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Nachricht vom 10.05.2026    

Die "Blaulichtfamilie Westerwald" unterstützt die Kinderhospizarbeit im Westerwald

Von Wolfgang Rabsch

Die "Blaulichtfamilie Westerwald" richtete ihren jährlichen "Blaulichttag" ganz im Zeichen der Kinderhospizarbeit in der Region Westerwald aus. Aus diesem Anlass kamen Abordnungen der Mitglieder der "Blaulichtfamilie" nach Hachenburg zur dortigen Rundsporthalle, um sich zu präsentieren und Besucher zu informieren.

Die Kinder durften Polizeiuniformen anziehen. (Alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Hachenburg. Die "Blaulichtfamilie Westerwald" kam für ihren jährlichen "Blaulichttag" ganz im Zeichen der Kinderhospizarbeit nach Hachenburg. Die große Anzahl der Teilnehmer unterstrich den Ernst der Veranstaltung, aber auch die Bereitschaft, sich für Familien zu engagieren, die vom Schicksal hart getroffen sind.

Anwesend waren: das DRK, die Justizvollzugsanstalt (JVA) Koblenz, der Sanitätsdienst der Bundeswehr beim Bundeswehr-Zentralkrankenhaus (BwZK) Koblenz, das Technische Hilfswerk (THW), der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) mit dem Wünschewagen, die SPI Hachenburg (Polizei), die Diensthundestaffel des Polizeipräsidiums Koblenz, die First Responder Hartenfels und verschiedene Feuerwehren aus dem Westerwald.

Die Mitglieder der "Blaulichtfamilie" wollen helfen
"Verein zur Förderung der Kinderhospizarbeit in der Region Westerwald e.V.", so nennt sich die segensreiche Einrichtung, leistet Arbeit von unschätzbarem Wert. Wir berichteten von der Eröffnung des Vereins am 3. Mai 2024.

Rund 240 Kinder und Jugendliche sind in der Region Westerwald lebensverkürzend erkrankt. Dieser Prozess dauert oft Jahre, in denen die Kinder langsam und unaufhaltsam immer mehr Fähigkeiten verlieren, bis sie versterben. In dieser Zeit leben sie meist zu Hause, wo sie geborgen sind und wo sie ambulant betreut werden. Die Familien sind in dieser Situation bis an die Grenze belastet. Außenstehende können das kaum nachempfinden, da mit Bekanntwerden der Erkrankung des Kindes auch die Lebenssituation der betroffenen Familien gravierend verändert wird.

Durch die Neugründung des "Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Westerwald" wird durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins in dieser schwierigen Situation den Familien Unterstützung angeboten, da diese häufig restlos überfordert sind.

Was bedeutet die "Blaulichtfamilie"?
Die "Blaulichtfamilie" ist ein Verein, der in Österreich gegründet wurde und inzwischen in Deutschland und in der Schweiz ebenfalls tätig ist.

Einige wesentliche Punkte aus der Satzung des Vereins: die Vertretung der Interessen seiner Mitglieder in freiheitlich-demokratischer solidarischer Form, die Unterstützung sozialer Projekte im Bereich Deutschland, Österreich und der Schweiz, Kinder-, Jugend- und Familienfürsorge, die Erhaltung des demokratischen Staatswesens und der Zivilschutz.



Die Mitglieder der "Blaulichtfamilie" präsentierten sich in Hachenburg mit den eingangs erwähnten Institutionen, um die Arbeit der Kinderhospizarbeit im Westerwald zu würdigen und zu unterstützen. Fragen interessierter Besucher wurden von auskunftsfreudigen Vertretern der Institutionen gerne beantwortet.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hatte seinen "Wünschewagen" nach Hachenburg entsandt, der stark frequentiert wurde. Der "Wünschewagen" des ASB ist eine spezielle Einrichtung, die schwerstkranken Menschen kurz vor ihrem Tod noch einen sehnlichen Wunsch erfüllen kann. Sei es der Besuch eines Konzerts, der Stadionbesuch des Lieblingsvereins oder eine Reise an das Meer, und so den Fahrgästen in einer scheinbar ausweglosen Situation Momente des Glücks und der Freude zu bereiten.

"Flammendes Inferno" richtig gelöscht
Der Kreisfeuerwehrverband des Westerwalds zog ebenfalls reges Interesse auf sich, als in einer Schauvorführung der Löschvorgang eines brennenden Fahrzeugs realistisch vorgeführt wurde. Dabei wurde klar, dass man eine brennbare Flüssigkeit wie Benzin nicht mit Wasser löschen sollte, sondern mit Schaum, oder die Flammen erstickt werden müssen. Diese Erkenntnis ist auch für den Fall wichtig, falls im Haushalt durch Erhitzen von Öl ein Feuer entsteht.

Die Veranstaltung in Hachenburg wurde von allerbestem Sommerwetter begleitet, Daher dürften am Ende des "Blaulichttags" die Organisatoren ein zufriedenes Fazit gezogen haben, auch in der Gewissheit, dass die Veranstaltung eine bedeutungsvolle Initiative im Westerwald unterstützte.

Jeder Cent wird dringend benötigt
Der "Verein zur Förderung der Kinderhospizarbeit in der Region Westerwald e.V." in der Graf Heinrich Straße 1 in Hachenburg ist dringend auf Spenden angewiesen, denn die Betreuung der Familie eines erkrankten Kindes kostet pro Jahr zwischen 3.500 und 5.200 Euro. Der Kontakt zum Verein ist telefonisch unter 02662 / 9494590 oder per E-Mail an kontakt@foerderverein-kinderhospizarbeit-ww.de möglich.

Spendenkonten
Spendenkonto: Sparkasse Westerwald-Sieg IBAN: DE94 5735 1030 0055 069264 oder Westerwald Bank eG IBAN: DE06 5739 1800 0027 7792 04
Spenden sind steuerlich abzugsfähig. Für Spenden unter 300 Euro reicht einfach der Überweisungsbeleg/Kontoauszug zur Vorlage beim Finanzamt. Bei einer Spende über 300 Euro wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt. (WR)


Mehr dazu:   Blaulicht   Veranstaltungsrückblicke  
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