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Nachricht vom 13.04.2026    

Unterschiede in der Einkommenssicherung: Männer und Frauen im Vergleich

In Rheinland-Pfalz zeigt eine neue Statistik deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei der Finanzierung ihres Lebensunterhalts. Während Männer häufiger aus eigener Erwerbstätigkeit leben, sind Frauen oft auf andere Einkommensquellen angewiesen.

(Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa)

Rheinland-Pfalz. Auch wenn die meisten Menschen in Rheinland-Pfalz ihren Lebensunterhalt durch Arbeit bestreiten, gelingt dies Männern laut einer aktuellen Statistik des Statistischen Landesamtes in Bad Ems häufiger als Frauen. Im Jahr 2025 finanzierten etwa 76 Prozent der 25- bis unter 65-Jährigen ihren Lebensunterhalt überwiegend aus eigener Arbeit - das entspricht rund 1,7 Millionen Menschen. Dabei lebten 84 Prozent der Männer hauptsächlich von ihrer Erwerbstätigkeit, während es bei den Frauen nur 68 Prozent waren.

Frauen mehr von Angehörigen abhängig

Frauen sind laut Statistik deutlich häufiger finanziell von Angehörigen abhängig. Insgesamt bezogen 8,8 Prozent der Menschen in der betrachteten Altersgruppe ihren Lebensunterhalt vorwiegend aus solchen Einkünften - bei den Frauen lag der Anteil bei 15 Prozent, bei den Männern lediglich bei 2,4 Prozent. Elterngeld spielte ebenfalls nur bei Frauen eine nennenswerte Rolle.

Woher kommt die Differenz?
Katja Rickert vom Projekt "Fair Pay in Rheinland-Pfalz" von der Arbeit und Leben GmbH sieht folgende Gründe für die Unterschiede: "Frauen unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit wesentlich häufiger als Männer, vor allem wegen Kindererziehung und Pflege von Angehörigen." Zudem arbeiteten Frauen deutlich häufiger in Teilzeit als Männer. "Auch wenn sie erwerbstätig sind, reicht das Einkommen aus Teilzeitjobs oft nicht aus, um den Lebensunterhalt überwiegend selbst zu finanzieren", sagte Rickert.



Männer seien häufiger in Vollzeit beschäftigt und erzielten entsprechend höhere Einkommen. Der sogenannte Gender Pay Gap führe dazu, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer - selbst bei vergleichbarer Qualifikation. Dies könne problematisch sein, da es zu ökonomischer Abhängigkeit von Frauen führen und langfristig ihre Altersvorsorge beeinträchtigen kann, was das Risiko von Altersarmut erhöht.

Kaum Unterschiede bei Bürgergeld
Bei anderen Einkommensquellen sind die Unterschiede geringer. So lebten 5,1 Prozent der Befragten überwiegend von Arbeitslosengeld I oder Bürgergeld, davon 4,9 Prozent Frauen und 5,3 Prozent Männer. Auch bei Renten oder Pensionen, sonstigen Unterstützungsleistungen wie Sozialhilfe oder BAföG und Vermögen oder Kapitalerträgen sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern geringfügig.

Die Ergebnisse beruhen auf dem Mikrozensus 2025, einer jährlichen Stichprobenerhebung, bei der rund ein Prozent der Bevölkerung befragt wird. Alle Angaben basieren auf Selbstauskünften. (dpa/bearbeitet durch Red)


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