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Nachricht vom 07.03.2026    

Frühjahrsputz in Haus und Garten: Die besten DIY-Tipps für 2026

Wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Fenster fallen, wird es schonungslos sichtbar: Der Winter hat Spuren hinterlassen. Höchste Zeit für den großen Frühjahrsputz – drinnen wie draußen. Wir zeigen Ihnen die besten Tipps und Tricks, mit denen Sie Ihr Zuhause frühlingsfrisch machen – inklusive cleverer Hausmittel und Aufgaben, die fast jeder vergisst.

Symbolbild.

Warum der Frühjahrsputz mehr ist als nur Saubermachen
Der Frühjahrsputz hat in Deutschland eine lange Tradition. Was früher vor allem dem praktischen Zweck diente, den Ruß und Staub des Winters aus den Stuben zu bekommen, ist heute zu einem regelrechten Ritual geworden. Und das aus gutem Grund: Nach Monaten mit geschlossenen Fenstern, Heizungsluft und wenig Tageslicht tut es einfach gut, einmal gründlich durchzulüften und aufzuräumen.

Psychologen bestätigen, was viele von uns intuitiv spüren: Eine saubere und aufgeräumte Umgebung wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Der Frühjahrsputz ist also nicht nur Hausarbeit, sondern auch eine Art Neustart für die Seele. Und mit der richtigen Planung geht er deutlich leichter von der Hand, als man denkt.

Fensterputzen: So werden Scheiben wirklich streifenfrei
Kaum eine Aufgabe beim Frühjahrsputz ist so unbeliebt wie das Fensterputzen. Dabei ist es gar nicht schwer, wenn man ein paar Grundregeln beachtet. Der wichtigste Tipp gleich vorweg: Putzen Sie Fenster niemals bei direkter Sonneneinstrahlung. Die Wärme lässt das Putzwasser zu schnell trocknen und hinterlässt genau die Schlieren, die man eigentlich vermeiden will. Am besten eignet sich ein leicht bewölkter Tag.

Für die Reinigung brauchen Sie kein teures Spezialprodukt aus der Drogerie. Ein Schuss Spülmittel in warmem Wasser reicht als Grundreiniger völlig aus. Wer es noch besser haben will, gibt einen guten Schuss klaren Essig oder Spiritus dazu. Beides löst Fett und Kalkrückstände zuverlässig. Tragen Sie die Lösung mit einem weichen Schwamm oder Einwascher auf und ziehen Sie das Wasser anschließend mit einem Fensterabzieher von oben nach unten ab. Die Ränder wischen Sie mit einem fusselfreien Tuch nach – Mikrofaser oder ein altes Leinentuch eignen sich hervorragend.

Vergessen Sie nicht die Fensterrahmen und Fensterbänke: Gerade in den Falzen und Dichtungen sammelt sich über den Winter viel Schmutz. Ein alter Pinsel oder eine ausgediente Zahnbürste sind perfekt, um diese Ecken gründlich zu reinigen. Auch die Fensterdichtungen sollten Sie mit einem feuchten Tuch abwischen und anschließend mit etwas Silikonspray oder Vaseline pflegen – das hält sie geschmeidig und verlängert ihre Lebensdauer.

Terrasse und Balkon: Winterspuren beseitigen
Die Terrasse ist nach dem Winter oft kaum wiederzuerkennen: Moos, Grünbelag, Laub und hartnäckiger Schmutz haben sich auf Steinen und Holz breitgemacht. Bevor Sie zum Hochdruckreiniger greifen, ein wichtiger Hinweis: Bei Naturstein, Holzdielen und verfugten Flächen kann der harte Wasserstrahl mehr Schaden anrichten als nutzen. Fugen werden ausgespült, Holzfasern aufgeraut und empfindliche Steinoberflächen beschädigt.

Die schonendere Alternative: Verwenden Sie eine Mischung aus warmem Wasser und Soda. Etwa drei Esslöffel Soda auf einen Eimer warmes Wasser, damit einweichen lassen und dann mit einer harten Bürste schrubben. Gegen Moos und Grünbelag hilft auch unverdünnter Essig, den Sie auf die betroffenen Stellen auftragen und einwirken lassen. Anschließend gründlich abspülen. Bei Holzterrassen empfiehlt sich nach der Reinigung eine Behandlung mit Terrassenöl, um das Holz vor der Witterung zu schützen.

Auch die Gartenmöbel sollten jetzt aus dem Winterquartier geholt und aufgefrischt werden. Kunststoffmöbel reinigen Sie am besten mit Allzweckreiniger und einem Schwamm. Bei hartnäckigen Verfärbungen hilft eine Paste aus Backpulver und Wasser, die Sie einreiben und kurz einwirken lassen. Holzmöbel freuen sich nach der Reinigung über eine frische Lasur oder Ölung.

Drinnen gründlich: Raum für Raum zum Frühlingsglück
Beim Frühjahrsputz in den eigenen vier Wänden empfiehlt sich ein systematisches Vorgehen. Arbeiten Sie am besten von oben nach unten und von hinten nach vorne. Beginnen Sie mit den Deckenleuchten und Lampen, die über den Winter erstaunlich viel Staub angesammelt haben. Eine verschmutzte Lampe kann bis zu 30 Prozent weniger Licht abgeben – nach der Reinigung werden Sie den Unterschied sofort merken.

Heizkörper sind ebenfalls echte Staubfänger und werden beim normalen Putzen oft stiefmütterlich behandelt. Mit einem langen, schmalen Heizkörperpinsel oder einem feuchten Tuch, das Sie mit einem Lineal zwischen die Lamellen schieben, kommen Sie auch in die Zwischenräume. Saubere Heizkörper heizen übrigens effizienter, weil die Wärme besser abgestrahlt werden kann.

In der Küche verdienen Backofen und Dunstabzugshaube besondere Aufmerksamkeit. Den Backofen reinigen Sie am besten mit einer Paste aus Backpulver und Wasser: dick auftragen, über Nacht einwirken lassen und am nächsten Morgen feucht abwischen. Der Fettfilter der Dunstabzugshaube kommt in ein heißes Sodabad – eine halbe Stunde einweichen und das Fett löst sich fast von allein.



Im Badezimmer sind Kalkflecken an Armaturen und Fliesen der Hauptgegner. Hier leistet Zitronensäure hervorragende Dienste. Lösen Sie zwei bis drei Esslöffel in einem Liter warmem Wasser auf und wischen Sie damit Armaturen, Duschkabine und Fliesen ab. Bei hartnäckigen Ablagerungen können Sie die Lösung auch direkt auftragen und einwirken lassen. Vorsicht ist allerdings bei Marmor und Naturstein geboten – die vertragen keine Säure.

Was fast jeder vergisst: Die versteckten Schmutzecken
Es gibt einige Stellen im Haushalt, die beim Frühjahrsputz regelmäßig übersehen werden – dabei hätten sie es am nötigsten. Ganz oben auf der Liste stehen Lichtschalter und Türklinken. Sie werden täglich dutzendfach angefasst und sind wahre Keimschleudern. Ein feuchtes Tuch mit etwas Allzweckreiniger reicht, um sie wieder hygienisch sauber zu bekommen.

Auch die Waschmaschine selbst braucht hin und wieder eine Reinigung. Lassen Sie einmal im Monat einen leeren Waschgang bei 90 Grad mit etwas Zitronensäure oder Natron laufen. Das löst Kalk, Seifenreste und verhindert unangenehme Gerüche. Vergessen Sie dabei nicht, die Gummidichtung der Tür und das Waschmittelfach zu reinigen – hier bildet sich besonders gern Schimmel.

Matratzen werden beim Putzen fast immer vergessen. Dabei verbringen wir rund ein Drittel unseres Lebens im Bett. Saugen Sie die Matratze gründlich ab und lüften Sie sie bei geöffnetem Fenster. Bei Flecken hilft eine Mischung aus Natron und Wasser, die Sie auftragen, trocknen lassen und dann absaugen. Natron neutralisiert zusätzlich Gerüche.

Weitere oft vergessene Stellen: Die Fernbedienung, Computertatstaturen, der Bereich hinter dem Kühlschrank (wo sich Staub auf den Lüftungsgittern sammelt und die Effizienz mindert), Gardinen und Vorhänge sowie die Innenseiten von Schränken und Schubladen. Räumen Sie diese einmal komplett aus, wischen Sie sie feucht durch und sortieren Sie beim Einräumen gleich aus, was Sie nicht mehr brauchen.

Im Garten: Jetzt die Weichen für den Sommer stellen
Der Frühjahrsputz beschränkt sich nicht auf das Haus. Auch im Garten gibt es jetzt jede Menge zu tun. Befreien Sie als Erstes die Beete von altem Laub und abgestorbenen Pflanzenresten. Der Kompost freut sich darüber, und die Pflanzen bekommen wieder Luft und Licht. Aber Achtung: Warten Sie mit dem Rückschnitt von Stauden und Gräsern, bis keine starken Fröste mehr zu erwarten sind.

Die Regenrinnen und Fallrohre sollten Sie jetzt unbedingt kontrollieren und reinigen. Über den Herbst und Winter sammelt sich dort Laub, und verstopfte Rinnen können bei Starkregen zu Wasserschäden an der Fassade führen. Eine Dachrinnenreinigung gehört zu den Aufgaben, die man leicht vergisst, die aber große Auswirkungen haben können. Achten Sie bei dieser Gelegenheit auch auf beschädigte oder lockere Stellen.

Kontrollieren Sie außerdem Ihre Gartenwerkzeuge. Rostige Scheren und stumpfe Spaten machen die Gartenarbeit unnötig mühsam. Reinigen Sie die Werkzeuge, schleifen Sie Klingen nach und ölen Sie bewegliche Teile. Ein guter Tipp: Füllen Sie einen Eimer mit Sand und mischen Sie etwas Pflanzenöl darunter. Wenn Sie Spaten und Schaufeln mehrfach in diesen Sand stechen, werden sie gereinigt und gleichzeitig gegen Rost geschützt.

Auch den Außenwasserhahn und die Bewässerungsleitungen sollten Sie jetzt überprüfen. Drehen Sie das Wasser vorsichtig auf und kontrollieren Sie alle Anschlüsse auf Frostschäden. Kaputter Gartenschlauch? Bevor Sie einen neuen kaufen, prüfen Sie, ob eine günstige Schlauchreparaturkupplung das Problem lösen kann.

Die ultimative Checkliste: So vergessen Sie nichts
Damit beim Frühjahrsputz nichts untergeht, hier die wichtigsten Aufgaben auf einen Blick. Für drinnen: Fenster und Rahmen putzen, Lampen und Deckenleuchten reinigen, Heizkörper entstauben, Backofen und Dunstabzugshaube entfetten, Kühlschrank abtauen und reinigen, Matratzen absaugen und lüften, Gardinen waschen, Schränke auswischen und ausmisten, Lichtschalter und Türklinken desinfizieren, Waschmaschine reinigen und hinter dem Kühlschrank saugen.

Für draußen: Terrasse und Balkon von Moos und Schmutz befreien, Gartenmöbel reinigen und pflegen, Regenrinnen kontrollieren, Gartenwerkzeug warten, Beete aufräumen, Außenwasserhahn prüfen und Grillrost reinigen.

Am besten verteilen Sie die Aufgaben auf mehrere Wochenenden, statt alles an einem Tag erledigen zu wollen. So bleibt der Frühjahrsputz machbar und macht sogar ein bisschen Spaß. Und das Beste: Wenn alles erledigt ist, können Sie den Frühling in vollen Zügen genießen – in einem blitzsauberen Zuhause mit einer einladenden Terrasse. (Red)


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