Kreuzung A 560/B 8 bei Hennef: 18 Monate Umbauzeit – Uckerath-Vorplanung vergeben
Die massiv in der Kritik stehenden geplanten Ortsumgehungen der B 8 westlich von Altenkirchen um Helmenzen, Weyerbusch und Kircheib herum stehen im Fokus, eine größere Baustelle im Zuge der Ost-West-Verbindung aber wird in wenigen Monaten schon für Verkehrsbehinderungen auf nordrhein-westfälichem Grund und Boden sorgen.
Hennef. Aufmerksame Menschen in und auf fahrbaren Untersätzen werden es längst bemerkt haben. An der Kreuzung der B 8 sowie dem Anfang und Ende der Autobahn 560 bei Hennef wurde kräftig Hand angelegt. Bäume, Sträucher &. Co auf Böschungen und sich daran anschließenden Ebenen sind Geschichte. Diese Vorarbeiten waren erforderlich, damit der Knoten ertüchtigt werden kann. Als Baubeginn wird der Herbst diesen Jahres angestrebt. Das ist geplant, wie die Stadt Hennef auf Anfrage des AK-Kuriers mitteilte: „Die Straße Wingenshof (Anm. der Redaktion: aus Fahrtrichtung Altenkirchen von links einmündend) soll von der Kapellenstraße bis zur A 560/B 8 ausgebaut werden. Da hier eine Vielzahl von weiteren Fahrspuren zu erstellen ist, ist im Baubereich der Stadtstraße ein kompletter Straßenneubau geplant. Die Ausbaulänge beträgt insgesamt rund 215 Meter. Die A 560 und B 8 sollen auf einer Gesamtlänge von rund 475 Meter im Zuge der Baumaßnahme ausgebaut werden. Auf der Autobahn A 560 ist eine Verbreiterung in Fahrtrichtung Uckerath auf einer Länge von rund 195 Meter geplant. Die Ausbaulänge resultiert aus der Länge der Abbiegespuren in Richtung L 333 einschließlich der erforderlichen Verziehungslängen. Die vorhandenen Fahrbahnbereiche werden im Zuge des Bauvorhabens erneuert.“
Noch keine Ausschreibungen
Das Baurecht wurde bereits geschaffen, derzeit wird die Ausführungsplanung erstellt. Das heißt, dass noch keine Ausschreibungen veröffentlicht, geschweige denn bereits Aufträge vergeben wurden. Sobald die Ausführungsplanung sowie die Verkehrsführung unter allen am Bau beteiligten Partnern abgestimmt und genehmigt ist, werden diese Unterlagen auf der Webseite der Stadt Hennef zugänglich gemacht. Die Bauzeit ist derzeit mit 18 Monaten angeben. Die Baukostenschätzung beläuft sich auf gesamt rund 5,4 Millionen Euro (netto), davon tragen die Autobahn GmbH rund 2,16 Millionen Euro, der Landesbetrieb Straßen.NRW rund 1,91 Millionen Euro und die Stadt Hennef rund 250.000 Euro. Die Restsumme entfällt auf den Aus- und Umbau der Straße „Wingenshof“.
Keine Auffahrt Richtung Köln
Im weiteren Verlauf der A 560 in Richtung Siegburg/Bonn ist es, so die Autobahn GmbH, voraussichtlich bis Ende April des Jahres 2027 nicht möglich, aus Richtung Altenkirchen kommend im Kreuz Bonn/Siegburg auf die A 3 in Richtung Köln aufzufahren. Eine Umleitung über die A-560-Anschlussstelle Siegburg sowie über die B 56 zur A-3-Anschlussstelle Lohmar ist mit blauen Tafeln (U 17) ausgeschildert. Die Autobahn GmbH lässt ein Bahn-Bauwerk - nachgelagert für den dritten Bauabschnitt (zwischen der Anschlussstelle Lohmar und dem Autobahnkreuz Bonn/Siegburg) der Gesamtmaßnahme „Grundhafte Erneuerung zwischen Köln-Heumar und Bad Honnef" - sanieren. Derzeit wird der vierte Bauabschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Bonn/Siegburg und der Anschlussstelle Siebengebirge bearbeitet.
Auftrag für Vorplanungen vergeben
Werfen wir noch kurz den Blick auf die geplante Ortsumgehung in Hennef-Uckerath: Nach zwei vergeblichen Ausschreibungen stellte sich der Erfolg ein. Der Landesbetrieb Straßen.NRW gab die erforderlichen Mittel für die Vorplanung der Ortsumgehung Hennef-Uckerath (B8n) frei. Somit kann die Bearbeitung auf Basis einer Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Landesbetrieb und der Stadt Hennef aus dem Jahr 2020 greifen. Der Auftrag zur Erstellung einer Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) sowie ergänzender umweltfachlicher Untersuchungen wurde an das Büro Froelich & Sporbeck GmbH (Bochum) vergeben. (vh)
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