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Nachricht vom 16.04.2026    

Einbruchsprävention durch das Polizeipräsidium Koblenz im Elvis-Museum in Kircheib

Von Wolfgang Rabsch

Im Elvis-Museum in Kircheib stand ein wichtiges Sicherheitsthema im Mittelpunkt. Die Polizei Koblenz informierte über aktuelle Entwicklungen beim Wohnungseinbruch und gab konkrete Hinweise zum Schutz. Die Veranstaltung richtete sich besonders an eine häufig betroffene Zielgruppe.

v.l.: KHK Fiebranz, Irma Stanton, KHKin Hoppen, vorne Jonny Winters (alle Fotos: Irma Stanton)

Kircheib. Jonny Winters und Irma Stanton haben das seit 2014 bestehende Elvis-Museum in Kircheib als Verein mit dem Namen "Freunde des Elvis Museum e.V." eintragen lassen. Die Mitglieder sind Freunde des Rock'n'Roll, der Vintage-Ära, Fans von Elvis Presley, aber auch von dessen Westerwälder "Vertreter" Jonny Winters. Es werden hier auch Clubreisen angeboten nach USA, Italien und Tagesfahrten innerhalb Deutschlands. Der Verein ist nicht nur für seine Mitglieder da, sondern öffnet sich auch für die Allgemeinheit, indem relevante persönliche und gesellschaftliche Themen erörtert werden können.

Unterstützung von Senioren im Elvis-Museum
Eine Herzensangelegenheit des Vereins ist die Unterstützung und Hilfe von Senioren, die häufig hilflos dem verbrecherischen Handeln von Straftätern ausgesetzt sind. So fand unlängst im Elvis-Museum eine Aufklärungsveranstaltung durch das Polizeipräsidium statt, im Hinblick auf die zurzeit grassierenden Schockanrufe. Der AK-Kurier berichtete.

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung war es naheliegend, eine Einbruchschutzberatung der Präventions-Zentrale der Polizei Koblenz zu organisieren. Polizeihauptkommissar Fiebranz und seine Kollegin, Polizeihauptkommissarin Hoppen, konnten zahlreiche Zuhörer informieren, sensibilisieren und beraten. Mit Fragen dazu können sich alle Bürger jederzeit auch an die Zentrale der Präventionsabteilung in Koblenz unter der Telefonnummer 0261/10352252 wenden. Einbrüche in Häuser und Wohnungen sind keine Seltenheit, und deshalb gab es rund um das Thema nach dem zweistündigen Vortrag auch noch einige individuelle Beratungsgespräche.

Die Veranstaltung griff im Wesentlichen die Themen auf, die auf der Homepage des Polizeipräsidiums Koblenz zusammengefasst sind (Polizeiliche Kriminalprävention).

Tipps der Polizei gegen Wohnungseinbrüche
"Die Mehrzahl aller Einbrüche wird nicht von "Profis" verübt, sondern von Gelegenheitstätern, die zum Beispiel versuchen, mit einfachen Hebelwerkzeugen Fenster und Türen aufzubrechen. Doch schon einfache Maßnahmen können helfen, einen Einbruch zu verhindern.

Die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) verzeichnet für 2024 einen leichten Anstieg beim Wohnungseinbruch. Insgesamt wurden 78.436 Fälle einschließlich der Einbruchsversuche erfasst. Die Aufklärungsquote lag 2024 bei 15,3 Prozent. Insgesamt liegen die Fallzahlen aber weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie: 2019 wies die PKS noch 87.145 Fälle einschließlich Einbruchsversuche aus. Hinzu kommen 107.861 Fälle von Diebstählen aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschküchen. Damit verzeichnet die PKS einen Anstieg von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2023: 101.024 Fälle). Beliebte Beute sind hier beispielsweise hochwertige Elektroräder.



Die Einbrecher verursachten im Jahr 2024 einen Schaden (nur Diebesgut/Beute) von 340,6 Millionen Euro (2023: 269,4 Mio. Euro). Eingebrochen wurde meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- bzw. Fenstertüren.

Entgegen landläufiger Meinung erfolgen Einbrüche häufig zur Tageszeit, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind, also zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, aber auch am frühen Abend oder an den Wochenenden. Über ein Drittel aller Wohnungseinbrüche werden durch Tageswohnungseinbrecher begangen. In Wirklichkeit dürfte die Zahl aber noch höher liegen, da bei Wohnungseinbrüchen etwa aufgrund einer urlaubsbedingten Abwesenheit der Wohnungsinhaber die genaue Tatzeit meist nicht feststellbar ist. Tageswohnungseinbrüche ereignen sich mehrheitlich in Großstädten. Außerdem fallen Einbrecherbanden oft über ganze Wohnviertel her und räumen dabei schnell Häuser und Wohnungen aus.

Durch richtiges Verhalten und eine effiziente Sicherungstechnik können jedoch viele Einbrüche verhindert werden. Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belegt der hohe Versuchsanteil beim Wohnungseinbruch: So scheiterten im Jahr 2024 nahezu die Hälfte (45,7 Prozent) aller Einbrüche.


So schützen Sie sich vor Einbrechern
Sprechen Sie in der Familie und in der Nachbarschaft über dieses Thema.
Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück.
Informieren Sie bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei.
Nutzen Sie alle vorhandenen Sicherheitsmöglichkeiten (u. a. Spion, Sprechanlage).
Entfernen oder verschließen Sie Hilfsmittel für Einbrecher, wie Werkzeug, Leiter usw.
Wenn Sie Ihr Haus verlassen, auch nur für kurze Zeit, schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab.
Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck.
Täuschen Sie Anwesenheit vor, zum Beispiel durch Einschalten von Licht und Fernseher.

Zusätzlich empfiehlt die Polizei eine mechanische Sicherung aller Fenster und Türen, damit ungebetene Gäste erst gar nicht hineinkommen. Ebenfalls werden technische Systeme wie Bewegungsmelder, Zeitschaltuhren für Licht und Videoüberwachung empfohlen. Beleuchtung rund ums Haus ist kostengünstig und wirksam, um Einbrecher abzuschrecken."


Es trifft sich gut, dass der Autor dieses Artikels vor wenigen Tagen von einem bandenmäßigen Wohnungseinbruch berichtete, der beim Amtsgericht in Montabaur verhandelt wurde.

Im Gespräch mit den Kurieren fanden beide Präventionsbeamte unisono lobende Worte für die Veranstaltung im Elvis-Museum: "Aus unserer polizeilichen Sicht war es eine tolle Veranstaltung mit einem sehr interessierten Publikum, informativen Gesprächen, netten Begegnungen in einer außergewöhnlichen Location mit herzlichen Gastgebern."

Mit Fragen können sich alle Bürger jederzeit auch an die Zentrale der Präventionsabteilung in Koblenz unter der Telefonnummer 0261/10352252 wenden.


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