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Nachricht vom 01.07.2012    

Solarpark Nauroth offiziell eingeweiht

Der Solarpark Nauroth versorgt die Orte Nauroth, Rosenheim, Elkenroth und Mörlen mit Strom. Ein sichtbares Zeichen der Energiewende sei entstanden, betonte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, die zur offiziellen Einweihung kam. Investiert wurden 18 Millionen Euro in den 12,5 Hektar großen Solarpark. Die Nennleistung liegt bei 805 Megawatt.

Zur offiziellen Einweihung des neuen Solarparks in Nauroth war auch Ministerin Eveline Lemke (vorne, rechts) in den Westerwald gekommen. Die offiziellen Gäste betonten die Bedeutung der Anlage als richtungsweisend für Zukunft. Foto: anna

Nauroth. Bisher assoziieren die meisten Bürger des Landkreises mit der Nennung des Ortsnamens gleichzeitig diesen als Standort der Kreismülldeponie. Dies könnte sich allerdings bald ändern, wenn sich einmal herumgesprochen hat, dass in Nauroth einer der zurzeit größten Solarparks im nördlichen Rheinland-Pfalz entstanden ist und somit das Westerwalddorf ein Begriff für saubere Energie wird.

Zur feierlichen Einweihung des Solarparks trafen sich die Beteiligten im örtlichen Bürgerhaus. Dort begrüßte der Ortsbürgermeister Wolfgang Klees die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, MdL Thorsten Wehner, Landrat Michael Lieber, VG-Bürgermeister Konrad Schwan, sowie die beiden Vertreter von Sybac Solar, Ferry Feist und Achim Nehrenberg.

Die Planungen für das Projekt, so Klees, reichten bis ins Jahr 1991 zurück. In den Jahren 2002 und 2003 habe die Gemeinde die Fläche von 14,5 Hektar, die teils in Besitz des Kreises und der Verbandsgemeinde war gekauft um dort Gewerbe anzusiedeln. Mehrere Gespräche mit möglichen Investoren seien gescheitert, auf Grund der schlechten DSL-Verbindung vom Standort aus.
In 2011 habe man dann von Sybac Solar das Angebot für einen Solarpark auf dem Gelände oberhalb des Ortes erhalten. Im April 2011 wurde der Vertrag unterzeichnet und am 1. September des vergangenen Jahres wurde mit dem Bau des Solarparks auf einer Fläche von 12,5 Hektar begonnen. Ende des Jahres 2011 ging das Projekt dann ans Netz. Mit dem dort erzeugten Strom könnten die Ortschaften Nauroth, Rosenheim, Elkenroth und Mörlen versorgt werden.
Die Ortsgemeinde profitiert durch eine Einmalzahlung des Unternehmens sowie von einer vernünftigen Pachtzahlung, wie es der Bürgermeister betonte. Außerdem hat Sybac Solar den Naurothern einen neuen Dorfplatz gespendet.

Ministerin Lemke erklärte in ihren Ausführungen, dass viele Bürger in der heutigen Zeit keine sichtbaren Erfolge der Politik sähen. Dieser Solarpark sei ein sichtbares Ergebnis der Energiewende. Ein Großteil der Bürger des Landes wolle die Energiewende und sei auch bereit mehr für Energie zu zahlen. Wichtig sei es, das die Energiewende vor Ort wirke und das Geld in der Region bleibe. Sie versprach sich selbst jederzeit für die Energiewende einzusetzen und sagte, dass sie sich freue diesen Solarpark mit einweihen zu dürfen.


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Feist (Vorstand Sybac Solar) sprach von einem guten und historischen Tag, an dem alle Anwesenden ein kleines Stück deutscher Energiewende miterleben könnten. Die Planung des Projektes habe etwa zwei bis drei Monate gedauert und das bei einer Investition von 18 Millionen Euro. Die Anlage bestehe aus mehr als 53.800 Modulen, vier Wechselrichtern und vier Trafos und erbringe eine Leistung von 805 Megawatt.
Feist lobte die kooperative Zusammenarbeit mit dem Ortsbürgermeister und dem Rat, sowie dem VG-Bürgermeister und dem Landrat. Im Landkreis Altenkirchen zeige man sich offen für regenerative Energien. Die Sybac Solar realisiert solche Projekte komplett aus einer Hand. Beginnend mit der Beratung und Planung über Finanzierung, Bau, Betrieb und Wartung. In zwei bis drei Jahren plant das Unternehmen aber auch selbst Strom am Markt anzubieten. Der in Nauroth erzeugte Strom wird nicht direkt in die Haushalte sondern ins Netz eingespeist.

Landrat Lieber sprach den Verantwortlichen vor Ort seinen Dank aus. Man habe einen guten regionalen Partner gefunden. Die Eckdaten der Anlage seien beeindruckend. Immerhin könnten 2.100 Haushalte mit dem Strom aus Nauroth versorgt werden. Lieber sieht in der dezentralen Energieversorgung für den ländlichen Raum die Zukunft. Er beglückwünschte die Gemeinde und deren Bürger.

VG-Bürgermeister Schwan gab zu, anfänglich skeptisch gewesen zu sein, denn in Gesprächen mit anderen Unternehmen habe es oft geheißen, das gehe nicht. Darum freue er sich besonders diese Anlage nun einweihen zu dürfen und meinte an Feist gerichtet: „Sie haben unser Vertrauen nicht enttäuscht.“
Solarenergie habe bei den meisten Bürgern eine größere Akzeptanz als die Windenergie so Schwan. Nehme man nun den Solarpark, die vorhandenen Windkraftanlagen und die kleinen Wasserkraftanlagen, so sei die VG Gebhardshain theoretisch in der Lage allen Strom vor Ort zu erzeugen, der gebraucht werde. Das Ausland beobachte die Anstrengungen Deutschlands bezüglich der Energiewende aufmerksam, so Schwan. Wenn man es einem Land zutraue das zu schaffen, dann sei es Deutschland. (anna)


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