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Nachricht vom 14.03.2026    

Kreisfeuerwehrverband Westerwald hatte zur 50. Delegiertenversammlung nach Herschbach/Oww eingeladen

Von Wolfgang Rabsch

Die 50. Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbands Westerwald fand in Herschbach statt. Vertreter der Feuerwehren sowie zahlreiche Ehrengäste kamen zusammen, um über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und die Zukunft der Feuerwehren im Westerwaldkreis zu beraten.

Landrat Achim Schwickert bei seinem Grußwort. (alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Herschbach. Der Kreisfeuerwehrverband (KFV) Westerwald und die Ortsgemeinde Herschbach im Oberwesterwald konnten gestern (13. März) ein rundes Jubiläum begehen: Zum 50. Mal richtete die Ortsgemeinde Herschbach die Delegiertenversammlung des KFV Westerwald in der Mehrzweckhalle von Herschbach aus. Das war zwar ein erfreulicher Anlass, doch groß gefeiert wurde dieses Jubiläum nicht, denn die Feuerwehren im Westerwald, aber auch im ganzen Land, stehen unter großem Druck, sich den ständig wachsenden Herausforderungen zu stellen.

Michael Itzeck, Vorsitzender des KFV Westerwald, konnte insgesamt 96 Delegierte begrüßen, darüber hinaus einige Ehrengäste, unter anderem Landes- und Kommunalpolitiker und selbstverständlich Vertreter des Landesfeuerwehrverbands (LFV) sowie Wehrleiter und Wehrführer aus den Teileinheiten der Feuerwehren im Westerwald.

Landrat Schwickert kam nicht mit leeren Händen
Anschließend wurde der verstorbenen Feuerwehrkameraden gedacht, als ein Trompeter "Ich hatt' einen Kameraden" spielte. Das ist immer wieder ein berührender und sehr emotionaler Augenblick, der bei vielen Floriansjüngern Gänsehaut erzeugt. Es folgten einige Grußworte, allen voran Achim Schwickert, Landrat des Westerwaldkreises, der wie immer klare Worte zu aktuellen Themen fand. Der Ton in der Gesellschaft sei insgesamt rauer geworden, davon sei auch die Blaulichtfamilie betroffen. Der Aufgabenbereich der Feuerwehren würde ständig erweitert, sodass die Einheiten auch zu Einsätzen angefordert werden, die nicht unbedingt notwendig wären. Ein weiteres Manko wäre der Umstand, dass es im Westerwald praktisch keine Schutzräume (Bunker) gäbe. Am Ende überreichte der Landrat einen Briefumschlag an Michael Itzeck, in dem sich sehr wahrscheinlich ein Scheck befand, dessen Betrag angesichts der knappen Haushaltskassen hoffentlich nicht zu knapp bemessen war.

Nach den Grußworten des Bundestagsabgeordneten Harald Orthey, Andreas Wolters, Ortsbürgermeister von Herschbach, und Andreas Kegler von der Feuerwehr Herschbach ging es weiter mit dem Rechenschaftsbericht von Michael Itzeck.

"Im vergangenen Jahr nahmen der Vorsitzende und die Stellvertreter an 183 Terminen teil. Der Anlass waren Jubiläen, Fahrzeugübergaben, Gerätehauseinweihungen, Sitzungen, Weiterbildungen, Veranstaltungen des KFV WW und Besprechungen/Beteiligungen an Arbeitskreisen auf Ebene des LFV RLP", so Itzeck. Personell und technisch wären die Feuerwehren im Westerwald relativ gut aufgestellt, man müsse aber immer am Ball bleiben, um das Niveau zu halten. Er dankte allen Mitgliedern der Feuerwehren, die mit großem Engagement ehrenamtlich viele Hilfseinsätze für die Gesellschaft erbringen würden.



Jugendfeuerwehr im Westerwald ist gut aufgestellt
Erfreuliche Zahlen konnte Thomas Krekel, Kreisjugendfeuerwehrwart des KFV WW, vermelden: Zum 31. Dezember 2025 gehörten insgesamt 95 Jugendfeuerwehren mit 1091 Jugendlichen den FF-Einheiten im WW an. Darunter waren 789 Jungen und 302 Mädchen. 2025 gehörten 37 Kinderfeuerwehren, früher Bambinis genannt, mit 566 Kindern den Teileinheiten an. Nicht ohne Stolz konnte Krekel verkünden, dass der Kreisjugendfeuerwehr Westerwald 1657 Jugendliche angehören und damit der größte Jugendfeuerwehrverband in Rheinland-Pfalz ist. Als großen Erfolg wertete Krekel auch die Tatsache, dass 2025 insgesamt 67 Jugendliche der Jugendfeuerwehren in die Einsatzabteilungen übernommen werden konnten.

Dann beschlossen die Delegierten, dass die Geschicklichkeitsfahrten der Feuerwehren 2026 von der FF Unnau und 2027 von der FF Liebenscheid ausgerichtet werden. Die Abnahme der Feuerwehrleistungsabzeichen wurde für 2026 an die FF Berzahn und für 2027 an die FF Nistertal vergeben. Einstimmig erfolgte ebenfalls die Genehmigung des Haushalts 2025 und die Haushaltsplanung für 2027. Willi Drescher, Ehrenvorsitzender des KFV, erstattete den Bericht der Kassenprüfer und bescheinigte eine ordnungsgemäße Buchhaltung. Einstimmig wurde den Kassierern und dem KFV-Vorstand Entlastung erteilt. Des Weiteren wurden Lea Fiona Müller und Carolin Flügel einstimmig zu Beisitzern im KFV WW gewählt.

Bernd Dillbahner schilderte als Vertreter des LFV RLP die aktuelle Situation zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge des LFV und KFV an den Deutschen Feuerwehrverband (DFV), der unter enormen Kostensteigerungen steht und versucht, bei den Verbänden LFV RLP und KFV WW durch Erhöhung der Mitgliedsbeiträge Gelder zu generieren. Händeringend würden Sponsoren gesucht, die bereit sind, die Verbände zu unterstützen. Auch an die anwesenden Politiker richtete Dillbahner den Appell, auf politischer Ebene die Verbände zu unterstützen.

Markus Göbel erhielt hohe Auszeichnung
Markus Göbel von der FF Girkenroth durfte sich über die Verleihung des "Deutschen Feuerwehr-Kreuzes" freuen, die zweithöchste Auszeichnung der deutschen Feuerwehr. Robin Sartor wurde zum Fachbereichsleiter Motorsäge ernannt und trat damit offiziell die Nachfolge von Ralf Felix Kaspe an. Zu guter Letzt wurde über die Vergabe der Delegiertenversammlung für 2027 abgestimmt. Es kam zu keiner Kampfabstimmung, denn, oh Wunder, einstimmig wurde zum 51. Mal Herschbach als Austragungsort festgelegt.


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