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Nachricht vom 13.03.2026    

Spannung in der "SWR-Wahlarena": Spitzenkandidaten im Schlagabtausch

In Mainz trafen sich die sieben Spitzenkandidaten zur "Wahlarena" des SWR, um zehn Tage vor der Landtagswahl ihre Positionen zu präsentieren und um Stimmen zu werben. Die Debatte wurde hitzig und kontrovers, als Themen wie Krankenhaussterben, Bildung und Pflege diskutiert wurden.

SWR-Sendung "Rheinland-Pfalz wählt - die Wahlarena" (Foto: Andreas Arnold/dpa)

Mainz. Als die sieben Spitzenkandidaten die "Wahlarena" betreten, ist die neue Umfrage zur Sonntagsfrage noch ganz frisch. Klar wird: In den verbleibenden Tagen bis zur Landtagswahl müssen alle um Stimmen kämpfen. Die Live-Sendung dauerte gut zwei Stunden und behandelte Themen wie Medizinstudienplätze, Industriearbeitsplätze, Förderschulen, Spritpreise, Wahlalter, Straßenausbaubeiträge und Wohnen. Neben den Moderatoren Sascha Becker und Daniela Schick stellten auch Bürger Fragen.

Mögliche Koalition?
Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) und sein Herausforderer Gordon Schnieder (CDU) sprachen sich als "Herr Kollege" an und wirkten streckenweise wie künftige Koalitionäre. In der Diskussion um einen umstrittenen Sonderurlaub für eine Landesbeamtin, die Krankenhauslandschaft, Bildung und kommunale Finanzen zeigte sich Schnieder angriffslustig. Laut einer kurz vor der Sendung veröffentlichten ARD-Vorwahlumfrage von infratest liefern sich CDU und SPD (29 zu 28 Prozent) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Eine schwarz-rote oder rot-schwarze Koalition scheint derzeit am wahrscheinlichsten nach der Wahl am 22. März.

Schweitzer trat als erfahrener Regierungschef auf und zeigte sich humorvoll. Auf die Frage, was ihm Mut mache, antwortete er: "Ich finde, dass wir das beste Bundesland der Welt sind." Zwei Bürgern, die von einer überlasteten Förderschule und der Ungewissheit eines Pflegeplatzes berichteten, versprach er, sich persönlich zu kümmern. In der Debatte um die gescheiterte Ansiedlung eines Unternehmens für Batteriespeicher in der Westpfalz sagte er: "Mein Vorschlag ist, dass wir uns alle unterhaken. Es geht um den Industriestandort Deutschland."



AfD in der Kritik
Ein hitziger Teil der Sendung war die Diskussion um die AfD. Als ein syrischer Flüchtling im Publikum davon berichtete, wie sehr er und sein Sohn unter Hass leiden, warf Schweitzer dem AfD-Landeschef Jan Bollinger "Heuchelei" vor. Schnieder kritisierte Bollingers Argumentation scharf: "Sie sollten sich schämen!" Bollinger konterte und nannte Schnieder einen "lächerlichen Versager". In der Umfrage liegt die AfD bei 19 Prozent.

Die Grüne-Spitzenkandidatin Katrin Eder warf Bollinger vor, das Land spalten zu wollen, und betonte: "Die erneuerbaren Energien retten das Klima, und das werden wir uns von einer großen Koalition nicht kaputt machen lassen." Ihre Partei kommt in der Umfrage auf 8 Prozent.

Fünf-Prozent-Hürde

Der Spitzenkandidat der Freien Wähler, Joachim Streit, der um den Wiedereinzug seiner Partei bangen muss (Umfrage 4,5 Prozent), setzte Spitzen gegen die SPD-Regierung und lobte die Ehrenamtler. Daniela Schmitt von der FDP vertrat kämpferisch ihre Positionen für Unternehmertum, obwohl ihre Partei laut Umfragen keine Chance mehr hat, in den Landtag einzuziehen. Rebecca Ruppert von den Linken, die erstmals in den Landtag einziehen könnten (Umfrage 5 Prozent), fiel mit prägnanten Positionen sowie Kritik an der AfD auf. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Landtagswahl 2026   Politik & Wahlen  
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