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Nachricht vom 20.02.2026    

Darwin-Nandus als Trio im Zoo Neuwied vereint

Im Zoo Neuwied gibt es eine spannende Entwicklung zu beobachten. Die Darwin-Nandus haben sich zu einem harmonischen Trio zusammengefunden und sind nun auf der Südamerika-Anlage zu sehen. Doch wie verlief die Zusammenführung der Vögel?

Foto: Pascal Dalpiaz

Neuwied. Auf der Südamerika-Anlage des Zoo Neuwied hat sich ein interessantes Trio gebildet: Zwei junge Darwin-Nandu-Hennen aus dem Zoo Rotterdam leben seit November letzten Jahres mit einem bereits ansässigen Hahn zusammen. Der Hahn wurde im April 2024 im Tierpark Hellabrunn in München geboren und kam im Herbst desselben Jahres nach Neuwied. Die beiden Hennen schlüpften im Frühjahr 2025 in Rotterdam und hatten Zeit, sich nach ihrer Ankunft in Neuwied einzugewöhnen, bevor sie behutsam mit dem Hahn in der Innenanlage zusammengeführt wurden.

Inzwischen zeigt sich das Trio bestens abgestimmt. "Unser Hahn macht seine Rolle vorbildlich. Er passt aufmerksam auf die beiden Hennen auf und tritt ihnen gegenüber sehr souverän auf", berichtet Tierpflegerin Martina Hartung. "Auch gegenüber Besuchern am Gehegezaun macht er sehr deutlich, dass er hier das Sagen hat", fügt sie hinzu.

Der Darwin-Nandu ist bei den Männchen mit rund 90 Zentimetern Rückenhöhe etwas kleiner als der bekanntere Große Nandu. Der Unterschied zwischen den Arten liegt vor allem in der weißen Fleckung im Rückengefieder, die beim Darwin-Nandu ausgeprägter ist. Jungvögel besitzen diese Zeichnung bis jetzt nicht. Wie alle Nandus sind auch Darwin-Nandus flugunfähig und gehören zu den Laufvögeln.



In freier Wildbahn lebt der Darwin-Nandu in zwei getrennten Regionen Südamerikas: im Süden Argentiniens und Chiles sowie weiter nördlich in den Hochanden. Obwohl die Art laut der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) derzeit nicht als gefährdet gilt, nehmen die Bestände ab. Gründe dafür sind Lebensraumverlust, Jagd und das Sammeln der Eier.

In zoologischen Einrichtungen ist der Darwin-Nandu seltener anzutreffen als der Große Nandu. Der Zoo Neuwied beteiligt sich am EAZA-Ex-situ-Programm (EEP) der Europäischen Zoovereinigung EAZA, um zur koordinierten Zucht und langfristigen Sicherung der Art beizutragen. Besucher können die drei Darwin-Nandus nun gemeinsam mit den Capybaras auf der Südamerika-Anlage entdecken und möglicherweise beim gemeinsamen Rundgang durch ihr Gehege beobachten. Red


Mehr dazu:   Zoo Neuwied  
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