Altenkirchener Frauen-Tennisturnier: Akugue im Finale gegen Favoritin Avdeeva
Wenigstens eine deutsche Spielerin hat das Finale der „Rewe Petz Ladies Open“ in Altenkirchen erreicht: Noma Noha Akugue gelang im Halbfinale das 6:4, 6:2 über die Polin Martyna Kubka. Gegnerin im Endspiel am Sonntag, 22. Februar, ist die Russin Julia Avdeeva, die den Wettbewerb in den zurückliegenden beiden Jahren gewann.
Altenkirchen. Schafft es Noma Noha Akugue (Hamburg) als dritte Spielerin aus Deutschland nach Carina Witthöft (2015) und Eva Lys (2020), das Frauen-Tennisturnier in Altenkirchen, dieses Mal um 60.000 US-Dollar Preisgeld und 75 Weltranglistenpunkte für die Gewinnerin, für sich zu entscheiden? Die Frage wird am Sonntag, 22. Februar, von 14 Uhr an im Burg-Wächter-Matchpoint auf der Glockenspitze beantwortet. Akugue schaffte am Samstag (21. Februar) den Sprung ins Endspiel mit einem glatten 6:4, 6:2 über Martyna Kubka aus Polen. Wesentlich mehr Arbeit hatte wenig später ihre nächste Widersacherin, die favorisierte Russin Julia Avdeeva, in der Vorschlussrunde zu erledigen. Was auf dem Center Court passierte, war an Dramatik nur schwer zu überbieten. Der Tiebreak aus Satz eins, der mit 16:14 (!) an Avdeeva ging, gab bereits einen Vorgeschmack auf das, was später folgte. Avdeevs Gegenüber, die 17 Jahre alte Julia Stusek (Rheinfelden), glich den 0:1-Rückstand durch ein 6:2 im zweiten Durchgang aus und hatte im Entscheidungssatz beim Stand von 5:4 zwei Matchbälle, konnte aber beide nicht nutzen. Zwei Aufschlagspiele später verwertete Avdeeva ihren dritten Matchball und strahlte über den Einzug ins Endspiel. „Ich habe irgendwann aufgehört zu denken, mich auf meinen Aufschlag verlassen und bin froh, es geschafft zu haben“, sagte sie. Avdeeva und Akugue treffen in Altenkirchen zum dritten Mal aufeinander. Die bisherige Bilanz nach Matches in Wiesbaden 2024 und Leipzig 2025 lautet 2:0 für die Russin, die in der Westerwälder Kreisstadt in den Jahren 2024 und 2025 jeweils die Beste war und nun ihr „Triple“ anstrebt.
Polin als Trostpflaster im Doppel-Finale
Akugue profitierte in ihrem Auftritt womöglich von einer leichten Müdigkeit Kubkas, der nach dem Drei-Stunden-Kraftakt im Viertelfinale in drei engen Sätzen gegen Susan Bandecchi (Schweiz) am Freitagnachmittag (20. Februar) und durch die Belastung im Doppel auch ein wenig die Frische fehlte, die vielleicht notwendig gewesen wäre, um den Schritt ins Finale zu gehen. Ein Trostpflaster gibt es dennoch für die Polin. Sie steht mit ihrer Partnerin Justina Mikulskyte (Litauen), die auf Position 1 gesetzt sind, im Doppel-Finale, in dem das deutsche Duo Tessa Brockmann/Nastasja Schunk von 12 Uhr an wartet. (vh/PM)
Die Ergebnisse von Samstag
Einzel Halbfinale: Noma Noha Akugue (Hamburg) - Martyna Kubka (Polen) 6:4, 6:2; Julia Avdeeva (Russland) - Julia Stusek (Rheinfelden) 6:7 (14:16), 6:2, 7:5.
Doppel, Halbfinale: Martyna Kubka/Justina Mikulskyte (Polen/Litauen) - Lian Tran/Ksenia Zaytseva (Niederlande/Russland) 6:3, 7:6 (7:2); Tessa Brockmann/Nastja Schunk (Deutschland) - Rasheeda McAdoo/Lara Salden (USA/Belgien) 6:3, 6:3.
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