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Nachricht vom 18.05.2026    

Rückgang bei Banküberfällen in Rheinland-Pfalz: Sicherheitsmaßnahmen zeigen Wirkung

Banküberfälle sind in Rheinland-Pfalz zu einem seltenen Phänomen geworden. Der jüngste Raubüberfall in Sinzig hat das Thema wieder in den Fokus gerückt und zeigt, wie sich die Kriminalität im Laufe der Jahre verändert hat.

Überfall im rheinland-pfälzischen Sinzig. Foto: Thomas Frey/dpa

Mainz. Der Raubüberfall in Sinzig hat ein selten gewordenes Delikt erneut ins Rampenlicht gerückt: Banküberfälle sowie Überfälle auf Geldtransporter. Laut dem Landeskriminalamt (LKA) ist die Zahl dieser Verbrechen in Rheinland-Pfalz in den letzten zwei Jahrzehnten stark gesunken. Im Jahr 2006 wurden noch 40 und 2007 sogar 42 Überfälle auf Geldinstitute registriert. Seit 2017 bewegen sich die Zahlen jedoch nur noch im einstelligen Bereich. Im vergangenen Jahr gab es lediglich zwei erfasste Fälle, während in den Jahren 2024 und 2023 gar keine Vorfälle gemeldet wurden. Die polizeiliche Kriminalstatistik erfasst diese Daten erst nach Abschluss eines Ermittlungsverfahrens - die Taten könnten also bereits in früheren Jahren erfolgt sein.

Auch Überfälle auf Geld- und Werttransporte sind selten geworden. So wurde 2025 ein Fall registriert, während in den Jahren 2024 und 2023 keine Vorfälle verzeichnet wurden. Das Jahr 2014 markierte mit sieben Überfällen auf Transporte seit 2006 einen Höchststand.

Bessere Sicherheitsmaßnahmen
Das LKA nennt als Hauptgrund für den Rückgang vor allem verbesserte Sicherheitsvorkehrungen in den Banken. Dazu zählen Sicherheitsglas, Schleusen, Videoüberwachung, Alarmanlagen und zeitverzögerte Tresoröffnungen. Zudem haben Banken ihre Bargeldbestände reduziert und Mitarbeitende werden regelmäßig geschult. Verschärfte Strafen bei schweren Raubdelikten tragen ebenfalls dazu bei, dass Banküberfälle an Attraktivität verlieren.



Wie viel erbeutet wurde
Beim einzigen 2025 erfassten Banküberfall entstand ein Schaden von rund 162.800 Euro. Bei einem Überfall auf einen Geld- oder Werttransport wurden weitere 4.000 Euro erbeutet. Im Jahr 2022 beliefen sich die Schäden aus zwei erfassten Banküberfällen auf etwa 44.000 Euro.

Die Frage, ob sich die Kriminalität stattdessen in Richtung Geldautomatensprengungen oder Cyberkriminalität verlagert hat, bleibt offen. Zwar gewinnen diese Delikte zunehmend an Bedeutung, ein direkter Zusammenhang mit dem Rückgang klassischer Banküberfälle lässt sich bislang jedoch nicht nachweisen. (dpa/bearbeitet durch Red)


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