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Nachricht vom 01.07.2012    

Siegtal erneut ein Freizeitspaß für die ganze Familie

Drei Landkreise veranstalten jedes Jahr das autofreie Siegtal. Dann schwingen sich Tausende aufs Fahrrad um Siegtal pur zu genießen, insbesondere nutzten in diesem Jahr viele Familien das Angebot, stressfrei ohne Autoverkehr auf den Bundesstraßen zu fahren. Erneut lief der Fahrradspaß unfallfrei ohne größere Vorkommnisse ab.

Mit reichlich Gepäck waren diese Radler für alle Wetter gerüstet. Das autofreie Siegtal genossen die Familien mit Kindern in besonderem Maße. Fotos: anna (12) Helga Wienand-Schmidt (6) Bianca Klüser (6)

Kreis Altenkirchen. Tausende große und kleine Freizeitsportler nutzten das autofreie Siegtal am Wochenende wieder, um sich auf die Strecke zwischen Netphen und Siegburg zu begeben. Bei vorwiegend trockenem Wetter im Kreis Altenkirchen (es gab nur kurze Schauer) sowie angenehmen Temperaturen genossen Radfahrer und Inliner das Fahrvergnügen.

Ab 9 Uhr morgens konnten sich die Radfahrer und Inlinesportler auf die Straßen begeben, der offizielle Startschuss durch die Landräte Michael Lieber und Paul Breuer erfolgte um 10.30 Uhr auf der Siegbrücke zwischen Niederschelden und Niederschelderhütte. Von dort war der Weg nicht weit bis zur ersten Stempelstelle auf Rheinland-Pfälzer Gebiet, in Mudersbach am Dorfplatz. Dort saß Sven Hoffmann vom Bürgerverein Mudersbach die erste Zeit des Tages und verteilte fleißig Stempel und Stempelkarten. Bis zur Mittagszeit hatte er schon etwa 100 Karten mit je drei Stempel entgegen genommen. Die Leute mussten also entweder in Netphen oder in Wallmenroth gestartet sein.

Die ausgefüllten Stempelkarten werden an einer Verlosung teilnehmen, wo es tolle Preise zu gewinnen gibt, darunter ein E-Bike, Kinderfahrräder, Brauereibesichtigungen für 10 Personen, Gutscheine für Schwimmbäder und Restaurants, Buchpreise und vieles mehr. Eine Frau aus Betzdorf gab eine Stempelkarte ab, sie war mit der Familie zusammen am Morgen mit dem Zug nach Siegen gefahren, von dort mit dem Shuttlebus nach Netphen, um dann mit den Fahrrädern wieder zurück zu radeln. In Mudersbach machten zahlreiche Radsportler halt, denn dort wurde ihnen Verpflegung und musikalische Unterhaltung geboten. Für Essen und Getränke sorgten die SG Mudersbach/Brachbach gemeinsam mit den Siegtaler Musikanten. Die Musikanten, die nicht an der Fritteuse oder im Bierrondell standen, beteiligte sich am Platzkonzert. Kaffee, Kuchen und frische Waffeln gab es bei den Frauen der Elterninitiative krebskranker Kinder aus Mudersbach.

Weitere Stempelstationen gab es noch an dem Bürgerhaus in Freusburg und am Sportplatz von Wallmenroth, die der dortige Sportverein betrieb. Am Dorfplatz in Wallmenroth war eine weitere Verpflegungsstation eingerichtet. Die örtlichen Vereine, freiwillige Feuerwehr, Wanderfreunde, SPD Ortsverein und CDU Ortsverein betreiben diesen Rastplatz in Kooperation. Dort waren 25 freiwillige Helfer im Einsatz. Es gab neben Grillgut, Getränken und Kuchen auch frisch geräucherte Forellen. Christoph Moog, der Koordinator der Verpflegungsstation Wallmenroth war mit dem Besuch der Durchreisenden ganz zufrieden.
Peter Pfeifer hatte die Gelegenheit genutzt und bot den Gästen des Tages einen Losverkauf für die Kinderkrebshilfe Gieleroth an. Auch er war mit seiner Bilanz am Mittag ganz zufrieden, hatte er doch schon etwa 150 Lose verkauft.



An der Abzweigung B62 – Katzwinkel hatte das DRK Wissen und Katzwinkel Posten bezogen. Bis zur Mittagszeit hatten sie außer einigen Pflastern zu verteilen, glücklicher Weise sonst nichts zu tun gehabt. Dort auf dem flachen Straßenstück konnten die Fahrer so richtig Tempo aufnehmen und genug Platz zum Überholen gab`s auch.

Gut besucht war der Garten im Frankenthal in Wissen, hier ließ sich entspannt auch eine längere Pause einlegen. Am Regio-Bahnhof Wissen wurde das Angebot gut genutzt, auch die Pannenstation der "Tretmühle" hatte viel zu tun. In erster Linie wurden defekte Schläuche und Reifen repariert, berichtete Kai Zühlsdorf. Egal, ob Kind, Mann oder Frau, das Angebot des autofreien Sonntags im Siegtal wurde auch hier genossen. Das nicht alle Autofahrer lesen können oder die Verkehrszeichen richtig deuten können, zeigte sich leider auch. Trotz eindeutiger Hinweise bogen Fahrzeuge rechts und links an der Ampelkreuzung, wo nur "Geradeaus fahren" erlaubt war, ab. Auch ein ganz dreister Motorradfahrer kam aus Richtung Schönstein, durchfuhr mit seinem Krad die Blumen im Europakreisel, um an den Absperrgittern vorbei in Richtung Betzdorf zu fahren.
Nach Auskunft der Polizei Betzdorf und Wissen gab es keine relevanten Unfälle.

Auch das Gelände des Industrieparks in Etzbach erfreute sich im Rahmen von Siegtal pur am Besuch einer Vielzahl von Radfahrern. Da man dort mit heißen Würstchen vom Grill und einem Getränkepavillon gut gerüstet war, für das leibliche Wohl der Sportler zu sorgen, nutzten zahlreiche der Radfahrer die Gelegenheit, um einen kurzen oder auch längeren Halt einzulegen. Egal, ob jung oder alt, anlässlich des Fahrradspaßes fanden sich dort Gruppen völlig unterschiedlicher Generationen gemeinsam ein. Wie bereits in den vergangenen Jahren, war dort extra für die Radsportveranstaltung erneut eine Brücke über die Sieg errichtet worden, die es den Fahrern ermöglichte, den Fluss problemlos zu überqueren. Gleichzeitig konnten dort Interessierte mit der DLRG Wasserrettung in einem Schlauchboot aufs Wasser fahren, um sich der Stärke der Flussströmung bewusst zu werden.
(anna, hws, bk)


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Kommentare zu: Siegtal erneut ein Freizeitspaß für die ganze Familie

2 Kommentare
Ich kann RH nur beipflichten. Leider wird weiterhin von den verantwortlichen Stellen verkannt, wie wichtig ein durchgängiger Radweg durch das Siegtal für die Region wäre. Und zwar ein richtiger Radweg, keine Radwegeschilder an - nicht familientauglichen - Straßen, die in der Realität für Radfahrer lebensgefährlich sind. Da nützt es auch nichts, dass der Kreis Altenkirchen in einem Presseartikel so tut, als wären nur andere Instanzen schuld an der Misere. Neben dem Land wurde nämlich auch im Landkreis diese Entwicklung jahrzehntelang verschlafen. Vielleicht sollte sich der Kreis Altenkirchen und das Land Rheinland-Pfalz einmal Nachhilfe im benachbarten NRW holen: hier hat man erkannt, wie viel Umsatz Radfahrer in die heimische Gastronomie bringen. Und noch etwas: wenn man einen Siegtal-Radweg politisch will, dann müsste dieser doch irgendwie - auch finanziell - möglich sein. Es gibt immer Lösungen.
#2 von Ein Radler, am 04.07.2012 um 08:41 Uhr
"Siegtal pur" war wieder einmal eine rundum gelungene Veranstaltung. Sie hat gezeigt, welches Potenzial für Freizeitsportler die Siegfreizeitstraße hat. Aber an den übrigen 364 Tagen eines Jahres sieht die Realität für Radfahrer im AK-Kreis anders aus. Seid Jahren wird an den 20 Teilabschnitten des Siegtalradweges geplant, es wird versprochen, vertröstet, es geschieht aber weiter nichts. Das Land baut überall, nur nicht im Kreis. „Der Siegtalradweg kann in seinem jetzigen Zustand seinen Funktionen als touristischer Anziehungspunkt und überörtliche Radwegverbindung nicht gerecht werden.“ Dies war schon 2010 die übereinstimmende Meinung des damaligen Landtagsabgeordneten Dr. Matthias Krell und des Mainzer Verkehrsminister Hendrik Hering bei einem Termin in Kirchen. Bis Ende 2010 sollte auf dem Streckenabschnitt Niederhövels-Niedergüdeln Baurechtsverfahren abgeschlossen sein. Vielleicht wird’s 2014.
#1 von RH, am 03.07.2012 um 12:44 Uhr

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