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Nachricht vom 04.03.2026    

Mobilität in Rheinland-Pfalz: Herausforderungen und Entwicklungen im ÖPNV

In Rheinland-Pfalz sind die Anforderungen an die Mobilität in ländlichen Regionen andere als in den Städten. Seit der Einführung des neuen Nahverkehrsgesetzes im Jahr 2021 hat sich einiges getan, doch es gibt weiterhin Herausforderungen. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen und die Pläne für die Zukunft zeigt, wo Handlungsbedarf besteht.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Rheinland-Pfalz. Die Mobilität spielt eine zentrale Rolle im Landtagswahlkampf in Rheinland-Pfalz. Egal ob Schüler oder Pendler - alle sind auf funktionierende Verkehrsmittel angewiesen. Im Jahr 2021 wurde der ÖPNV durch ein neues Nahverkehrsgesetz zur kommunalen Pflichtaufgabe erklärt. Doch erst Ende 2025 folgte der dazugehörige Nahverkehrsplan mit landesweiten Mindeststandards, wie Klimaanlagen in Zügen und kostenfreiem WLAN. Das Mobilitätsministerium sieht darin ein solides Fundament für die Zukunft.

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt den Plan grundsätzlich, kritisiert jedoch dessen "schwammige Ausführung". Der Verband fordert mehr Einbindung von Fahrgasterfahrungen, etwa durch einen Landes-Fahrgastbeirat. Markus Wolf von der CDU bemängelt die finanzielle Belastung der Kommunen seit der Gesetzesnovellierung, was zu einem wachsenden Defizit im Bereich Mobilität führt.

Landkreistag blickt bange auf Kommunalaufsicht
Auch der Landkreistag äußert Bedenken. Kreise und kreisfreie Städte müssen ihre Pflichten im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten erfüllen. Es besteht die Gefahr, dass Angebote ohne gesicherten Haushaltsausgleich von der Kommunalaufsicht beanstandet werden.

Ein weiteres Projekt ist das 2025 gestartete Portal "moveRLP", das Informationen für Fahrgäste und eine Jobbörse bietet. Der Verband Mobilität und Logistik Rheinland-Pfalz (Molo) fordert jedoch zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung bei Berufseinstiegen im Verkehrsbereich.



Die Tarifstreitigkeiten im privaten Busgewerbe der letzten Jahre führten immer wieder zu Warnstreiks. Erst im Januar 2023 konnte eine Tarifeinigung erzielt werden, auch dank des Rheinland-Pfalz-Index, der Kostenentwicklungen abbildet. Dennoch steigen die Kosten im ÖPNV kontinuierlich, was Länder und Kommunen vor große Herausforderungen stellt.

Kritik und Wünsche von kommunaler Seite
Kritik kommt auch von Molo, der verlässliche Finanzierungsmechanismen vermisst. Die Politik müsse handeln, um Investitionen in Lade- und Energieinfrastruktur zu fördern. Moritz Petry vom Gemeinde- und Städtebund betont, dass besonders auf dem Land die Verbindung von Bus und Bahn oft unzureichend bleibt.

Was in Wahlprogrammen steht
Die Wahlprogramme der Parteien reflektieren diese Herausforderungen. Während die beispielsweise SPD einen Zuschuss zum Führerschein für junge Menschen plant, setzt die FDP auf den Ausbau des Straßennetzes. Die CDU fordert ein vom Land finanziertes Deutschlandticket für Schüler und Auszubildende, während die Grünen ein kostenloses Ticket für Schüler und Freiwilligendienstleistende vorschlagen.

Probleme gibt es auch auf der Schiene, zuletzt durch kurzfristig angekündigte Bauarbeiten der Deutschen Bahn zwischen Mainz, Frankfurt und Wiesbaden im Frühjahr 2025. Die Auswirkungen auf die Fahrgäste wurden vom Ministerium als unerträglich bezeichnet. Ersatzverkehre und Umleitungen werden noch eine Weile notwendig sein. (dpa/bearbeitet durch Red)


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