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Pressemitteilung vom 26.02.2026    

Ver.di fordert klare Befragung zur Zukunft der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) drängt auf eine eindeutige Mitgliederbefragung zur Landespflegekammer in Rheinland-Pfalz. Diese soll klären, ob die Kammer weiterbestehen soll oder nicht.

Symbolbild (Foto: Pixabay/bearbeitet durch Red)

Rheinland-Pfalz. Ver.di hat sich mit einem offenen Brief an die Landesregierung und den Präsidenten der Landespflegekammer in Rheinland-Pfalz gewandt. Die Gewerkschaft fordert, unmittelbar nach der Landtagswahl eine Befragung zu organisieren, um den Willen der Mitglieder zur Zukunft der Pflegekammer klar und unmissverständlich festzustellen. Frank Hutmacher, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di in Rheinland-Pfalz, betonte: "Es ist höchste Zeit, dass die Pflegepersonen selbst gefragt werden, ob sie eine Kammer wollen oder nicht." Er forderte, dass es keine Verzögerungen oder Verschleierungen geben dürfe und die Fragestellung eindeutig sein müsse.

Ver.di schlägt vor, das Modell der Befragung zur Pflegeberufskammer Schleswig-Holstein 2021 als Vorlage zu nutzen. Dort hatten die Mitglieder die Wahl zwischen der Auflösung der Kammer oder deren Fortführung mit Pflichtmitgliedschaft und Beiträgen. Das Ergebnis der Befragung soll als Grundlage für die Entscheidungen der kommenden Landesregierung dienen. "Einerseits muss sichergestellt sein, dass die Mitglieder genug Zeit haben, sich mit der Befragung auseinandersetzen zu können. Andererseits muss das Ergebnis rechtzeitig vorliegen, damit es in politische Entscheidungsprozesse, insbesondere in Koalitionsverhandlungen einfließen kann", erklärte Hutmacher. Deshalb müssten die Vorbereitungen sofort beginnen.



Hutmacher hob auch hervor, dass die Attraktivität der Pflegeberufe gesteigert werden müsse. "Dafür sind eine angemessene Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen nötig. Von dieser Aufgabe lenkt der anhaltende Streit um die Pflegekammer ab." Eine Lösung mit breiter Legitimation sei kurzfristig notwendig. "Es gilt, die Pflege ernst zu nehmen. Wenn die Pflegepersonen die Kammer nicht wollen, gehört diese abgeschafft."

Seit 2016 besteht die Landespflegekammer in Rheinland-Pfalz, und rund 40.000 Pflegekräfte sind zur Mitgliedschaft verpflichtet. Sie zahlen durchschnittlich fast 140 Euro im Jahr an Beiträgen. Neben Rheinland-Pfalz gibt es nur noch in Nordrhein-Westfalen eine Landespflegekammer. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden die Pflegekammern nach negativen Vollbefragungen wieder abgeschafft. (PM/Red)


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