Pressemitteilung vom 14.03.2026 
Siegen: Praxisnahe Notfallübungen für Pflege-Azubis im Seniorenheim
Im Sophienheim in Siegen bereiten sich angehende Pflegekräfte auf den Ernstfall vor. Unter Anleitung von Praxisanleitern und dem DRK-Rettungsdienst lernen sie den Umgang mit realitätsnahen Notfallszenarien.
Siegen. Was zunächst dramatisch klingt, ist glücklicherweise nur eine Übung. Im Siegener Sophienheim haben rund 40 Pflegeschüler der Diakonischen Altenhilfe Siegerland erstmals die Gelegenheit, in verschiedenen Gruppen wichtige Abläufe und das richtige Verhalten in geheim gehaltenen Notfallszenarien zu trainieren. Unterstützt werden sie dabei von Praxisanleitern und Einsatztrainern des DRK-Rettungsdienstes Siegen-Wittgenstein.
Auch drei Azubis des DRK sind involviert und lernen die Notfallsituationen aus der Perspektive der Leitstelle kennen. "Situationen wie diese sind nicht planbar, können in einem Pflegeheim aber jederzeit passieren", erklärt Ralf Damjancic, koordinierender Praxisanleiter bei der Diakonischen Altenhilfe Siegerland.
Klare Kommunikation ist gefragt
Nach einigen Minuten trifft der Rettungsdienst ein. In diesem Moment ist klare Kommunikation entscheidend, da jede Minute auf dem Weg ins Krankenhaus zählt. Eileen Meiswinkel, die Pflegeschülerin im Fallbeispiel, übergibt den Notfallsanitätern alle relevanten Informationen und den Pflegeüberleitungsbogen. Dieses Dokument ist essenziell, um Informationsverluste zu vermeiden und eine lückenlose Versorgung zwischen Pflegeheim, Rettungsdienst und Krankenhaus sicherzustellen, betont Einsatztrainer Thomas van Werth.
Ein Sturz im Treppenhaus
Ein weiteres Szenario an diesem Tag betrifft den Sturz einer Bewohnerin im Treppenhaus. Azubi Xuan Da Dang findet die 84-jährige Frau Ernst in hilfloser Lage vor. Angeleitet von Einsatztrainerin Nicola Schäfer, durchläuft die Gruppe die festgelegten Abläufe zur Erstversorgung. Xuan Da Dang hat alle notwendigen Maßnahmen ergriffen und die Übergabe an den Rettungsdienst vorbereitet.
Notfalltraining für den Alltag
Der Lehrgangstag endet mit weiteren praktischen Übungen, darunter das Versorgen einer klaffenden Wunde und das Anlegen eines Kopfverbandes. Der Tag beginnt mit einem theoretischen Teil und endet am späten Nachmittag mit positivem Feedback der Teilnehmer. Ralf Damjancic und Viktoria Steiner ziehen ein positives Fazit und planen Wiederholungen des Workshops. Einrichtungsleiter Pasquale Sting kündigt an, dass die Türen des Sophienheims dafür gerne offenstehen. (PM/Red)
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