Olympionikin Jacqueline Pfeifer in ihrer Brachbacher Heimat frenetisch gefeiert
Von Niklas Hövelmann
Bei den Olympischen Winterspielen in Italien holte sie Doppel-Bronze, am Sonntag erfolgte die zugehörige Feier in ihrem Heimatdorf Brachbach: Skeletonpilotin Jacqueline Pfeifer ist nun offiziell Rheinland-Pfalz’ erfolgreichste Olympia-Wintersportlerin. Bei ihrem ‚Homecoming‘ feierten die Brachbacher ‚ihre‘ Olympia-Heldin frenetisch – trotz Dauerregen.
Brachbach. Sechs Medaillen holte die deutsche Skeleton-Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen, zwei davon gingen an Jacqueline Pfeifer. Die 31-Jährige erkämpfte sich sowohl im Einzel der Frauen als auch in der Mannschaft mit Teamkollege Christopher Grotheer Bronze. Am Sonntag sollte sie für diese Leistung in ihrer Heimatgemeinde Brachbach geehrt werden – zunächst mit einem Umzug durchs Dorf, im Anschluss mit einem Empfang in der lokalen Peter-Hussing-Halle. Dass es am Sonntag seit den frühen Morgenstunden in Strömen regnete, konnte die Brachbacher allerdings genauso davon abhalten, ‚ihre‘ Heldin zu feiern, wie die angespannte Parkplatzsituation vor Ort.
Hunderte ziehen um die Häuser
Pünktlich um 15 Uhr startete der Umzug ab der Zechenwaldstraße. Flankiert von den Einsatzwagen der freiwilligen Feuerwehr zogen hunderte Schaulustige so gute 40 Minuten durch die Straßen des kleinen Orts. In ihrer Mitte fuhren die drei festlichen Paradewagen. Zwei zeigten eine Apres-Ski-Hütte und eine Skeleton-Fahrerin, der dritte und größte diente der Protagonistin und ihren Angehörigen zur Fortbewegung. Wie gewaltig der Andrang tatsächlich war, wurde bei der Ankunft an der Peter-Hussing-Halle ersichtlich: Gegen 15.40 Uhr erreichte der Zug den ihr vorgelagerten Schulhof und hielt für ein kleines Feuerwerk am hinteren Ende in perfekter Aufstellung. Vom anderen Ende aus war nun nur noch ein Meer aus Regenschirmen zu erkennen, die den gesamten Hof zu umspannen schienen.
Vor und in der Halle gab es Gastrostände, an denen Freibier ausgeschenkt wurde. Leider schien man bei der Organisation im Voraus selbst nicht mit einem solchen Andrang gerechnet zu haben, weshalb der Einlass in die Halle katastrophal verlief. Die Halle hatte nicht im Ansatz die Kapazitäten, das gesamte Feiervolk aufzunehmen, sodass es sich vor den Eingängen mächtig staute. Dabei war die zugrundeliegende Angst, etwas zu verpassen, gänzlich unbegründet: Über Lautsprecher wurde das Bühnenprogramm auch nach außen übertragen.
Das tatsächliche Programm war bewusst kurz gehalten. Schließlich sollte die Feier im Vordergrund stehen, wie Bürgermeister Steffen Kappes gleich zu Beginn klarstellte. Dennoch gab es selbstverständlich Grußworte von den anwesenden Ehrengästen, zu denen sich neben Landrat Dr. Peter Enders und Verbandsbürgermeister Andreas Hundhausen auch der Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz, Michael Ebling, zugehörig fühlen durfte. Weiterhin gab die Lyra Brachbach eine Interpretation der Hymne ‚the olympic spirit‘ zum Besten. Überrascht wurde Pfeifer auch durch einen spontanen Auftritt ihres Trainers Christian Baude und eine Karnevalsdarbietung. Letztere gab es, weil die karnevalsaffine Sportlerin die Saison leider aufgrund der Olympischen Spiele verpasst hatte.
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