Pressemitteilung vom 25.03.2026 
Illegale Jagd in Rheinland-Pfalz: Dunkelziffer bleibt hoch
In Rheinland-Pfalz ist die Jagdwilderei ein ernstzunehmendes Delikt, das trotz erfasster Fälle eine hohe Dunkelziffer aufweist. Die Behörden stehen vor der Herausforderung, diese illegalen Aktivitäten zu bekämpfen.
Mainz. In Rheinland-Pfalz werden jährlich zahlreiche Fälle von Jagdwilderei registriert. Für das Jahr 2024 wurden 112 Ermittlungsverfahren eingeleitet, während es im Vorjahr noch 130 waren, wie das rheinland-pfälzische Innenministerium auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Ralf Schönborn (AfD) mitteilte. 2022 waren es 143 Fälle. Für das Jahr 2025 liegen bisher nur Zahlen für das erste Halbjahr vor: 50 Fälle von Jagdwilderei sind in der Statistik verzeichnet. Besonders betroffen sind die Kreise Mayen-Koblenz und Germersheim, gefolgt vom Westerwaldkreis und dem Kreis Trier-Saarburg. Insgesamt wurden 22 Tatverdächtige ermittelt. Im Jahr 2025 wurde eine Person zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen verurteilt. In den Jahren zuvor lag die Zahl der ermittelten mutmaßlichen Täter zwischen 25 und 32. Die Behörden gehen jedoch von einer erheblichen Dunkelziffer aus, da die Delikte meist nachts an abgelegenen Orten geschehen und selten Zeugen vorhanden sind.
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Die illegale Jagd betrifft vor allem Rehe, die flächendeckend vorkommen, aber auch Wildschweine, Hasen und andere Schalenwildarten fallen den Wilderern zum Opfer. Die Motive der Täter variieren: Viele verkaufen oder verzehren das Wildbret selbst, wobei ein Reh zwischen 100 und 200 Euro einbringen kann. Andere sind auf Trophäenjagd oder werden von reiner Jagdlust getrieben. (dpa/bearbeitet durch Red)
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