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Nachricht vom 20.05.2026    

Werke der VG Altenkirchen-Flammersfeld: Kanalsanierungen auch ohne Baugrube

Die Werke der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld haben kontinuierlich Aufgaben vor der Brust. Dazu zählt unter anderem die Abarbeitung des Sanierungskonzeptes im Abwasserbereich, das nach der Fusion erarbeitet worden ist. Die Kanalbereiche, die in Angriff genommen werden müssen, sind in Dringlichkeitsstufen zwischen 0 und 5 eingeteilt.

Kanalrohre müssen im Laufe der Jahre mit einer Kamera befahren werden, um Schäden festzustellen. (Foto: Pixabay)

Altenkirchen. Die Werke der Verbandsgemeinde (VG) Altenkirchen-Flammersfeld betreiben ein rund 600 Kilometer langes Abwassernetz. Deswegen liegt es auf der Hand, dass kontinuierlich Reparaturarbeiten erledigt werden müssen. Dies geschieht nach einem Sanierungskonzept, das Dringlichkeitsstufen zwischen 0 (unbedingt) und 5 (geringe Schäden) vorsieht und das nach der freiwilligen Fusion (1. Januar 2020) erstellt wurde. Für das erste Los ließ sich die Werkleitung einstimmig in der Zusammenkunft des Werkausschusses am späten Dienstagnachmittag (19. Mai) zwei Ermächtigungen erteilen, um die Aufträge zu vergeben, wenn die jeweilige Auftragssumme die Kostenschätzung nicht um mehr zehn Prozent übersteigt. Die Fachleute unterscheiden bei Sanierungen noch zwischen offener (mit Baugrube) und geschlossener Bauweise (ohne Baugrube). Ohne „Löcher in den Boden“ zu machen sollen in den Jahren 2026/2027 in den Ortsgemeinden Berod, Busenhausen, Hilgenroth, Pleckhausen, Schürdt, Werkhausen, Volkerzen und Rott insgesamt 157 Haltungen (Abschnitte zwischen zwei Kanalschächten) per Renovation (18), also Inlinerverfahren, und per (punktueller) Reparatur (139) erfolgen. Die Kostenschätzung beläuft sich auf rund 870.000 Euro. In der Ortsgemeinde Berod sollen drei Haltungen mit einer Länge von insgesamt rund 220 Meter in offener Bauweise erneuert werden. Aufgrund der Anzahl und Art der Schäden sei eine Sanierung in geschlossener Bauweise in diesem Fall nicht wirtschaftlich, hieß es. Es handelt sich um Mischwasserkanäle. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 344.317 Euro.



Zwölf Straßen in Pleckhausen
Auch in Sachen Wasserleitungen liegt ein Sanierungskonzept vor. Erste große Baustelle wird in Pleckhausen sein, wo in zwölf Straßen die Rohre ausgetauscht werden sollen. Sie stammen aus den Jahren zwischen 1966 bis 1974. Bei dem Material handelt es sich überwiegend um duktiles Gusseisen. Nach über 50 Jahren Nutzungsdauer zeigen die Leitungen Ablagerungen und korrosionsbedingte Schäden (Lochfraß) auf. Die Armaturen dieser Teilstrecken sind nicht mehr funktionstüchtig. Die Werkleitung wurde mit Beschluss bereits ermächtigt, die Arbeiten an die mindestfordernde Firma zu vergeben, soweit die Auftragssumme die Kostenschätzung (1.132.000 Euro) nicht um mehr als zehn Prozent übersteigt. Wirtschaftlichster Bieter ist die Firma Jungbluth & Feick Tiefbau GmbH (Großmaischeid) mit 1.384.146 Euro. Dieses Resultat der Submission liegt rund 22 Prozent über der Kostenschätzung, die zu Beginn des Jahres ermittelt wurde. Offensichtlich hätten, so hieß es in der Beschlussvorlage, die anbietenden Firmen die zwölf Einzelabschnitte (Straßen), die separat abgedrückt, entkeimt und angebunden werden müssen, höher bewertet. Des Weiteren stamme die Kostenschätzung aus Januar 2026, und da die Submission im April 2026 stattfand, sei anzunehmen, dass gestiegene Rohstoff- und Kraftstoffpreise darin berücksichtigt worden seien, so dass sich das Gremium dennoch für den Zuschlag an das Großmaischeider Unternehmen entschied. (vh)


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