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Pressemitteilung vom 28.04.2026    

Prostata-Symposium in Siegen: Fortschritte in der Krebsbehandlung

Beim 20. Prostata-Symposium im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen informierten Experten über die neuesten Entwicklungen in der Behandlung von Prostatakrebs. Die Veranstaltung zog zahlreiche Besucher an und bot tiefgehende Einblicke in moderne Therapieverfahren.

Sie lieferten Informationen zum Thema Prostatakrebs (von links): René Baumann (Chefarzt Radioonkologie, St. Marien-Krankenhaus), Dr. Peter Weib (Chefarzt Urologie, Diakonie Klinikum), Lothar Stock (Sprecher Prostata-Selbsthilfegruppe) und Dr. Mahmoud Farzat (Chefarzt Robotische Urologie, Diakonie Klinikum). (Foto: Diakonie in Südwestfalen)

Siegen. Am 20. Prostata-Symposium im Haus der Siegerländer Wirtschaft nahmen über 150 Interessierte teil, um sich über aktuelle Behandlungsmethoden bei Prostatakrebs zu informieren. Dr. Peter Weib, Chefarzt der Urologie am Diakonie Klinikum, und Lothar Stock von der Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Siegen begrüßten die Teilnehmer zu einer kostenlosen Informationsveranstaltung mit führenden Experten.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland, mit etwa 75.000 Neuerkrankungen jährlich. Doch es gibt Hoffnung: "Prostatakrebs kann heute im Frühstadium geheilt werden", erklärte Dr. Weib. Die beiden Haupttherapien - Operation und Strahlentherapie - ergänzen sich mittlerweile zum Wohl der Patienten.

Chirurgische Behandlung
Dr. Mahmoud Farzat, Chefarzt der robotischen Urologie, stellte die Vorteile der modernen, robotergestützten Prostatachirurgie vor. Seit 2019 wurden unter seiner Leitung rund 2.500 Eingriffe mithilfe des OP-Roboters Da Vinci durchgeführt. Diese Technologie ermöglicht präzise Eingriffe mit weniger Komplikationen und schnellerer Heilung. "Heute werden etwa 60 Prozent der Prostatakrebs-Fälle operiert, davon 90 Prozent mit Roboter", so Dr. Farzat. Neue Technologien wie Telechirurgie ermöglichen sogar Operationen über weite Distanzen.

Strahlenbehandlung
Auch die Strahlentherapie bietet vielfältige Möglichkeiten zur schonenden Behandlung. Dr. René Baumann, Chefarzt der Radioonkologie am St. Marien-Krankenhaus, erläuterte moderne Verfahren wie die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) und die Protonentherapie (PBT). Diese Methoden ermöglichen eine gezielte Bekämpfung des Tumorgewebes, ohne umliegende Organe zu beeinträchtigen.



Behandlungsmethode hängt von verschiedenen Faktoren ab
Nach den Vorträgen nutzten viele Zuhörer die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Studien zeigen, dass sowohl Operation als auch Bestrahlung hohe Heilungschancen bieten, jedoch mit unterschiedlichen Risiken verbunden sind. Die Wahl der Therapie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Tumorstatus, das Alter und der Gesundheitszustand des Patienten. Idealerweise sollte die Entscheidung in einer Tumorkonferenz getroffen werden.

Das Prostatazentrum am Diakonie Klinikum zählt zu den größten in Deutschland. "In mehr als 97 Prozent der Fälle sind die Patienten tumorfrei und kontinent", berichtete Dr. Farzat. Wichtig ist, dass Prostatakrebs frühzeitig erkannt wird. Früherkennungsuntersuchungen werden ab 45 Jahren empfohlen, bei familiärer Vorbelastung auch früher. Lothar Stock appellierte eindringlich: "Männer, geht zur Früherkennung, nehmt eure Erkrankung in die Hand." (PM/Red)


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