Pressemitteilung vom 27.02.2026 
Neustart für das Netzwerk Demenz im Kreis Altenkirchen
Vor über zehn Jahren startete die Veranstaltungsreihe zum Thema Demenz im Kreis Altenkirchen. Die Prognosen von damals sind heute Realität. Nach pandemiebedingter Pause gibt es nun einen Neustart des Netzwerks.
Kreis Altenkirchen. Vor etwas mehr als zehn Jahren kündigte die Kreisverwaltung eine Veranstaltungsreihe zum Thema "Demenz" an. Damals erinnerten die Organisatoren des Netzwerks Demenz gemeinsam mit dem damaligen Landrat Michael Lieber daran, dass kreisweit etwa 2.000 Fälle bekannt seien. Für das Jahr 2025 wurde ein Anstieg auf rund 3.000 Fälle prognostiziert, was inzwischen eingetreten ist. Demenz hat sich sowohl im privaten als auch im öffentlichen Fokus etabliert, da in einer älter werdenden Gesellschaft das Risiko zu erkranken erheblich steigt. Auch jüngere Menschen sind zunehmend betroffen.
Seit rund 30 Jahren konnten sich Erkrankte, Angehörige und Ratsuchende im Landkreis Altenkirchen auf die Unterstützung durch das Netzwerk Demenz verlassen. Fast 40 Institutionen waren hier zusammengeschlossen. Die Pandemie brachte diese wichtige Arbeit jedoch fast zum Erliegen. Mit Unterstützung des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung konnte das Netzwerk nun erfolgreich reaktiviert werden; kürzlich traf sich die Steuerungsgruppe im Kreishaus in Altenkirchen.
Gesundheitsakteure bündeln Kräfte
Eine breite Basis engagierter Akteure aus Pflege, Beratung, Medizin und Verwaltung - von Krankenhäusern über das Gesundheitsamt bis hin zu freien Trägern - arbeitet nun zusammen. Ihr Ziel ist es, Angebote zu vernetzen, Informationen zu bündeln und die Versorgung im Landkreis Altenkirchen zu verbessern. Eine zentrale Schnittstelle ist für den Landkreis essenziell, da es nur wenige Selbsthilfegruppen in der Region gibt.
Ein erstes sichtbares Zeichen der wiederaufgenommenen Arbeit soll eine neue Broschüre sein, berichtete Anja Weber, bei der Kreisverwaltung für die Pflegestrukturplanung zuständig. Zudem wird das Netzwerk den "Tag der seelischen Gesundheit" im Oktober ausrichten. Die regelmäßigen Treffen der Steuerungsgruppe finden künftig öffentlich statt, da sich das Netzwerk als offene Plattform versteht und weitere Interessierte zur Mitwirkung einlädt. (PM/Red)
Lokales: Altenkirchen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion



























