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Nachricht vom 02.03.2026    

Krankenkassen formulieren Forderungen zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

Die bevorstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz rückt die Gesundheitspolitik in den Fokus. Die Krankenkassen AOK und Techniker Krankenkasse (TK) haben ihre Erwartungen an die neue Landesregierung formuliert. Dabei stehen insbesondere Pflege sowie die ambulante und stationäre Versorgung im Mittelpunkt.

Krankenkassen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mainz. Laut der AOK sind 85 Prozent der 4,2 Millionen Einwohner von Rheinland-Pfalz gesetzlich krankenversichert. Vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft sehen die AOK und TK dringenden Handlungsbedarf. In Positionspapieren, die sie vor dem 22. März an die politischen Parteien richten, skizzieren sie ihre Forderungen.

Forderungen der AOK
Für die AOK stellen der demografische Wandel, die Sicherung von Fachkräften und die Finanzierung die größten Herausforderungen für das Gesundheitssystem dar. Zu ihren 14 Forderungen gehören:

- Die Umsetzung der Krankenhausreform des Bundes mit dem Ziel, leistungsstarke Kliniken zu etablieren.
- Eine Reform der Notfallversorgung mit integrierten Notfallzentren in Krankenhäusern, unterstützt durch Rettungsdienste und neue digitale Technologien.
- Mehr ambulante Behandlungen sowie eine auf regionale Bedürfnisse zugeschnittene Versorgung.
- Hausärzte sollen als Lotsen innerhalb ambulanter Versorgungsstrukturen fungieren.
- Eine besser koordinierte ambulant-stationäre Versorgung.
- Delegation niedrigschwelliger ärztlicher Leistungen an medizinisches Fachpersonal und mehr telemedizinische Angebote.
- Ausbau einer Public-Health-Strategie, die sich auf gesundes Aufwachsen und Altern konzentriert.
- Pflegeberatung aus einer Hand, koordiniert von Pflegekassen und Kommunen.
- Weiterentwicklung alternativer Wohn-Pflege-Angebote.



Forderungen der TK
Auch die TK sieht dringenden Reformbedarf. Sie hebt hervor, dass die Krankenhauslandschaft neu strukturiert werden muss und die Notfallversorgung unter Druck steht. Patienten klagen über lange Wartezeiten auf Facharzttermine und hohe Eigenbeteiligungen in Pflegeheimen. Ihre Forderungen umfassen:

- Mehr Qualität durch Spezialisierung und Schwerpunktbildung, besonders bei Operationen in geeigneten Kliniken.
- Mehr ambulante Behandlungen.
- Standardisierte digitale Ersteinschätzung des Behandlungsbedarfs, um Patienten schneller zur passenden Versorgungsebene zu leiten.
- Ausbau automatisierter Terminvergaben, Telemedizin, KI und anderer digitaler Angebote - auch in der Pflege (Smart-Home-Lösungen).
- Flächendeckender Ausbau integrierter Notfallzentren an Krankenhäusern mit Notdienstpraxis und zentraler Einschätzungsstelle.
- Engere Verzahnung zwischen Rettungsleitstellen (112) und dem ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117).
- Effizientere Aufstellung der 135 Pflegestützpunkte im Land durch Videoberatung.

(dpa/bearbeitet durch Red)


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