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Nachricht vom 02.04.2026    

Senioren-Leichtathletik-EM: Adorf holt zwei weitere Goldene und läuft Weltrekord

Leicht angeschlagen und mit gedämpften Hoffnungen angereist: Trotz dieser wenig erfolgversprechenden Situation wuchs Top-Seniorenleichtathlet Friedhelm Adorf bei der Hallen-EM in Torun über sich hinaus. Drei goldene, eine silberne und eine bronzene Plakette standen unter dem Strich für den 82-Jährigen aus Heupelzen.

Friedhelm Adorf ist immer bemüht, die Konkurrenz hinter sich zu lassen. (Foto: Archiv AK-Kurier)

Torun/Heupelzen. Hin und wieder zwickte der linke Oberschenkel infolge des Muskelfaserrisses nach wie vor, den er sich vor Wochen zugezogen hatte. Deswegen war auch Auf-die-Zähne-beißen für Friedhelm Adorf (LG Rhein-Wied/ASG Altenkirchen) bei der Hallen-EM der Senioren-Leichtathleten im polnischen Torun angesagt. Das gelang dem 82-Jährigen aus Heupelzen nach allen Regeln der Zahnheilkunde. Nach Gold über 400 und Silber über 60 Meter (der AK-Kurier berichtete) fügte er zum Abschluss der Titelkämpfe am Donnerstagnachmittag (2. April) noch die ersten Plätze über 200 Meter und mit der 4x200-Meter-Mixed-Staffel sowie den dritten Rang mit der 4x200-Meter-Staffel in der Klasse M 80 seiner kontinentalen Erfolgsbilanz hinzu, an deren Spitze nunmehr 29 Siege in den unterschiedlichen Altersklassen stehen. Dazu gesellen sich zehn zweite und sieben dritte Positionen seit dem Jahr 2010, als Alsdorf zum ersten Mal europäische Wettkampfluft schnupperte. Hauchdünn lag er über 200 Meter mit zwei Hundertstelsekunden Differenz zum Iren John Mac Dermott vorne, für Adorf blieb die elektronische Zeitmessung bei 32,38 Sekunden, für Dermott bei 32,40 Sekunden stehen. Dritter im Bunde wurde der Brite Allan Long (33,08 Sekunden). Das 4x200-Meter-Mixed-Team mit Adorf war eine Klasse für sich in 2:48,73 Minuten, die Weltrekord bedeuteten. Hannelore Venn, Helga Glatzki und Christian Boysen komplettierten das Quartett. Über 4x200 Meter profitierte die deutsche Vertretung von der Disqualifikation Finnlands, so dass in 3:16,81 Minuten noch der Bronzerang heraussprang. Vorne lag Großbritannien in 2:43,88 Minuten vor Polen (2:59,00 Minuten). Neben Adorf und Boysen kämpften Gerhard Klauder und Arnold Schroth, die beide schon der Klasse M 85 angehören.




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Noch fehlt der Glaube
„Ich kann es noch gar nicht glauben, dass wir mit der Staffel Weltrekord gelaufen sind“, war Adorf auch Stunden nach dem Coup noch auf Wolke sieben. Er habe zwar weiterhin Schmerzen gehabt, aber das Adrenalin sei so viel in seinem Körper gewesen, dass es geklappt habe. „Ich hatte gar nicht damit gerechnet“, meinte er und schränkte ein: „Es ist relativ einfach, weil es die Mixed-Staffel so lange noch nicht gibt. Egal, wir sind vorne.“ Den Traum, den er immer noch gehabt habe, sei halt ein Weltrekord gewesen, das sei eine einzige Bestmarke gewesen, die er zuvor noch nicht gehabt habe. Adorf richtete seinen Blick ebenfalls schon ein wenig nach vorne und nahm das südkoreanische Daegu ins Visier, wo vom 22. August bis 3. September die Senioren-Welttitelkämpfe ausgetragen werden. „Ich muss fit sein“, antwortete er auf die Frage, ob er seine Teilnahme einplane: „Aber wenn man mit Handicap bei einer EM so abschneidet, dann müsste bei einer WM eine Medaille machbar sein“, ließ Adorf zum jetzigen Zeitpunkt noch unbeantwortet, ob er (und seine ehemalige Verlobte Eleonore) tatsächlich die Strapazen der langen Reise in den Fernen Osten auf sich nehmen wollen. Im Medaillenspiegel von Torun belegte die deutsche Mannschaft mit 296 Medaillen (119 Gold, 91 Silber, 86 Bronze) den ersten Platz vor Großbritannien mit 189 (80/54/55) und dem Gastgeber Polen mit 222 (70/79/73). Die nächste Hallen-EM der Senioren ist 2028 im schottischen Glasgow. (vh)


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