Die 16-Jährige überzeugte in der Night-Session am Donnerstag (19. Februar) gegen Tessa Brockmann. Die Nummer acht der Setzliste, mit 19 Jahren ebenfalls zur jungen Garde des DTB gehörend, unterlag mit 1:6 und 1:6. „Das Spiel war deutlich ausgeglichener als es das Ergebnis aussagt. Tessa ist auch eine super Spielerin“, sagte Thamm nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit. Die Russin Julie Struplova war am Schockmoment des bisherigen Turnierverlaufs beteiligt – hoffentlich bleibt es der einzige. Beim Stand von 3:5 im ersten Satz gegen Susan Bandecchi (Schweiz) knickte Struplova um und zog sich eine Verletzung am Sprunggelenk zu. Ein MRT in den kommenden Tagen wird das Ausmaß zeigen. Neben den drei deutschen schafften auch drei Spielerinnen aus der Schweiz den Sprung unter die letzten Acht: Valentina Ryer, Alina Granwehr und eben Bandecchi. (vh/PM)
Die Ergebnisse von Donnerstag
Einzel, Achtelfinale: Julia Avdeeva (Russland/1) - Aneta Laboutkova (Tschechien) 6:3, 7:6 (7:3), Susan Bandecchi (Schweiz/3) - Julie Struplova (Tschechien) 5:3 Aufgabe Struplova, Noma Noha Akugue (Deutschland/5) - Rasheeda McAdoo (USA) 6:3, 6:3, Julia Stusek - Mina Hodzic (beide Deutschland) 6:2, 7:6 (7:5), Mariella Thamm - Tessa Johanna Brockmann (beide Deutschland/8) 6:1, 6:1, Valentina Ryser (Schweiz) - Vendula Valdmannova (Tschechien) 7:5, 6:2, Martyna Kubka (Polen) - Iva Primorac Pavicic (Kroatien) 6:3, 3:6, 7:5, Alina Granwehr (Schweiz) - Justina Mikulskyte (Litauen/4) 6:2, 6:1; im Viertelfinale am Freitag: Avdeeva - Thamm (nicht vor 14.30 Uhr), Granwehr - Stusek (nicht vor 19 Uhr), Kubka - Bandecchi (14 Uhr), Akugue - Ryser (13 Uhr).
Doppel, Viertelfinale: Kubka/Mikulskyte (1) - Eva Bennemann/Sonja Zhenikhova (Deutschland) 6:1, 3:6, 11:9, Lian Tran/Ksenia Zaytseva (Niederlande/Russland/3) - Amelia Rajecki/Ryser (Großbritannien/Schweiz) 7:5, 6:4.
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