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Pressemitteilung vom 18.04.2026    

Kommunen im Wandel: Expertenvortrag in Wissen zeigt Herausforderungen

Im Kulturwerk Wissen stand die Zukunft der Kommunen im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung. Vertreter aus Politik und Verwaltung diskutierten aktuelle Entwicklungen. Ein Experte ordnete die Herausforderungen ein und zeigte Handlungsbedarf auf.

Die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Helmut Stühn (VG Daaden-Herdorf), Fred Jüngerich (VG Altenkirchen-Flammersfeld, Dietmar Henrich (VG Hamm) und Berno Neuhoff (VG Wissen) umrahmen den Referenten des Abends, Dr. Gerd Landsberg (Mitte) (alle Fotos: Verbandsgemeindeverwaltung Wissen)

Wissen. Die Kreisgruppe Altenkirchen des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz hatte erneut zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Im Kulturwerk Wissen kamen Ortsbürgermeister, Bürgermeister, Beigeordnete, Fraktionsvorsitzende sowie Führungskräfte der Verwaltungen zusammen, um sich über aktuelle Themen auszutauschen.

Bürgermeister Fred Jüngerich von der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld eröffnete die Veranstaltung, begrüßte die Gäste und führte in das Thema ein. Gleichzeitig dankte er Bürgermeister Berno Neuhoff von der Verbandsgemeinde Wissen für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Vortrag zur Zeitenwende
Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Dr. Gerd Landsberg, ehemaliger Hauptgeschäftsführer und heutiger Ehrengeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Unter dem Titel "Zeitenwende für die Kommunen in Deutschland – Finanzkrise, Katastrophenschutz und neue Herausforderungen" analysierte er die aktuelle Lage.

Landsberg beschrieb eine umfassende Veränderung, die Politik, Gesellschaft und Verwaltung gleichermaßen betreffe. Themen wie Kriege, Migration, Klimaanpassung, Energiekrise, Inflation, Bürokratie und Fachkräftemangel hätten spürbare Auswirkungen auf die kommunale Ebene. Zusätzlich verstärkten soziale Medien Unsicherheiten und begünstigten gesellschaftliche Spannungen.

Strukturelle Probleme und Grenzen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den finanziellen und strukturellen Herausforderungen. Über Jahre hinweg seien Probleme häufig durch finanzielle Mittel überdeckt worden. Diese Strategie stoße inzwischen an ihre Grenzen. Auch neue gesetzliche Ansprüche führten nicht automatisch zu Lösungen, wenn deren Umsetzung und Finanzierung ungeklärt blieben.



Zudem wurde darauf hingewiesen, dass Kommunen zunehmend Aufgaben übertragen bekommen, ohne dass eine ausreichende finanzielle Ausstattung sichergestellt sei. Dies widerspreche dem sogenannten Konnexitätsprinzip. Für die Zukunft sei daher ein grundlegender struktureller Neustart in verschiedenen Bereichen notwendig.

Neue Anforderungen im Katastrophenschutz
Auch die Anforderungen an den Katastrophenschutz verändern sich deutlich. Diese Entwicklung erfordere neue Konzepte und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Kommunen spielen hierbei eine zentrale Rolle, da sie direkt vor Ort handeln müssen.

Abschluss und Ausblick
Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Bürgermeister Berno Neuhoff eine Frage zur Motivation der kommunalen Mandatsträger und Verwaltungsmitarbeiter. Die Antwort lautete: "Seid selbstbewusst – ohne Euch geht nichts. Und das muss Landes- und Bundespolitik kapieren!"

Viele Zuhörer zeigten sich beeindruckt von der praxisnahen Darstellung der aktuellen Herausforderungen. Die Kreisgruppe Altenkirchen kündigte an, den fachlichen Austausch auch im kommenden Jahr fortzuführen und weiterhin wichtige Themen aufzugreifen. (PM/bearbeitet durch Red)


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