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Nachricht vom 23.03.2026    

Lachen, bis der Arzt kommt - Slapstick-Theater in Bannberscheid

Von Wolfgang Rabsch

Die bekannte und beliebte Theatergruppe "Berschender Allerlei" hatte zur Aufführung des Stückes "Es fährt kein Zug nach irgendwo" eingeladen, das aus der Feder von Winnie Abel stammt. Ebenjene Vorstellung sorgte in der ausverkauften Aubachhalle in Bannberscheid immer wieder für Lacher.

Fotos: Wolfgang Rabsch

Bannberscheid. Der Inhalt des Theaterstücks hätte aktueller kaum sein können, denn es behandelte die chaotischen Zustände bei der Deutschen Bahn (DB), die viele Zugreisende fast in den Wahnsinn treiben. Unpünktlichkeit, Verspätungen und ausgefallene Züge - das erleben Fahrgäste der DB tagtäglich im realen Leben. Doch ganz so schlimm wie das, was im "Hauptbahnhof" von Bannberscheid abging, wird es wahrscheinlich nicht sein.

Winnie Abel hatte den alten Hit von Christian Anders "Es fährt ein Zug nach Nirgendwo" als Vorlage benutzt, um dem Chaos bei der DB einen Namen zu geben. Sie veränderte den Titel nur unwesentlich, der bei ihr nun "Es fährt kein Zug nach irgendwo" heißt. Mit dem abgeänderten Titel beschreibt die Autorin, in welchen Stress Fahrgäste geraten können, wenn Züge einfach ohne Angabe von Gründen ausfallen.

Kurze Inhaltsangabe der Bahnposse
Auf der Durchreise nach Montabaur muss der ICE 6948 einen außerplanmäßigen Halt im "Hauptbahnhof" von Bannberscheid einlegen. Grund dafür ist ein Betriebsschaden an der Lok, der die Mitreisenden zwingt, auszusteigen und auf dem Bahnsteig auf die Weiterfahrt zu warten. Dort trifft sich eine bunt zusammengewürfelte Truppe, bei der alsbald das totale Chaos ausbricht, nachdem sie ins Gespräch gekommen ist.

Auf gut Deutsch könnte man sagen: "Jeder der Fahrgäste hatte einen an der Waffel." Da waren die vier Damen, die sich auf ihrer Kegeltour befanden. Sie hatten nichts anderes im Sinn, als sich einen "hinter die Binde" zu kippen - am liebsten Prosecco und klaren Schnaps. Männerbekanntschaften waren sie auch nicht abgeneigt. Das Motto der nicht immer trinkfesten Damen lautete: "Zwischen Magen und Bläschen passt immer noch ein Gläschen." Kegelschwester Larissa gab angesichts der hoffnungslosen Situation ebenfalls eine Lebensweisheit von sich, als sie meinte: "Mädels, wir brauchen jetzt einen klaren Kopf. Quatsch, wir brauchen jetzt einen Klaren im Kopf."

Eine illustre Gesellschaft endete im totalen Chaos
Weitere merkwürdige Figuren trugen nicht unwesentlich zum Chaos bei, das sich immer weiter steigerte, solange der Zug halten musste. Da war Viktor, ein gehetzter Geschäftsmann, der dringend nach Montabaur musste, um dort mit Ralph Dommermuth von 1&1 ein Geschäft abzuschließen. Der Motivationstrainer Siegfried Sieg versuchte mehr oder weniger erfolgreich, die außer Rand und Band geratene Truppe mit unsinnigen Ratschlägen einzufangen. Reinhold, der es sich als Landstreicher in einer Ecke des Bahnsteigs gemütlich gemacht hatte, war sehr sauer, als er vom kreischenden Lärm geweckt wurde. Hubert sah hinter den ganzen Geschehnissen eine Verschwörung, die ihn sehr belastete. Christa und Klaus waren ein Ehepaar, das sich auseinandergelebt hatte. Sie verkündete ihm: "Der eine hat ein trautes Heim, der andere traut sich nicht mehr heim." Sie wollte die Scheidung, er aber nicht und kämpfte mit allen Mitteln um sie. Konrad, der trottelige Dorfpolizist aus Bannberscheid, trug nicht zur Beruhigung der Lage bei. Ganz im Gegenteil: Er stiftete mit seinen skurrilen Ansichten noch mehr Unruhe. Die Lage verschlimmerte sich noch, als Konrad bekanntgab, dass sich ein gefährlicher Psychopath unter den Reisenden aufhalten würde.




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Hin und wieder tauchte Stacy auf, eine amerikanische Touristin, die mit einem Kauderwelsch aus Deutsch und Englisch die "Gestörten" noch mehr verunsicherte. Natürlich kam auch Lokalkolorit ins Spiel, als Viktor feststellte, er wäre noch nie durch zwei so gottverlassene "Käffer" gefahren, wie durch Staudt und "Muschem" (Moschheim). Kegelschwester Thea bot einem Reisenden eine selbstgebackene Speckschnecke an, worauf dieser dankend ablehnte und lakonisch sagte: "Danke nein, ich bin verheiratet." Dann kam eine Ansage durch den Lautsprecher: "Bitte nicht einsteigen, der Zug verendet hier." Einig waren sich die Reisenden bei der Frage nach dem Unterschied zwischen der Mafia und der DB: Die Mafia wäre besser organisiert.

Beste Unterhaltung mit tollen Schauspielern
So ging es Schlag auf Schlag über zwei Stunden - bei bester Unterhaltung und ununterbrochenem Lachen des Publikums. Die jeweiligen Rollen waren den Schauspielern wie auf den Leib geschnitten. Sie füllten sie mit ausgesprochener Spielfreude aus und waren sich nicht zu schade, sich auch zum "Hannes" zu machen. Slapstick, Comedy und Spielwitz bescherten den Besuchern einen Abend, den sie mit Standing Ovations und lang anhaltendem Applaus belohnten. Das letzte Wort kam durch die Lautsprecheranlage im "Hauptbahnhof" von Bannberscheid: "Senk ju for träwweling wis deutsche Bahn."

Hinweis: Am 27. und 28. März finden jeweils um 20.00 Uhr noch zwei weitere Aufführungen von "Berschender Allerlei" in der Aubachhalle in Bannberscheid statt.


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