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Nachricht vom 02.05.2026    

Schnieder besorgt wegen angekündigten US-Truppenabzugs

Der geplante Abzug von US-Soldaten aus Deutschland sorgt für Besorgnis in Rheinland-Pfalz. Der designierte Ministerpräsident Gordon Schnieder äußert sich zu den möglichen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Konsequenzen.

USA kündigen Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland an. (Foto: Laszlo Pinter/dpa)

Mainz. Sind auch wichtige US-Standorte im Land betroffen? Die Ramstein Air Base als die zentrale Luftdrehscheibe für Europa und den Nahen Osten und das größte US-Militärkrankenhaus im Ausland in Landstuhl.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung ist besorgt wegen des angekündigten US-Truppenabzugs aus Deutschland. "Meine Befürchtungen sind groß, dass wir eventuell von diesen Ankündigungen auch betroffen sein können in Rheinland-Pfalz", sagte der noch amtierende Ministerpräsident Alexander Schweitzer in Nieder-Olm. Auch der künftige Regierungschef Gordon Schnieder sprach von einer gewissen Grundsorge.

"Es geht ja nicht nur um das Miteinander im sicherheitspolitischen Fragenbereich", sagte der CDU-Politiker in Mainz. "Es ist auch eine wirtschaftspolitische Frage, dass die Stationierungsstreitkräfte hier sind." US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte den Abzug von etwa 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet.

Auswirkungen noch nicht absehbar
Es müsse zunächst abgewartet werden, wo der wirkliche Truppenabzug stattfindet. Es gebe Anzeichen, dass es in Grafenwöhr in Bayern der Fall sein werde. Aber die Logistik und die Unterstützung laufe auch aus Rheinland-Pfalz, sagte Schnieder. "Es wird Auswirkungen geben, die werden wir in den nächsten Tagen dann sehen, auch miteinander beurteilen können."



"Man muss davon ausgehen, dass wir jetzt in einen Strudel von Entscheidungen kommen, rund um die Frage des Iran-Kriegs", sagte SPD-Politiker Schweitzer. Welche Standorte dies vor allem treffen könnte, sei nicht absehbar. "Das ist eine gemeinsame Aufgabe von Friedrich Merz, unserem Bundeskanzler, und der nächsten Landesregierung klarzumachen: Wir wollen ein starker Standort für die amerikanischen Streitkräfte bleiben, weil wir hier in guter Partnerschaft gemeinsam davon profitieren können."

Gutes Miteinander
"Es gab immer ein gutes Miteinander, auch direkte Drähte zwischen der Landesregierung Rheinland-Pfalz und auch der US-Administration", betonte der künftige Regierungschef Schnieder. "Ich bin überzeugt, dass das auch jetzt aktuell so läuft und dass das mit der neuen Landesregierung auch genauso intensiv weitergehen wird."

Zu den militärisch bedeutsamsten US-Standorten in Rheinland-Pfalz gehört die Ramstein Air Base. Für die USA ist sie die zentrale Luftdrehscheibe für Europa und den Nahen Osten. Das größte US-Militärkrankenhaus im Ausland befindet sich ebenfalls in Rheinland-Pfalz, in Landstuhl. US-Soldaten, die in Auslandseinsätzen verwundet werden, müssen für eine schnelle und hochwertige Behandlung also nicht den weiten Weg bis in die USA zurücklegen. (dpa/bearbeitet durch Red)


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