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Pressemitteilung vom 16.04.2026    

Asylklagen in Rheinland-Pfalz bleiben auf hohem Niveau

Die Zahl der Asylklagen in Rheinland-Pfalz wird weiterhin hoch bleiben. Insbesondere am Verwaltungsgericht Trier, das zentral für diese Verfahren zuständig ist, rechnet man mit einem leichten Anstieg.

Stefan Jakobs. (Foto: Birgit Reichert/dpa)

Trier. Die Zahl der Asylklagen in Rheinland-Pfalz wird in diesem Jahr nicht zurückgehen, sondern voraussichtlich leicht steigen. Der Präsident des Verwaltungsgerichts Trier, Stefan Jakobs, erklärte, dass die Zahl von rund 7.800 Verfahren aus dem Jahr 2025 noch zunehmen könnte. Das Gericht verzeichnet derzeit hohe Eingänge von Antragstellern aus Syrien. Laut Jakobs sind beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über 2.500 Verfahren von Syrern anhängig, die im Falle einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Trier landen könnten. "Die Klagequote ist da immens hoch. Und da ist auch noch Potenzial für mehr", sagte Jakobs. Momentan gehen monatlich mehr als 200 sogenannte "Syrien-Verfahren" ein, die alle mündlich verhandelt werden müssen.

Seit November 2025 hat die Zahl der Klagen von Syrern vor dem Verwaltungsgericht Trier stark zugenommen. Hintergrund ist eine Änderung in der Entscheidungspraxis. Zuvor gab es wegen der Lage in Syrien quasi einen Entscheidungsstopp. Inzwischen werden Asylanträge von Syrern in Deutschland größtenteils abgelehnt, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht. Im Jahr 2025 erhielten nur 5 von 100 Antragstellern einen Schutzstatus, während 2024 noch fast 100 Prozent der Anträge erfolgreich waren oder ein Abschiebeverbot bestand.



Die Gesamtzahl der Asylverfahren stieg von etwa 5.300 im Jahr 2024 auf rund 7.800 neu eingegangene Verfahren in 2025. Dies stellt nach den Spitzenjahren 2016 und 2017 den dritthöchsten Wert der letzten 30 Jahre dar. Am Trierer Gericht gibt es inzwischen elf Kammern, von denen neun neben den allgemeinen Verfahren mit Asylklagen betraut sind, so Jakobs, der heute offiziell in sein Amt eingeführt wird. (dpa/bearbeitet durch Red)


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