Pressemitteilung vom 18.04.2026 
Rheinland-Pfalz: Bauern- und Winzerverband pocht auf weniger Bürokratie und klare Agrarziele
Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau sieht die anstehenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD in Rheinland-Pfalz als entscheidend für die Zukunft der Landwirtschaft. Der Verband betont die Bedeutung einer resilienten Lebensmittelproduktion und den Abbau bürokratischer Hürden.
Koblenz/Mainz. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) begrüßt die Ergebnisse der Sondierungsgespräche zwischen CDU und SPD als konstruktiven Schritt zu einer stabilen Regierungsbildung. Besonders die Einigkeit der Parteien in zentralen Zukunftsfragen wird positiv hervorgehoben.
Mit dem Beginn der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU-Landesvorsitzendem Gordon Schnieder und Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) sieht der BWV eine wichtige Phase, um die Weichen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und einen starken ländlichen Raum zu stellen. "Die Landwirtschaft und der Weinbau sind systemrelevant - sie sichern Versorgung, Wertschöpfung und unsere Kulturlandschaft", betont BWV-Präsident Marco Weber. Die Bedeutung regionaler Selbstversorgung wird gerade in Krisenzeiten deutlich.
Der Verband fordert konkrete Verbesserungen angesichts steigender Diesel- und Energiepreise sowie Unsicherheiten bei erneuerbaren Energien. Auch die zunehmende Bürokratie belastet die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Der Flächenverbrauch durch PV-Freiflächenanlagen erschwert langfristige Planungen: "Landwirtschaft denkt in Generationen, nicht in Wahlperioden", erklärt Marco Weber.
Christian Altmaier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, fordert von der neuen Landesregierung einen konsequenten Bürokratieabbau, insbesondere in der Agrarverwaltung. Verfahren müssten schneller, einfacher und praxisnäher werden. Im Sondierungspapier sieht der Verband wichtige Ansätze, die jedoch konkretisiert werden müssen. Ziel sei ein starkes Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt, um Synergieverluste zu vermeiden und Kompetenzen zu stärken.
Der BWV bietet seine Unterstützung an und ist bereit, seine Expertise in die Verhandlungen einzubringen. Ziel ist es, tragfähige Lösungen für Landwirtschaft und Weinbau zu entwickeln, die regionale Besonderheiten berücksichtigen. Der Verband erwartet klare Signale für eine starke regionale Landwirtschaft, verlässliche Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien, spürbaren Bürokratieabbau und eine Politik, die die Realität auf den Höfen ernst nimmt. (PM/Red)
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