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Nachricht vom 28.03.2026    

Kommandoübergabe und Verabschiedung in Rennerod beim Sanitätsregiment 2 "Westerwald"

Von Wolfgang Rabsch

Beim Regimentsappell des Sanitätsregiments 2 "Westerwald" (SanRgt 2) durften viele Zuschauer ein eindrucksvolles und zugleich emotionales militärisches Zeremoniell erleben. Auf dem Sportplatz der Alsberg-Kaserne in Rennerod wurde die Kommandogewalt geändert und gleichzeitig der langjährige Kommandeur des SanRgt 2 verabschiedet.

Fotos: Wolfgang Rabsch

Rennerod. Was ist ein Regimentsappell? Feierliche Appelle dienen dazu, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Truppe zu stärken und besondere Verdienste zu würdigen. Ein besonderer Aspekt feierlicher Appelle ist das Abschreiten der Front der angetretenen Soldatinnen und Soldaten. Militärische Vorgesetzte, aber auch Personen des öffentlichen Lebens, bekunden hiermit ihren Respekt vor dem Auftrag und den Diensten der Soldatinnen und Soldaten. Ein häufiger Anlass für einen feierlichen Appell ist auch, wenn das Kommando einer Einheit übergeben wird und der bisherige Einheitsführer verabschiedet und der Nachfolger begrüßt wird.

Bei wechselhaftem Wetter - manchmal verdunkelten sich die Wolken und es drohte zu regnen, kurze Zeit später erstrahlte der Sportplatz wieder in strahlendem Sonnenschein - zeigte sich typisches Westerwaldwetter. Die Besuchertribünen waren bis auf den letzten Platz gefüllt, die Stimmung unter den Besuchern konnte als sehr gut und erwartungsfroh beschrieben werden.

Die Soldaten des SanRgt 2 hatten im Carré des Sportplatzes Aufstellung bezogen, als das Heeresmusikkorps Koblenz einmarschierte und dabei den "Regimentsgruß" spielte.

Emotionale Abschiedsrede von Oberstarzt Dr. Sven Funke
Dr. Sven Funke, der scheidende Regimentskommandeur, begrüßte in seiner Abschiedsrede zahlreiche Ehrengäste. Die Begrüßung allein nahm mehrere Minuten in Anspruch. Genannt wurden unter anderem Generalarzt Dr. Bruno Most, Kommandeur des Kommandos Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung aus Weißenfels, und Hendrik Hering, Präsident des rheinland-pfälzischen Landtags in Mainz. Des Weiteren waren viele hochrangige Vertreter der Bundeswehr, auch der Generalität, und Politiker aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik anwesend. Ein Hauch Internationalität wehte über dem Sportplatz, als Dr. Funke ehemalige Kameraden aus den Verbindungseinheiten der französischen Armee und der US-Army begrüßte. Persönliche Grußworte richtete der scheidende Kommandeur an seine eigene Familie, die ihn nun am Ende des Regimentsappells mit nach Hause nehmen konnte, und an die Familie seines Nachfolgers Oberstarzt Jan Ulrich Schuppert.

Dr. Funke ließ nochmals die Stationen seiner militärischen Laufbahn Revue passieren. Seit dem 16. April 2018 war er Kommandeur des Sanitätsregimentes 2, der letzten Garnison im Westerwald. Acht Jahre diente und prägte er als Kommandeur das Sanitätsregiment 2 "Westerwald", diese Zeit hätte ihn sehr inspiriert und geprägt. Er hätte unglaublich nette Menschen im Westerwald, speziell in Rennerod, kennengelernt und wäre im Laufe der Zeit der schönen Landschaft und den Menschen stark verbunden geworden. Äußerlich beherrschte der scheidende Kommandeur seine Gefühle, doch wer genau hinhörte und auch hinschaute, konnte bemerken, dass ihm der Abschied von seiner Einheit sehr schwerfiel. Zum Ende seiner Rede bedankte Dr. Funke sich bei seinem angetretenen Regiment und verabschiedete sich mit den Worten "Kameradinnen und Kameraden, ich bin dann mal weg".




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Generalstabsarzt Dr. Most, Oberstarzt Dr. Funke und Landtagspräsident Hendrik Hering schritten anschließend die Front der angetretenen Soldaten ab. Das Heeresmusikkorps begleitete diesen Akt mit dem "Präsentiermarsch".

Stadtbürgermeister Raimund Scharwat und Landtagspräsident Hendrik Hering betonten in ihren Grußadressen ihre Verbundenheit zur Sanitätseinheit in Rennerod, würdigten den scheidenden Kommandeur Dr. Funke und erklärten ihre Bereitschaft, die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem neuen Kommandeur, Oberstarzt Jan Schuppert, fortzusetzen.

Stabwechsel beim Sanitätsregiment und Verabschiedung
Generalarzt Dr. Most würdigte in seiner Rede nochmals ausdrücklich den scheidenden Kommandeur für seinen Ideenreichtum und seine vorbildliche persönliche Einsatzbereitschaft. Gerade in der aktuellen, weltpolitisch schwierigen Situation in Verbindung mit der aktuellen Neuausrichtung der Streitkräfte mit Blick auf die Bündnis- und Landesverteidigung hätte das Sanitätsregiment 2 "Westerwald" unter seiner Führung Großartiges geleistet.

Danach verabschiedete Generalarzt Dr. Bruno Most Oberstarzt Dr. Funke in den wohlverdienten Ruhestand und übergab den Westerwälder Traditionsverband in die Hände von Oberstarzt Jan Ulrich Schuppert. Dr. Most betonte, dass Oberstarzt Schuppert, der zuvor in unmittelbarer Nähe zum Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr eingesetzt war, aufgrund der dort gesammelten Erfahrungen bestens für die Führungsaufgabe als Kommandeur gerüstet sei.

Am Ende des Regimentsappells spielte das Heeresmusikkorps das "Westerwaldlied", und zuallerletzt ertönte die deutsche Nationalhymne. Das war ein würdiger Abschluss einer militärischen Veranstaltung, die neben militärischen Erfordernissen auch menschliche Momente zeigte.


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