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Pressemitteilung vom 07.05.2026    

Deepfakes: Die unsichtbare Bedrohung und der Kampf der Ermittler

Die digitale Manipulation von Bildern und Videos durch Deepfakes stellt Polizei und Justiz vor immer größere Herausforderungen. Besonders in Rheinland-Pfalz wird intensiv an Lösungen gearbeitet, um dieser Bedrohung entgegenzuwirken.

Deepfake Detector der Polizei. (Foto: Hannes P. Albert/dpa)

Mainz. Sie sehen aus wie echte Aufnahmen bekannter Persönlichkeiten, sind jedoch digitale Fälschungen: Mit Künstlicher Intelligenz (KI) generierte Fotos und Pornovideos bereiten der Polizei und Justiz zunehmend Probleme - auch in Rheinland-Pfalz. So kritisierte Italiens Premierministerin Giorgia Meloni kürzlich KI-generierte Bilder von sich selbst scharf. In Deutschland berichtete Schauspielerin Collien Fernandes im März über falsche Profile mit ihrem Namen.

Das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz erklärt, dass die bestehende Rechtslage oft ausreiche, um gegen Deepfakes vorzugehen. "Die strafrechtliche Bewertung erfolgt derzeit aber einzelfallabhängig", so das LKA. Einen speziellen Straftatbestand für Deepfakes gibt es bisher nicht.

Herausforderungen bei der Ermittlung
Ermittler müssen prüfen, welche bestehenden Gesetze greifen könnten, wie etwa Verletzung von Persönlichkeitsrechten oder Beleidigungsdelikte. Auch Nötigung oder Verstöße gegen das Kunsturhebergesetz können relevant sein. Eine klarere gesetzliche Grundlage wäre wünschenswert. Ein großes Problem ist die schwer rekonstruierbare Herkunft des Materials, da Inhalte schnell über Messenger-Dienste und anonyme Konten verbreitet werden. "Ein wesentliches Problem besteht darin, dass Ursprung und Herkunft des Materials häufig nur schwer rekonstruierbar sind", erläutert das LKA.




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Rheinland-Pfalz setzt inzwischen auf einen KI-basierten "Deepfake Detector", um manipulierte Inhalte besser zu erkennen. Die Software wird derzeit getestet, ersetzt jedoch keine klassische Spurensicherung. Ein gerichtsfester Nachweis ist grundsätzlich nur durch Sachverständige möglich.

Was Opfer tun sollten
Opfer sollten frühzeitig Anzeige erstatten und Beweise sichern, wie Screenshots und Links. Bei minderjährigen Opfern empfiehlt das LKA, sich an die Polizei zu wenden. Neben der Strafverfolgung ist der Opferschutz entscheidend. "Betroffene dürfen nicht auf die rein strafrechtliche Bearbeitung reduziert werden", betont das LKA.

Zukünftige Maßnahmen
Justizministerin Stefanie Hubig plant eine Verschärfung des Strafrechts und neue Auskunftsrechte für Betroffene. Die Bundesregierung erwägt zudem richterlich angeordnete Accountsperren, um effektiver gegen Urheber vorgehen zu können. (dpa/bearbeitet durch Red)


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