Bänderriss stört Senioren-Sprinter Friedhelm Adorf bei der Saisonvorbereitung
Diesen Einstieg in die Vorbereitung für die neue Saison hat sich Senioren-Top-Leichtathlet Friedhelm Adorf so nicht gewünscht: Seit mehreren Wochen laboriert er an einem Bänderriss im linken Oberschenkel, der den in der Klasse M 80 startenden 82-Jährigen aus Heupelzen doch erheblich beim Training einschränkt und bereits zurückgeworfen hat.
Teneriffa/Heupelzen. In diesen Tagen bereiten sich Leichtathleten rund um den Globus auf die neue Saison vor. Sie hält auch für Seniorensportler zumindest drei Höhepunkte bereit: die Hallen-DM am ersten März-Wochenende (6. bis 8. März) in Düsseldorf, die kontinentalen Titelkämpfe unterm Dach im polnischen Torun (27. März bis 2. April) und die Freiluft-WM (22. August bis 3. September) im südkoreanischen Daegu. Für Spitzensprinter Friedhelm Adorf (Heupelzen), der in der Klasse M 80 für die Neuwieder LG Rhein-Wied/ASG Altenkirchen startet, sind es derzeit eher „begleitende“ Maßnahmen, die den Aufgalopp bestimmen. Von richtigem und intensivem Training kann keine Rede sein, obwohl sich Adorf momentan auf Teneriffa aufhält, wo er sich eigentlich den entscheidenden Schliff für die kommenden Aufgaben holen wollte. Richtig: wollte! Seit mehreren Wochen plagt Adorf ein Bänderriss im linken Oberschenkel, den er sich während einer Übungseinheit zugezogen hat. Aufgrund ärztlicher Anweisung musste sich Adorf ausgiebige Physiotherapie und viele Massagebehandlungen anstelle der normalen Bausteine für eine Leistungssteigerung „gönnen“. Vor diesem Hintergrund hofft der mit zahlreichen Welt- und Europameistertiteln als auch Deutschen Meisterschaften hoch dekorierte Athlet, bei der DM wenigstens über die 400 Meter antreten zu können. Für die 60 und 200 Meter sei er ebenfalls gemeldet, „ich tendiere aber dazu, die Kurzdistanz nicht zu laufen, um die hohe Belastung zu vermeiden“, sagt der 82-Jährige, der nach wie vor sich hin und wieder zusätzlich einem Kamerateam - so wie jüngst in der Uni-Klinik Köln - gegenüber sieht, das weitere Sequenzen für einen Beitrag der ARD-Serie „Wissen – Mein Körper“ aufnimmt. Gerade in Düsseldorf soll der letzte Drehtag sein, um die Dokumentation abzuschließen (als Sendetermin könnte der April infrage kommen).
Befehl fürs linke Bein
Noch einmal zurück auf die Kanareninsel: Adorf, wie immer mit seiner ehemaligen Verlobten Eleonore unterwegs, kann nur ansatzweise das von seinem Trainer ausgearbeitete Programm umsetzen. Er müsse seinem linken Bein immer wieder bewusst den Befehl „Auf, nach vorne, beweg dich mal schnell“ geben. Darüber hinaus verspüre er bei jedem Beschleunigungsversuch noch immer störende Schmerzen. „Massagen und Wärme tun richtig gut, aber nach etwa drei Stunden oder spätestens beim nächsten Training beginnt das Ganze wieder von vorne“, gibt er seine Eindrücke wieder, die auch hin und wieder für ein wenig Frust sorgen. Sein lapidares Motto lautet: „Hände falten, Daumen drücken und abwarten, was kommt.“
Über Torun nach Daegu
Und wenn dann alles wirklich nach Plan verläuft, die Oberschenkelmuskulatur wieder ganz die alte und gewohnt leistungsfähig ist, kann Adorf sein erstes großes Ziel für die 2026er-Saison, die Teilnahme an der Hallen-EM in Torun (Polen) verwirklichen, die seine „Lieblingsveranstaltung, meine Nummer eins in der Welt“ ist. Er nennt den Grund für seine Wertung: „Eine perfekte Halle, super geeignet.“ Später im Jahr wird es dann exotisch: Daegu in Südkorea ist vom 22. August bis 3. September Schauplatz der Freiluft-WM (World Masters) für Athleten, die 35 Jahre und älter sind. Erwartet werden 11.000 Akteure aus über 90 Ländern in der viertgrößten Stadt des Landes, die rund 2,5 Millionen Einwohner hat und 240 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Seoul liegt. Schon eines weiß Adorf bereits jetzt trotz des total unbekannten Terrains im Fernen Osten: Gesund zu bleiben ist das Maß aller Dinge! (vh)
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