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Nachricht vom 14.03.2026    

Ministerpräsident Schweitzer startet neue Abfüllanlage in innovativer Westerwald-Brauerei

Von Helmi Tischler-Venter

Für die Einweihung der neuen Abfüllanlage hatte sich die Geschäftsführung der Westerwald-Brauerei zwei besondere Gäste nach Hachenburg eingeladen: Ministerpräsident Alexander Schweitzer und der neunzigjährige ehemalige Brauereimitarbeiter Horst Schäfer drückten gemeinsam den Startknopf, der die Anlage zum Laufen brachte.

Ministerpräsident Alexander Schweitzer startet mit Horst Schäfer die neue Anlage. Fotos: Wolfgang Tischleer

Hachenburg. Nach der Vorstellung seiner Führungskräfte, gab Brauereichef und Inhaber Jens Geimer dem Ministerpräsidenten eine Schnellführung durch die Erlebnisbrauerei, vom Laden durch das alte Kesselhaus, treppauf und treppab und um viele Ecken, an personalisierten Kronkorken und informativen Bildschirmen vorbei, mit einem schnellen Blick auf die Firmengeschichte und die Entwicklung der Marke mit großer Bandbreite von Bieren bis zu alkoholfreien Getränken und Wasser. Bei der Vorstellung der Region Westerwald bestätigte Schweitzer, dass nach seiner Erfahrung der Heimatgedanke wichtig sei und Akzeptanz bewirke. Voluminöse silberne Edelstahlzylinder wie der Hachenburger Whirlpool oder die Maischepfanne, der Aromahopfentresor und die CO2-Tanks, die „Hall of Fame“ mit Urkunden und Preisen, die Lager- und Palettierhalle sowie der Biersafe lagen auf der Wegstrecke zur Abfüllhalle, in der Hunderte von Menschen bereits warteten.

Jens Geimer betonte, der Ministerpräsident weihe eine Anlage ein, die dafür sorgt, dass Menschen gesellig zusammenkommen. Er hoffe, dass die Welt durch das Zusammensein mit „Hachenburger“ mit und ohne Alkohol ein wenig besser werde.

Der Besuch des Ministerpräsidenten sei der Garant dafür, dass alles termingerecht fertig ist. Geimer dankte den anwesenden Politikern für die gute und unbürokratische Zusammenarbeit. Er freute sich über die Anwesenheit seiner Familie und der seines Vorgängers Schneider, seiner Mitarbeitenden mit Kind und Kegel, der Pensionäre, die die Grundlage des Unternehmens bildeten, und der an der Fertigstellung beteiligten Firmen, die aus der Region stammen und eigenständig miteinander arbeiteten.

Beim Blick auf den Markt stellte Geimer fest, dass seit 35 Jahren kontinuierlich weniger Bier getrunken wird. Das haben die Bürger selbst entschieden, weil sich Gewohnheiten geändert haben. Daher muss die Westerwald-Brauerei überlegen, wie die Zukunft laufen soll. Sie setzt auf alkoholfreie Getränke und auf Menschen, denn „Menschen machen eine Brauerei am Ende des Tages aus: Mitarbeitende und Kunden!“



Die neue Abfüllanlage wurde preiswert und praktikabel auf eine bestehende Fläche der alten Logistikhalle gebaut. Seinen kompetenten Mitarbeitern Maik Grün und Florian Wisser, die den Bau selbst geplant, umgesetzt und überwacht haben, dankte der Firmenchef speziell. Die Logistikabteilung hatte am meisten zu leiden, weil sie parallel arbeiten musste. Dem Land Rheinland-Pfalz dankte er für den finanziellen Zuschuss.

Alexander Schweitzer freute sich, er habe noch nie an so einem coolen Rednerpult gestanden, und lobte die Brauerei für ihre hervorragenden Produkte. „Wir in Rheinland-Pfalz können Wein und Bier und noch viel mehr. Ein Schluck Wein oder Bier gehört nach der Arbeit am Feierabend dazu“, betonte der Pfälzer. Es sei eine Besonderheit, dass ein mittelständisches Familienunternehmen investiert und in die Zukunft geht. Das stärke die Region, dafür sei er dankbar. Schweitzer erwähnte auch die vor wenigen Monaten verliehene Auszeichnung der Brauerei als starker Unternehmer. Damit wir in einem guten Land leben, müssten erfolgreiche Unternehmen gemeinsam fleißig sein und dabei das Feiern nicht vergessen.

Es wurde sehr feierlich, als von allen Seiten Musik einsetzte. Der MGV Brunken spielte „Highland Cathedral“, bevor der neunzigjährige Horst Schäfer, der vierzig Jahre lang an insgesamt drei Abfüllanlagen der Westerwald-Brauerei gearbeitet hatte, zusammen mit dem Ministerpräsidenten den roten Knopf drückte, der die Abfüllanlage in Gang setzte.
Mit dem Lied „Oh, du schöner Westerwald“ verabschiedeten die Musiker die Politiker. Mit Westerwälder Speisen und Getränken startete eine große Party, bei der die Musiker passende Hits spielten. htv


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