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Pressemitteilung vom 19.04.2026    

Windkraft im Wippetal: Noch bis 6. Mai Einwendungen möglich

Im Wippetal sollen im Rahmen der Teilfortschreibung des Regionalen Raumordnungsplans Flächen für Windenergie ausgewiesen werden – darunter der Bereich Sechsmorgen nahe Katzwinkel und Birken-Honigsessen. Noch bis zum 6. Mai können Bürgerinnen und Bürger Einwendungen einreichen.

Schwarzstorch und andere windkraftsensible Arten gibt es in der Region des Wippetals. Hier auf dem Foto: Familie Schwarzstorch. (Foto: Reinhard Zens)

Wissen/Kirchen/Region. Im Wippetal steht eine wichtige Entscheidung an: Im Rahmen der aktuellen Teilfortschreibung des Regionalen Raumordnungsplans werden Flächen für Windenergie ausgewiesen. Darunter auch der Bereich Sechsmorgen, der in den Ortsgemeinden Birken-Honigsessen und Katzwinkel in der Verbandsgemeinde Wissen/Sieg liegt. Doch auch andere Ortsgemeinden, wie Friesenhagen in der Verbandsgemeinde Kirchen, könnten allein durch die Zuwegung und unmittelbare Nähe betroffen sein.

Zentrale Aspekte laut Bürgerinitiative nicht ausreichend berücksichtigt
Das Gebiet ist ein gewachsener Naturraum mit sehr alten Waldbeständen, vielfältigen Lebensräumen und einer besonderen Bedeutung für den Artenschutz. Gerade windkraftsensible Arten wie der Rotmilan und der Schwarzstorch nutzen diesen Bereich als Lebens- und Jagdraum. Gleichzeitig dient das Wippetal vielen Menschen als Ort der Erholung – sei es beim Spazierengehen, Wandern oder Radfahren.

Aus Sicht der Bürgerinitiative Wippetal (bi-wippetal.de) sind zentrale Aspekte bislang nicht ausreichend berücksichtigt worden. Nach derzeitigem und bekanntem Stand sollen sechs bis sieben Windenergieanlagen mit einer Höhe von rund 270 Metern mitten im Wald gebaut werden. Dazu zählen unter anderem Auswirkungen auf die Artenvielfalt, die Eingriffe in bestehende Waldbestände sowie die langfristige Veränderung eines zusammenhängenden Naturraumes. Allein die Zuwegung scheint ohne Eingriffe in die Natur nicht möglich zu sein.



Jede Einwendung zählt – und jeder kann mitmachen. Es sind keine fachlichen Vorkenntnisse erforderlich. Persönliche Einschätzungen, Beobachtungen und die eigene Nutzung des Gebietes sind wichtige und wertvolle Beiträge im Verfahren und müssen in die Abwägung einbezogen werden. Auch persönliche Meinungen zur Windkraft im Allgemeinen können und sollten eingebracht werden, denn das Thema betrifft nicht nur die hiesige Region.

Jetzt aktiv werden und Stellungnahme einsenden
Wer das Wippetal in seiner jetzigen Form erhalten möchte, kann jetzt aktiv werden und eine Stellungnahme unter folgendem Link einreichen:

https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/mdi-rlp/beteiligung/themen/1062446. Dort „Stellungnahme abgeben" anklicken und mit dem Betreff „Stellungnahme/Einwendung gegen die Planung PROP 2017 Teilfortschreibung zum Kapitel 3.2 Vorrangfläche 4a, 4b, 4c, 4d" (oder einer anderen Fläche, falls gewünscht) einwenden.

Die Bürgerinitiative Wippetal steht für Fragen zur Verfügung, unterstützt bei der Formulierung individueller Stellungnahmen und bietet umfassende Informationen sowie Hilfestellung an. Kontakt per E-Mail: info@bi-wippetal.de. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite bi-wippetal.de sowie in den sozialen Medien.

Wer die Arbeit der Bürgerinitiative zusätzlich unterstützen möchte – insbesondere zur Finanzierung rechtlichen Beistands – kann dies unter https://gofund.me/933b9b546 tun. (pm)


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