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Pressemitteilung vom 14.03.2026    

Vokalmusik der Passion: Konzert „...vom Ende der Nacht ...“ in der Abteikirche

ANZEIGE | Ein besonderes Konzert prägt den Passionssonntag, 22. März 2026, in der Abteikirche Kloster Marienstatt. Das Vokalensemble OPELLA NOVA präsentiert um 15.15 Uhr ein Programm mit geistlicher Musik und literarischen Texten. Werke verschiedener Epochen verbinden musikalische Tradition mit nachdenklicher Auseinandersetzung mit der Passionszeit.

OPELLA NOVA (Fotoquelle: Frater Gregor Brandt)

Kloster Marienstatt. In der Abteikirche steht der Passionssonntag ganz im Zeichen geistlicher Vokalmusik. Das Ensemble OPELLA NOVA präsentiert das Konzertprogramm "...vom Ende der Nacht ...", das musikalische Werke und literarische Texte aus verschiedenen Jahrhunderten miteinander verbindet. Die Aufführung stellt die Passionszeit und ihre inhaltliche Tiefe in den Mittelpunkt.

Mitwirkende des Ensembles sind Vera Straetmanns aus Dortmund als Sopran, Susanne Riediger aus Dortmund als Mezzosopran, Beate Jordan aus Dortmund als Alt, Adrian Kroneberger aus Bochum als Tenor sowie Stefan Wolf aus Düsseldorf als Bass. Der Kostenbeitrag beträgt 16,- €, ermäßigt 14,- €. Für Kinder unter 14 Jahren ist der Eintritt frei.

Musikalische Werke aus mehreren Jahrhunderten
Das Programm beginnt mit einem Werk von Heinrich Schütz aus den Jahren 1585 bis 1672 mit dem Titel "Herr, auf dich traue ich". Der Text basiert auf Psalm 31 und greift zentrale Motive der Bitte um Schutz und Vertrauen auf. Darauf folgt der Text "Ich lese es heraus aus deinem Wort" von Rainer Maria Rilke aus den Jahren 1875 bis 1926.

Ein Choral mit dem Titel "Da Jesus an dem Kreuze stund", Satz von Johannes Eccard aus den Jahren 1553 bis 1611, verbindet anschließend die musikalischen Abschnitte. Die ersten beiden Strophen bilden dabei einen Teil des thematischen Rahmens des Konzerts.

Mit der Komposition "Remember not, Lord, our offences" von Henry Purcell aus den Jahren 1659 bis 1695 folgt ein weiteres geistliches Werk. Inhaltlich richtet sich das Stück an die Bitte um Vergebung und Barmherzigkeit. Ergänzt wird dieser Teil durch den literarischen Text "Auff den andern Ostertag" von Andreas Gryphius aus den Jahren 1616 bis 1664.

Klagegesänge und Motive der Passion
Ein zentraler Abschnitt des Konzerts widmet sich den "Lamentationes I" von Thomas Tallis aus den Jahren um 1505 bis 1585. Die Vertonung greift die Klage Jeremias auf und beschreibt die Verlassenheit der Stadt Jerusalem. Der biblische Text schildert Trauer, Verlust und die Suche nach Trost.

Es folgt der Text "Fragen und Antworten" von Erich Fried aus den Jahren 1921 bis 1988. Danach erklingt die Komposition "Tristis est anima mea" von Johann Kuhnau aus den Jahren 1660 bis 1722, die sich auf Worte aus dem Matthäusevangelium bezieht.

Ein weiterer Abschnitt greift erneut den Choral "Da Jesus an dem Kreuze stund" auf. In diesem Teil werden die Strophen drei und vier des Chorals gesungen.

Darauf folgt das Werk "O Traurigkeit, o Herzeleid" von Heinrich von Herzogenberg aus den Jahren 1843 bis 1900. Inhaltlich beschäftigt sich das Stück mit der Trauer über den Tod Jesu und der Erinnerung an die Bedeutung des Geschehens.

Choräle, Texte und dramatische Szenen
Der Choral "Da Jesus an dem Kreuze stund" wird im weiteren Verlauf erneut aufgegriffen, diesmal mit den Strophen fünf und sechs. Ergänzt wird dieser Teil durch den Text "Seht da der Mensch!" von Andreas Knapp, geboren 1958.

Eine dramatische Darstellung der Passionsgeschichte folgt mit dem Werk "Ecce homo" von Guillaume Bouzignac aus den Jahren um 1587 bis etwa 1665. Der Text greift Szenen aus der biblischen Verurteilung Jesu auf und stellt die Reaktionen der Menschen dar.



Darauf folgt die Komposition "Tenebrae factae sunt" von Giovanni Pierluigi da Palestrina aus den Jahren um 1525 bis 1594. Das Werk beschreibt die Dunkelheit während der Kreuzigung Jesu sowie dessen letzte Worte.

Mit "Ha! Plange!" von Guillaume Bouzignac wird anschließend ein weiteres klagendes Werk präsentiert. Der Text thematisiert die Trauer über das Leiden Jesu und die Erschütterung der gesamten Schöpfung.

Musik und Texte zwischen Trauer und Hoffnung
Der Text "des höchsten Niederkunft" von Andreas Knapp bildet den Übergang zu einem Spiritual mit dem Titel "Where you there, when they crucified my Lord?". Das Spiritual stellt Fragen nach der persönlichen Beteiligung am Geschehen der Kreuzigung.

Der Choral "Da Jesus an dem Kreuze stund" wird anschließend mit den Strophen sieben bis neun erneut aufgegriffen. Die Vertonung stammt ebenfalls von Johannes Eccard.

Mit dem Text "Gott genug" von Huub Oosterhuis, geboren 1933, sowie der Komposition "Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten" von Andreas Hammerschmidt aus den Jahren 1611 bis 1675 wendet sich das Programm der Hoffnung und dem Ausblick auf Trost zu.

Ergänzt wird dieser Teil durch den Text "Auferstehung" von Marie Luise Kaschnitz aus den Jahren 1901 bis 1974. Danach erklingen die beiden Teile "Agnus Dei I und II" von Giovanni Pierluigi da Palestrina.

Den Abschluss bildet der Text "Eingang" von Clemens Brentano aus den Jahren 1778 bis 1842 sowie die Motette "Also hat Gott die Welt geliebt" von Heinrich Schütz. Der Text basiert auf dem biblischen Vers 1. Joh 4,9.

Mitwirkende Sängerinnen und Sänger
Die Sopranistin Vera Straetmanns ist in verschiedenen Chören und Ensembles aktiv und engagiert sich unter anderem im Dortmunder Bachchor. Außerdem sang sie im Kammerchor der Universität Dortmund sowie bei den "Jungen Vokalisten Dortmund". Zudem ist sie Mitglied des bundesweit tätigen Kammerchors "Con Amore".

Susanne Riediger studierte Gesang und Querflöte am Institut für Musik und Musikwissenschaft der Universität Dortmund. Sie arbeitet seitdem als freiberufliche Sängerin und konzertiert in unterschiedlichen Formationen, darunter "VoxArt Vocal Trio" und "Cologne Voices". Zusätzlich ist sie als Chorleiterin tätig.

Beate Jordan erhielt Gesangsunterricht bei Prof. Leisenheimer sowie bei Angela Meyer. Sie studierte Musiklehramt mit Hauptfach Gesang an der Universität Dortmund und beschäftigte sich parallel mit Alter Musik. Regelmäßige solistische Auftritte prägen ihre Konzerttätigkeit.

Der Tenor Adrian Kroneberger wurde in Rüdesheim/Rhein geboren und studierte Gesang an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Seit Abschluss seines Studiums ist er an verschiedenen Theatern im deutschsprachigen Raum engagiert. Im Konzertbereich arbeitet er mit einem Repertoire von Monteverdi bis zu zeitgenössischen Komponisten.

Das Konzert "...vom Ende der Nacht ..." verbindet musikalische Werke, Choräle und literarische Texte zu einer umfassenden Darstellung der Passionszeit. Das Programm führt von Klage und Trauer über die Kreuzigung bis hin zu Hoffnung und Auferstehung. (PM/bearbeitet durch Red)


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