Waldbrand in Gebhardshain: Freiwillige Feuerwehren mit zahlreichen Kräften vor Ort
Von Klaus Köhnen
Die Leitstelle Montabaur alarmierte am Donnerstag (30. April) gegen 15.35 Uhr mehrere Einheiten mit dem Stichwort Waldbrand. Bereits auf der Anfahrt konnten die ersten Kräfte eine große Rauchentwicklung feststellen. Für einige Feuerwehrleute war dies der dritte Einsatz an diesem Tag.
Gebhardshain. Nachdem es am Morgen einen Alarm zu einer Unterstützung des Rettungsdienstes gab, kam der zweite Alarm gegen 10.50 Uhr zum Verkehrsunfall auf der L288 bei Molzhain. Um 15.35 Uhr schrillten die Melder erneut. In der Nähe des Schützenhauses Gebhardshain war eine Waldfläche in Brand geraten. Zunächst war die Rede von rund 150 Quadratmetern. Die erste Alarmierung erfolgte, gemäß der Alarm- und Ausrückordnung mit dem Stichwort "B2 Waldbrand". Vor Ort stellte sich dann heraus, dass mehr als 400 Quadratmeter brannten. Aufgrund der Informationen wurde recht schnell die Alarmstufe erhöht.
Die Einsatzkräfte fuhren den Brandort von zwei Seiten an und konnten so aufeinander zuarbeiten. Mit dem "All Terrain Vehicle" (ATV) konnte sich der Einsatzleiter schnell ein Bild der Lage verschaffen. Ein weiterer Aspekt war, dass mit diesem Fahrzeug Material in dem unwegsamen Gelände transportiert werden konnte. An einem nahegelegenen Discounter wurde der Bereitstellungsraum eingerichtet und gleichzeitig der Bedarf an Kaltgetränken gedeckt.
Im ersten Abmarsch wurden der Löschzug Steinebach, als örtlich zuständige Einheit, sowie der Gerätewagen Wald aus Scheuerfeld, ein Fahrzeug aus Rosenheim sowie das Großtanklöschfahrzeug (TLF 4000) aus Betzdorf alarmiert. Nach dem Eintreffen vor Ort und der erfolgten Erkundung wurde gegen 15.52 Uhr die Alarmstufe erhöht und weitere Fahrzeuge alarmiert.
Die Alarmstufenerhöhung hatte zur Folge, dass weitere Kräfte alarmiert wurden. Dies waren die Wasserförderkomponente mit dem Mehrzweckfahrzeug aus Dauersberg, das Tanklöschfahrzeug (TLF) Kausen, das sich zu der Zeit noch an der Unfallstelle auf der L 288 befand, das ATV, ebenfalls in Kausen stationiert, und die Drohnengruppe aus Rosenheim. Zusätzlich wurde, um die Wasserversorgung sicherstellen zu können, das Großtanklöschfahrzeug aus Wissen angefordert.
Weitere Feuerwehrleute stellten, mit entsprechenden Fahrzeugen, verteilt über die Verbandsgemeinde, den sogenannten Grundschutz sicher. Mit der Drohne konnte die Einsatzleitung sich ständig einen Überblick über den Erfolg der Löschmaßnahmen verschaffen. Die Brandintensität wurde durch große Mengen Totholz und die herrschende Trockenheit begünstigt. Der immer wieder stark auffrischende Wind tat ein Übriges. Nach rund zwei Stunden war das Feuer gelöscht und die Feuerwehren konnten einrücken. In den Gerätehäusern wurden dann die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht.
Bei den Einsatzkräften handelt es sich ausschließlich um ehrenamtlich tätige Feuerwehrleute. Die Arbeitgeber, die teilweise den gesamten Tag auf Mitarbeitende verzichten mussten, muss man besonders erwähnen, so Wehrleiter Markus Beichler. Dieser Einsatz zeigt aber auch, dass das erarbeitete Waldbrandkonzept greift. Die Warnungen, die die hohe Waldbrandgefahr betreffen, sollten von allen Wanderern beachtet werden, so Beichler weiter.
Unter der Leitung des Wehrleiters Markus Beichler waren, einschließlich Feuerwehreinsatzzentrale, rund 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises, Björn Jestrimsky, machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Neben den Feuerwehrleuten war der DRK-Ortsverein Betzdorf im Einsatz. Zur Brandursache liegen keine Informationen vor.
Mehr dazu:
Blaulicht
Lokales: Betzdorf & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion
| Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder): |
|
|




























