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Nachricht vom 11.04.2026    

"Mundstuhl" bot Nonstop-Nonsens in Ransbach-Baumbach

Von Wolfgang Rabsch

Das Comedy-Duo "Mundstuhl" begeisterte das Publikum in der Stadthalle Ransbach-Baumbach mit seinem aktuellen Programm. In gewohnt derber Manier lieferten die Frankfurter eine Show voller Zoten und Slapstick ab. Die Zuschauer genossen die Auszeit vom Alltag und feierten die Komiker für ihren Humor.

(alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Ransbach-Baumbach. „Nonstop Nonsens“, der Name der äußerst erfolgreichen Ulk-Show von und mit Didi Hallervorden aus den 70er-Jahren, beschreibt wohl am zutreffendsten den Auftritt von „Mundstuhl“ am gestrigen Freitag (10. April 2026) in Ransbach-Baumbach. Die Besucher in der Stadthalle wussten genau, was sie erwartete: eine Aneinanderreihung von Zoten und Sprüchen, die nicht immer unbedingt das Prädikat Niveau verdienten, aber beim Publikum bestens ankamen, da es sich einfach nur amüsieren wollte. Verständlich, denn die täglichen Horrornachrichten über Kriege und Leid weltweit, denen man hilflos ausgesetzt ist, sind nicht geeignet, Lebensfreude zu entwickeln. Diese Meinung haben die meisten Zuschauer vertreten, da von beiden Comedians nicht erwartet wurde, Satire serviert zu bekommen, bei der lange nachgedacht werden musste, worin der Sinn der Worte bestand.

Fans von „Mundstuhl“ wissen genau, wie das Programm von Ande Werner und Lars Niedereichholz abläuft. Die Komiker schlüpfen in verschiedene Rollen, verkleiden sich dementsprechend und benutzen dabei verschiedene deutsche Dialekte. Da sie aus Frankfurt am Main stammen, ist ihr angeborener Dialekt natürlich hessisch. Es gelingt ihnen jedoch fast perfekt, andere Dialekte überzeugend zu imitieren. Bekannt und erfolgreich wurde das Duo durch den „Assi-Sprech“ ihrer beiden Figuren „Dragan und Alder“.

Was sagt ein Proktologe auf einer Party? „Endlich mal Gesichter.“ Was macht ein Elektriker, der die Kabel in der Wand sucht? Er schaut im „Vokabelheft“ nach. Sie hätten auch einen neuen Kampfhund, einen „Pitchi“, ein Mischling aus Pitbull und Chihuahua. Der Heilbutt sei ein „Nazi-Fisch“, und Dartsweltmeister Luke Littler hätten sie bei einem Treffen mit „Hi Littler“ begrüßt.

Verschiedene Rollenspiele des Duos
In ihren Rollenspielen überzeugten sie mit verschiedenen Dialekten, zum Beispiel als „Peggy und Sandy“, die sächselnd die Situation der Ostdeutschen beleuchteten. Peggy zu Sandy: „Sandy, ich habe einen neuen Freund.“ Sandy: „Hat er auch einen Beruf?“ Peggy: „Ja, er ist Frührentner.“ Die Rolle des „Andi“ schien Lars Niedereichholz wie auf den Leib geschnitten zu sein. Wenig charmant beschrieb er seine Partnerin, die wohl über eine beachtliche Leibesfülle verfügt, etwa 1,50 Meter hoch und 1,20 Meter breit. Wenn sie in die Badewanne gehen würde, müsste nur wenig Wasser eingelassen werden. Ihre Speckröllchen auf dem Rücken könnte er wunderbar als Handyhalter nutzen. Aber er liebt sie trotzdem, oder gerade deswegen? Andi regte sich auch maßlos über moderne Parkhäuser auf, denn im Erdgeschoss würden nur Frauenparkplätze vorhanden sein, auf der ersten Ebene nur für Behinderte, auf der dritten Ebene nur Mutter-Kind-Parkplätze, auf der vierten Ebene nur Ladestationen für die „schwulen“ E-Autos. Endlich oben angekommen, hätte er ein „Schleudertrauma“.




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Als Siegfried und Roy legten beide eine Zaubershow hin, die einfach nur als Slapstick beschrieben werden kann. Hanebüchene Tricks, die im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose gingen. Nichts klappte auf Anhieb, denn Ande Werner vermasselte alles mit Demenz und seinem Rollator.

Nichts für „woke“ Ohren und Augen
Viele Lacher erzeugte „Mundstuhl“, wenn sie die Schnellkassen bei Aldi, Lidl und Co. veralberten, das Gendern und die woke Lebensform auf die Schippe nahmen. Mit der „Political Correctness“ hatten beide eh nichts am Hut. Manche Gags landeten auch unterhalb der Gürtellinie, doch das kam beim Publikum bestens an, wie gesagt, man wollte sich amüsieren und nicht lange nachdenken. Vorsichtshalber wird nicht alles geschrieben, was gesagt wurde.

Da Werner und Niedereichholz kein Blatt vor den Mund nahmen, wurde es auch häufig derb und deftig. Kleines Beispiel gefällig? „Die Erdnüsse, die in vielen Kneipen auf dem Tresen stehen, würden nicht mehr richtig schmecken, weil die Männer sich neuerdings die Hände waschen, wenn sie von der Toilette kämen.“ Hier dauerte es einige Zeit, bis eine Reaktion im Publikum erfolgte.

Im Leben ist bekanntlich fast alles eine Geschmackssache, und jeder darf das genießen, was ihm gefällt. Wer zu einem Auftritt von „Mundstuhl“ geht, der weiß bereits vorher, worauf er sich einlässt und was er zu erwarten hat. Dementsprechend waren am Ende der zwei Stunden ohne Pause alle im Publikum begeistert und feierten das Duo so lange, bis die gewünschten Zugaben gegeben wurden. Im Endeffekt betrachtet dürften die Besucher den Heimweg gut gelaunt angetreten haben.


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