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Nachricht vom 08.03.2026    

Hallen-DM in Düsseldorf: Senioren-Leichtathlet Adorf erreicht zwei Podestplätze

Geglückte Generalprobe: Senioren-Leichtathlet Friedhelm Adorf aus Heupelzen kann sich in den kommenden drei Wochen auf die Hallen-EM in Torun (Polen) vorbereiten. Von der DM in Düsseldorf brachte er einen Titel und einen zweiten Platz mit nach Hause in den Westerwald, obwohl er immer noch mit den Nachwehen eines Bänderrisses im linken Oberschenkel zu tun hat.

Das Siegerpodest nach dem 200-Meter-Lauf (von links): Friedhelm Adorf, Ulrich Becker und Werner Wetzel. (Foto: privat)

Düsseldorf/Heupelzen. Die Erfolgsbilanz von Senioren-Leichtathlet Friedhelm Adorf (Heupelzen) bei Deutschen Meisterschaften ist am Wochenende (6. bis 8. März) um ein weiteres Kapitel ergänzt worden. Bei den Hallenmeisterschaften in Düsseldorf freute sich der Sprinter der Klasse M 80 über seinen 31. Titel, dem sich noch ein zweiter Rang (20. Silbermedaille) anschloss. Über 400 Meter war der 82-Jährige in 85,53 Sekunden (seine deutsche Bestleistung liegt bei 72,24 Sekunden!) nicht zu schlagen und verwies Werner Wetzel (DJK Käfertal-Waldhof/87,47) und Herbert Brück (LA TuS Mayen/92,13) auf die Plätze. Über 200 kam er in 33,62 Sekunden als Zweiter hinter Ulrich Becker (ESV Lok Potsdam/32,75 Sekunden) und vor Wetzel (34,86) ins Ziel. Nicht angetreten auf Anraten seiner Ärztin war Adorf, der für die Neuwieder LG Rhein-Wied/ASG Altenkirchen startet, im kurzen Sprint über 60 Meter, da er nach wie vor an den Nachwehen eines Bänderrisses im linken Oberschenkel laboriert. So gesehen war er zufrieden mit den Resultaten, die ihn bestärkten, den Fokus nun ganz auf die kontinentalen Titelkämpfe unterm Hallendach im polnischen Torun (27. März bis 2. April) zu legen. Gemeldet sei er bereits für die Wettbewerbe über 60, 200 und 400 Meter, sagte Adorf, „auch die Staffeln will ich laufen, wenn ich nominiert werde.“ Von Hause aus sei er grundsätzlich so gut, dass er in diese Teams reinkomme. Diesen Plan im Kopf habend, weiß er aber auch, dass die zurückliegenden Wochen in Sachen Training wenig bis gar nicht optimal verlaufen sind. „In guter Form bin ich nicht, ich habe einen großen Rückstand“, schränkte er mit Blick auf den ersten Saisonhöhepunkt ein.



Dreharbeiten auch abgeschlossen
In Düsseldorf hatte er über 200 Meter versucht, „bei 170 Meter noch eine Schippe drauf zulegen“, sein Körper (mit einer Schmerztablette ausgestattet) habe ihm jedoch gesagt, es sei genug, „somit bin ich mit 97 Prozent ins Ziel gekommen und auch nicht verbissen gelaufen“. Die Zeit sei miserabel gewesen genauso wie die über 400 Meter. Über allem stand jedoch die Erkenntnis, die Adorf so zusammenfasste: „Alles heil geblieben!“ Über die lange Distanz seien die Schmerzen auszuhalten gewesen, „die Konkurrenz war nicht so stark und zahlreich. Somit hatte ich leichtes Spiel“, blickte er zurück. Parallel wurden in Düsseldorf die Dreharbeiten für einen Teil der ARD-Serie „Wissen – Mein Körper“ abgeschlossen, in dem Adorf ein signifikanter Part ob seines Alters und seiner enormen Leistungsfähigkeit zufällt. „Dem Sendetermin Ende April sollte nun nichts mehr im Wege stehen“, meinte er. Später im Jahr wird es dann exotisch: Daegu in Südkorea ist vom 22. August bis 3. September Schauplatz der Freiluft-WM (World Masters) für Athleten, die 35 Jahre und älter sind. Erwartet werden 11.000 Akteure aus über 90 Ländern in der viertgrößten Stadt des Landes, die rund 2,5 Millionen Einwohner hat und 240 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Seoul liegt. (vh)


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