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Nachricht vom 19.03.2026    

Open-Arts-Festival im „Kunsthaus Wäldchen“: Rund 10.000 Euro fehlen im Etat

Dass die Organisation von kulturellen Veranstaltungen (immer mehr) Geld kostet, ist keine neue Erkenntnis. Wenn für die Ausrichtung eines Festivals rund 10.000 Euro fehlen, laufen die Veranstalter Gefahr, das geplante Programm reduzieren zu müssen oder gar ausfallen zu lassen. Die Kasse für „Open Arts“ im „Kunsthaus Wäldchen“ in Forst ist nicht ausreichend gefüllt.

Sie hoffen, dass sich die finanzielle Situation noch bessert: Dorothé R. Marzinzik und Daniel Diestelkamp. (Foto: vh)

Forst. Bis zur Eröffnung des „Open-Arts“-Festivals im „Kunsthaus Wäldchen“ bei Forst im äußersten Zipfel des Kreises Altenkirchen sind es nicht einmal mehr zwei Monate. Mit dem Gastspiel der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Big-Band unter dem Dirigat von Marco Lichtenthäler soll das Programm am 13. Mai starten, das bis zum 28. Juni insgesamt neun Veranstaltungen verschiedenster Couleur vorsieht. Zwar steht der Ablauf fest, wie die beiden Organisatoren und Kulturhaus-Betreiber, Dorothé R. Marzinzik und Daniel Diestelkamp, berichten, dennoch gehören für das Duo schlaflose Nächte (noch) zum Alltagsgeschäft. Im Gesamtbudget in Höhe von rund 41.000 Euro klafft immer noch eine Lücke von rund 10.000 Euro. Zudem ist der Umfang eines beantragten Zuschusses aus öffentlicher Hand derzeit unbekannt, er soll bis Ende März bewilligt sein. „Wir haben 12.000 Euro angefragt und nach einem Telefonat erfahren, dass die Förderung nicht diese Summe ausmachen wird“, nennt Diestelkamp eine so nicht erwartete Unbekannte und hofft, dass es immerhin 9000 Euro werden. Vom Kreis Altenkirchen gebe es erneut nichts – wie schon im Vorjahr, so dass die im Kreistag Altenkirchen vertretene Wählergruppe Käppele kurzerhand einsprang und die im Kreishaus beantragten und nicht bewilligten 500 Euro bereitstellte, ehe sich währenddessen ein weiterer Sponsor anschloss und 600 Euro überwies. Die Verbandsgemeinde Hamm beteilige sich, in dem deren Bauhof-Mitarbeiter viel Unterstützung auf logistischer Ebene wie beispielsweise das Anliefern und Aufstellen von Stühlen leisteten, ergänzte Marzinzik. Derzeit läuft noch eine Crowd-Funding-Kampagne über „Startnext“, die jedoch nur unwesentlich zur Finanzierung beitragen kann. Zwei Autohäuser, die als Geldgeber fungierten, seien inzwischen abgesprungen, berichtet Diestelkamp ein wenig detaillierter über einen Part der Entstehung der Sorgen, der nunmehr „finanzkräftige Personen und Unternehmen erreichen möchte“, um die Lücke zu schließen und nicht, wie in den beiden Vorjahren, den Verlust aus eigener Tasche ausgleichen zu müssen. Möglichen Unterstützern bieten Marzinzik und Diestelkamp eine große Werbefläche vor dem Haus an, die Möglichkeit, sich im Programmheft mit einer Anzeige zu verewigen und Spendenquittungen über den Förderverein auszustellen.

Auf ein Quartett reduzieren
Wenn dann wirklich alle Stricke reißen sollten, die Unterdeckung nicht beseitigt werden kann, sehen sich Marzinzik und Diestelkamp gezwungen, „Open Arts 2026: un/hörbar, das Festival für Menschen aller Generationen“, erheblich zu kürzen. An vier Veranstaltungen wollen sie auf jeden Fall festhalten. Grundsätzlich sagt das Duo sich: „Es wäre ein Trauerspiel, wenn es nicht mehr wäre. Solch ein Festival in dieser Mischung muss man in der Kulturlandschaft erst einmal suchen und finden.“ In der noch verbleibenden Zeit, und dafür sind sich beide nicht zu schade, sollen auch „Klinken geputzt“ werden, um die sechste Auflage der Reihe (seit dem Start im Jahr 2021 unter Corona-Vorgaben) in finanziell trockene Tücher zu bringen. „Es müsste mal ein großer Betrag her“, wünscht sich Diestelkamp, so dass von jetzt auf gleich jegliche Not zu den Akten gelegt werden kann und die vorhandene Infrastruktur mit Freilichtbühne inklusive Licht und Ton erneut zum Tragen kommt. Selbst für den Fall schlechten Wetters existieren Ausweichmöglichkeiten in dem großen Komplex, einem ehemaligen Bauernhof, der liebevoll und aufwendig saniert, um- und ausgebaut wurde. „Es wäre jammerschade, wenn wir das Festival dran geben müssten“, erneuert Diestelkamp den schon einmal dargestellten „worst case“ und hofft, dass spätestens im nächsten Monat mit ausgeglichenem Haushalt die Verträge mit den avisierten Künstlern geschlossen werden können.




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Das ist das „Kunsthaus Wäldchen“
Laut eigener Homepage ist „das Kunsthaus Wäldchen ein Atelier für improvisierte Musik und Performance, für Seminare und Projekte der ästhetisch-musikalischen Grundbildung und für Ferien in Natur & Stille. Es liegt auf der Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Drei-Kreise-Eck Altenkirchen, Rhein-Sieg (Siegburg) und Oberberg (Gummersbach). Der ehemalige Restbauernhof Wäldchen 1, der zur Ortsgemeinde Forst in der Verbandsgemeinde Hamm gehört, wurde 1988 von Marzinzik und Diestelkamp erworben, 1994 zum Studio ausgebaut und 2015 großzügig mit einer Lounge auf der Südseite, neuen Gästezimmern und einer separaten Ferienwohnung saniert und erweitert. 1996 wurde der als gemeinnützig anerkannte Förderverein Förder/innen freier Kunstkultur und Musikpädagogik gegründet, der als Mitglied der rheinland-pfälzischen Landesarbeitsgemeinschaft anderes lernen (LAG al) agiert. Partner des Kunsthauses Wäldchen sind u.a. das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Rheinland-Pfalz, das Westerwälder Initiativen- und Betriebe Netz (WIBeN), das Institut für zeitgenössische Musik (IZM) in Frankfurt (Main), die Technische Hochschule und die Hochschule für Musik und Tanz in Köln, der Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen, der Deutsche Chorverband, der Kultursommer Rheinland-Pfalz, die Melanchthon-Akademie und Lutherkirche in Köln sowie in Melbourne St. Michael’s Uniting Church of Australia“. (vh)

Kontakt zum "Kunsthaus Wäldchen": Tel. 02292/7477


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