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Pressemitteilung vom 05.03.2026    

Bauausschuss berät über umfassende Hochwasser- und Starkregenvorsorge

Starkregen und Hochwasser stellen Kommunen zunehmend vor große Herausforderungen. Der Bauausschuss der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld hat sich deshalb mit aktuellen Schutzmaßnahmen befasst. Vorgestellt wurden bereits umgesetzte Projekte sowie weitere geplante Maßnahmen.

Symbolbild.

Altenkirchen-Flammersfeld. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld stand die Hochwasser- und Starkregenvorsorge im Mittelpunkt. Mitarbeitende der Verbandsgemeindeverwaltung, Jannik Schwarzbach und Thirza Selvi, präsentierten den aktuellen Stand der Arbeiten sowie geplante Projekte zum Schutz vor extremen Wetterereignissen.

Die letzten Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte wurden im Mai 2025 abgeschlossen. Damit verfügt die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld mit ihren 66 Ortsgemeinden sowie der Stadt Altenkirchen über ein flächendeckendes Konzept zur Vorsorge.

Umfangreiches Maßnahmenpaket für die Region
Die erarbeiteten Konzepte umfassen insgesamt rund 1.400 Einzelmaßnahmen. Davon sind 552 Maßnahmen direkt den Ortsgemeinden beziehungsweise der Verbandsgemeinde zugeordnet. Diese sollen in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden.

Während der Sitzung wurden auch bereits umgesetzte Projekte vorgestellt. Besonders Maßnahmen aus dem ersten Umsetzungsabschnitt im Gebiet der ehemaligen Verbandsgemeinde Flammersfeld wurden anhand von Bildern erläutert. Diese Projekte wurden bereits im September 2025 in die Unterhaltungslast der jeweiligen Ortsgemeinde übergeben. Die dabei gesammelten Erfahrungen fließen nun in die Planung weiterer Maßnahmen ein.

Geplante Projekte und Rückhaltesysteme
Neben den bereits umgesetzten Vorhaben wurden auch zukünftige Projekte vorgestellt. Dazu gehört unter anderem der Bau eines Regenrückhaltebeckens in Ziegenhain mit geschätzten Baukosten von rund 77.000 Euro.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Rückhaltesystemen rund um die Kreisstadt Altenkirchen. Im Parc de Tarbes treffen der Erbach mit einem Einzugsgebiet von rund 24 Quadratkilometern und der Sörther Bach mit einem Einzugsgebiet von etwa 10 Quadratkilometern zusammen. Die vorhandene Rückhalteanlage verfügt derzeit über ein Volumen von rund 4.000 Kubikmetern und soll künftig auf etwa 14.000 Kubikmeter erweitert werden.



Weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes
Auch der Mammelzer Weiher soll zu einem naturnahen Retentions- und Rückhaltebecken umgestaltet werden. Geplant sind unter anderem die Rückführung des Bachlaufs in die Talaue, die Ertüchtigung des Damms sowie der Umbau der Notentlastung. Gleichzeitig soll ein ökologisch wertvoller Biotopbereich entstehen.

Durch diese Maßnahmen kann ein zusätzliches Rückhaltevolumen von bis zu 14.000 Kubikmetern geschaffen werden. Eine Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 80 Prozent wurde bewilligt.

Darüber hinaus plant die Verbandsgemeinde weitere Projekte im Rahmen der Gewässerunterhaltung. Am Ölser Bach sowie am Mehrbach sind Renaturierungsmaßnahmen vorgesehen, um die Wasserführung zu verbessern und zusätzliche Rückhalteräume zu schaffen. Diese Projekte werden durch Förderprogramme des Landes Rheinland-Pfalz mit bis zu 90 Prozent unterstützt.

Langfristige Strategie der Verbandsgemeinde
Bürgermeister Fred Jüngerich verwies in der Sitzung auf die langfristige Strategie der Verbandsgemeinde zur Hochwasservorsorge. Bereits vor dem Ahr-Hochwasser habe man mit entsprechenden Planungen begonnen und erste Maßnahmen umgesetzt. Künftig sollen weitere Projekte folgen, unter anderem zum Schutz der Stadt Altenkirchen.

Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld plant, die Umsetzung der zahlreichen Maßnahmen in den kommenden Jahren konsequent fortzuführen, um sich besser auf zunehmende Starkregen- und Hochwasserereignisse vorzubereiten. (PM/bearbeitet durch Red)


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